DAX beendet Handel in Rot -- US-Börsen kaum bewegt -- Deutsche Börse mit Rekordergebnis -- Siemens Energy: Rekordaufträge -- Lufthansa, Commerzbank, BMW, Telekom, Lyft, Moderna, Robinhood im Fokus
Aktivistischer Investor mischt sich in Netflix-Deal mit Warner Bros. ein. Stellantis warnt in den USA vor defekten Airbags. CFO-Wechsel bei Siemens zum 1. April angekündigt. EssilorLuxottica steigert Umsatz und Gewinn überraschend stark. TKMS hebt Umsatzprognose an. Elliott steigt bei LSEG ein. Wacker Neuson: Margenziel verfehlt und nur moderates Wachstum erwartet. Gerresheimer verschiebt Konzernabschluss.
Marktentwicklung
Der deutsche Aktienmarkt zeigte sich am Mittwoch tiefer.
Der DAX verlor bereits zum Auftakt. Im Verlauf waren weitere Abschläge zu sehen. Am Nachmittag konnte das Börsenbarometer kurzzeitig an die Nulllinie aufschließen und dabei die Marke von 25.000 Punkten knapp übersteigen. Danach ging es erneut nach unten. Das Börsenbarometer beendete den Tag 0,53 Prozent schwächer bei 24.856,15 Zählern.
Der TecDAX gab zum Auftakt nach und baute seine Abschläge im Handelsverlauf weiter aus. Letztlich ging es 0,98 Prozent runter auf 3.615,32 Punkte.
Der deutsche Leitindex setzte seinen hartnäckigen Kampf um die psychologisch wichtige Marke von 25.000 Punkten am Mittwoch weiter fort und konnte den Zählerstand kurz zurückerobern. Am Dienstag hatte das Börsenbarometer kurzzeitig an der 25.075-Punkte-Marke geschnuppert, konnte das Niveau jedoch nicht halten. Das nächste Ziel der Bullen bleibt das jüngste Zwischenhoch bei knapp 25.100 Zählern.
Obwohl der Dow Jones am Vorabend erneut einen historischen Höchststand markierte, fehlte es an nachhaltiger Dynamik; die Gewinne schmolzen bis zum Handelsschluss fast vollständig dahin. Andere US-Indizes hielten sich mit Angriffen auf ihre Rekordmarken merklich zurück.
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Die europäischen Börsen zeigten sich am Mittwoch seitwärts.
Der EURO STOXX 50 stieg mit einem minimalen Minus in den Handel ein, im Verlauf waren weiter leichte Verluste zu sehen. Gegen Nachmittag konnte der Index jedoch an die Nulllinie aufschließen, wo er den Tag auch beendete. Sein Schlussstand: 6.039,80 (-0,12 Prozent).
Der US-Bericht zum Januar wurde mit Spannung erwartet, am Abend äußern sich zudem noch drei Fed-Mitglieder. Am Vorabend hatte bereits Dallas-Fed-Chefin Lorie Logan unterstrichen, sie sehe das aktuelle US-Zinsniveau als passend für die Wirtschaftslage. Dies wird als Zeichen interpretiert, sie sei gegen weitere Zinssenkungen. In Europa im Fokus stehen zahlreiche Geschäftszahlen von Unternehmen.
Wider erwarten hat das US-Jobwachstum im Januar die Erwartungen stark übertroffen. So berichtete das US-Arbeitsministerium, dass in der Privatwirtschaft und beim Staat 130.000 zusätzliche Stellen entstanden sind. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten nur mit einem Zuwachs um 55.000 gerechnet.
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Anleger an der Wall Street zeigten sich am Mittwoch letztlich zurückhaltend.
Der Dow Jones ging bei 50.121,40 Punkten um 0,13 Prozent tiefer aus der Sitzung. Zum Start hatte er noch leicht zugelegt, war dann jedoch in die Verlustzone gerutscht und bewegte sich anschließend hauptsächlich leicht unterhalb der Nulllinie.
Der NASDAQ Composite schloss mit einem Minus von 0,16 Prozent bei 23.066,47 Zählern, nachdem er zum Start noch kräftig zugelegt hatte. Auch hier kam es jedoch breits kurz nach der Eröffnung zu einem Richtungswechsel und der Tech-Index pendelte anschließend nur noch um die Nulllinie.
Solide Daten vom US-Arbeitsmarkt hatten am Mittwoch zunächst für vorsichtigen Optimismus an den amerikanischen Aktienmärkten gesorgt. Im Januar erhöhte sich die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft um das Doppelte dessen, was Ökonomen im Durchschnitt prognostiziert hatten. Das gab den Kursen anfänglichen Auftrieb, der jedoch nicht lange anhielt. Nun wird auf die Verbraucherpreisdaten am Freitag gewartet.
Die wichtigsten Märkte in Fernost zeigten sich auch zur Wochenmitte höher.
In Tokio schloss der Nikkei 225 am Dienstag mit einem Gewinn von 2,28 Prozent bei 57.650,54 Punkten. Im Handelsverlauf konnte erneut ein neues Allzeithoch erreicht werden. Am Mittwoch fand hier feiertagsbedingt kein Handel statt.
Auf dem chinesischen Festland ging es für den Shanghai Composite unterdessen zur Wochenmitte weiter nach oben - zum Handelsschluss stand ein Plus von 0,09 Prozent auf 4.131,99 Punkte an den Tafeln.
Der Hang Seng gewann unterdessen am Mittwoch 0,31 Prozent auf 27.266,38 Indexpunkte.
Die asiatischen Börsen sind am Mittwoch zumeist gestiegen. "Die Stimmung an den asiatischen Handelsplätzen ist am Mittwoch gut und kann sogar schwächere chinesische Preisdaten kompensieren", so Marktexperte Andreas Lipkow. "Die Investoren setzen weiterhin voll auf Technologieaktien und den disruptiven Veränderungen in vielen wirtschaftlichen Sektoren."
Für Chinas Börsen verwiesen die Marktstrategen der Deutschen Bank auf uneinheitliche Inflationsdaten. Einem Rückgang der Verbraucherpreise habe im Januar eine vorteilhaftere als erwartete Entwicklung der Erzeugerpreise entgegengestanden. Letztere hätten dabei das höchste Niveau seit 18 Monaten erreicht, bewegten sich allerdings noch im deflationären Bereich.
In Japan wurde der Tag der Reichsgründung feierlich begangen. Daher fand kein Handel statt. Die Rahmenbedingungen für den Markt gestalten sich weiterhin gut. "Über 60 Prozent der Unternehmen übertrafen die Erwartungen der Analysten, wobei der Nettogewinn die Prognosen um über sieben Prozent übertraf", betonte Anlagestratege Ulrich Stephan von der Deutschen Bank. "Der Optimismus der Analysten nahm während der Berichtssaison zu: Seit Beginn hoben sie ihre Gewinnschätzungen für im Topix gelistete Unternehmen für das Geschäftsjahr 2025 um 1,1 Prozent an und erwarten nun ein Plus von 12,2 Prozent."
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