Nahostkonflikt: DAX fällt deutlich unter 25.000 -- US-Börsen uneins -- Kurspotenzial bei Rheinmetall & Co.? -- Lufthansa und TUI im Sinkflug -- Almonty, Palantir, Trump Media, Öl, Goldpreis im Fokus
Saudi-Arabien: Anlage von Öl-Konzern Aramco angegriffen. Amazon: AWS-Störung beeinträchtigt Dienste weltweit. Warren Buffetts letzte Berkshire Hathaway-Bilanz verfehlt Erwartungen. Paramount macht Warner Bros.-Übernahme offiziell. NVIDIA macht neue Deals mit: Coherent, Lumentum und Deloitte. Novo Nordisk plant Irland-Investitionen.
Marktentwicklung
Der deutsche Aktienmarkt musste zum Wochenstart deutliche Verluste hinnehmen.
Der DAX startete bereits deutlich tiefer und rutschte damit direkt zum Auftakt wieder klar unter die psychologisch wichtige Marke von 25.000 Zählern. Auch im Verlauf blieb das Börsenbarometer auf tiefrotem Terrain. Schlussendlich beendete es den Handelstag 2,56 Prozent schwächer bei 24.638 Punkten.
Der TecDAX gab zum Start ebenfalls kräftig nach und verlor auch weiterhin an Boden, bis er 1,74 Prozent leichter bei 3.721,86 Zählern in den Feierabend ging.
Zum Start in den März dämpften die eskalierenden Spannungen im Nahen Osten die Stimmung an den Parketts merklich. Nachdem die ersten zwei Monate des Jahres noch moderate Gewinne brachten, rauschte der Markt zum Start in den März ab.
Die zugespitzte Lage im Nahen Osten erwies sich am Montag als deutlicher Bremsklotz für den deutschen Aktienmarkt. Insbesondere die anziehenden Energiekosten lösten bei den Anlegern Verunsicherung aus. Auslöser der Marktturbulenzen waren koordinierte Angriffe Israels und der USA am Samstag, bei denen unter anderem der iranische Revolutionsführer Ajatollah Ali Chamenei getötet wurde. Als Vergeltung startete Teheran Attacken auf israelische Einrichtungen sowie diverse US-Stützpunkte im Nahen Osten. Laut RBC-Expertin Lori Calvasina sind verschärfte geopolitische Spannungen zwar mittlerweile ein typisches Begleitmerkmal der globalen Märkte seit der Pandemie, dennoch bleibe das Potenzial für eine spürbare Eintrübung des Sentiments hoch.
Auch Scott Chronert von der Citigroup betonte in einer Analyse vom Sonntag, dass die geopolitischen Risiken keinesfalls unterschätzt werden dürfen. Historische Vergleiche der vergangenen vier Jahrzehnte verdeutlichen laut Chronert, dass vor allem die Dauer der Kämpfe sowie deren ökonomische Auswirkungen die entscheidenden Faktoren für die Preisbildung an den Aktienbörsen sind.
Im Fokus standen dabei primär die Ölnotierungen, die zum Wochenauftakt wie prognostiziert kräftige Gewinne verbuchten. Trotz der Einschränkungen des Tankerverkehrs in der Straße von Hormus - einer zentralen Schlagader für den weltweiten Energietransport - durch den Iran, ist am Ölmarkt bisher jedoch keine unkontrollierte Panik ausgebrochen.
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Europas Börsen zeigten sich zum Auftakt in den Börsenmonat März deutlich tiefer.
Der EURO STOXX 50 verlor zum Auftakt und blieb im Handel weiter deutlich in der Verlustzone. Er verabschiedete sich 2,47 Prozent im Minus bei 5.987,02 Punkten aus der Sitzung.
Die Marktstimmung wurde stark von geopolitischen Signalen beeinflusst. Am vergangenen Samstag führten Israel und die USA konzertierte Militärschläge gegen den Iran durch, bei denen das geistliche Oberhaupt, Ajatollah Ali Chamenei, ums Leben kam. Als Gegenreaktion feuerte Teheran Raketen auf israelisches Staatsgebiet sowie auf US-Militärbasen in der Golfregion.
Ein zentraler Indikator blieb hierbei der Ölmarkt, der am Montag plangemäß mit deutlichen Preisaufschlägen reagierte. Obschon der Iran den Transit durch die Straße von Hormus - eine der lebenswichtigsten Routen für den globalen Energieexport - eingeschränkt hat, blieb ein ungeordneter Panikverkauf bei den Rohölnotierungen bislang aus.
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Die US-Börsen zeigten sich zum Wochenstart uneinheitlich.
Der Dow Jones ging mit einem leichten Minus von 0,15 Prozent bei 48.904,78 Punkten aus dem Handel.
Der NASDAQ Composite schaffte es unterdessen auf grünes Terrain und schloss bei 22.748,86 Punkten - 0,36Prozent höher.
Auslöser für die Teilverluste an den Börsen war die Eskalation im Nahen Osten, nachdem die USA und Israel am Wochenende Angriffe auf Ziele im Iran gestartet haben. Teheran reagierte mit Gegenschlägen gegen Israel und weitere Staaten in der Region.
Von der Zuspitzung profitierte vor allem der Ölmarkt. Die Sorge, dass der Iran die strategisch wichtige Straße von Hormus blockieren und damit einen zentralen Transportweg für Rohöl beeinträchtigen könnte, ließ die Preise für Brent und WTI um bis zu 8,6 Prozent steigen. Der kräftige Preisanstieg schürt Inflationsängste und mindert zugleich die Hoffnung auf baldige Zinssenkungen.
Konjunkturdaten traten angesichts der geopolitischen Lage in den Hintergrund treten. Die Dynamik in der US-Industrie hat im Februar nachgelassen. Der vom Institute for Supply Management (ISM) ermittelte Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe fiel auf 52,4 Punkte, nach 52,6 im Vormonat.
Auch die Umfrage von S&P Global signalisiert ein verlangsamtes Wachstum: Der entsprechende Einkaufsmanagerindex sank im Februar auf 51,6 Zähler, verglichen mit 52,4 Punkten im Januar.
Die wichtigsten Märkte in Fernost gaben zum Wochenstart nach.
In Tokio verlor der Nikkei 225 am Montag 1,35 Prozent auf 58.057,24 Punkte.
Gegen den Trend nach oben ging es auf dem chinesischen Festland, wo der Shanghai Composite 0,47 Prozent auf 4.182,59 Zähler zugewinnen konnte.
Deutlichere Verluste waren unterdessen in Hongkong zu sehen, wo der Hang Seng 2,14 Prozent auf 26.059,85 Punkte einbüßte.
Die militärische Eskalation zwischen den USA, Israel und dem Iran hat die ostasiatischen Aktienmärkte zum Wochenauftakt unter Druck gesetzt. Während die Kurse vielerorts nachgaben, verzeichneten Rohölpreise kräftige Aufschläge, und Investoren suchten Zuflucht in Krisenwährungen sowie Gold. Besonders hart traf es die Börsenplätze in Tokio und Hongkong.
In Hongkong drückten vor allem Verkäufe im Technologiesektor auf die Stimmung. In Seoul blieben die Tore aufgrund eines Feiertags geschlossen.
Hintergrund der Marktunruhe ist der US-israelische Schlag gegen den Iran am frühen Samstagmorgen, infolgedessen der iranische Revolutionsführer Ayatollah Ali Khamenei getötet wurde. Teheran reagierte daraufhin mit Drohnen- und Raketenangriffen auf Ziele in Israel sowie auf US-Militärstützpunkte. Dennoch deutete US-Präsident Donald Trumpan, dass die iranische Seite zu neuen Verhandlungen bereit sei. Einen konkreten Zeitplan blieb Trump schuldig, merkte jedoch an, dass einige der bisherigen iranischen Verhandlungspartner durch die jüngsten Angriffe ums Leben gekommen seien.
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