Großinvestor verweigert Geld: Tesla-Konkurrent Faraday Future mit massiven Liquiditätsproblemen

Bereits seit Längerem steckt das Elektroauto-Startup Faraday Future in einer finanziellen Krise, doch nun kommt es noch schlimmer: Ein Großinvestor verweigert dem Startup eine weitere Finanzspritze.
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In finanziellen Schwierigkeiten
Faraday Future (FF), Tochter des chinesischen Internet- und Technologieunternehmens LeEco, ist ein US-amerikanisches Startup, das Elektroautos baut und als ernstzunehmender Tesla-Konkurrent gehandelt wird. Der Mutterkonzern LeEco befindet sich seit knapp zwei Jahren in einer finanziellen Krise, von der auch Faraday Future nicht verschont bleibt. Denn der letzte Großinvestor, Hui Ka Yan, Chef des Immobilien-Riesen Evergrande, weigert sich inzwischen, dem Startup weiteres Geld zur Verfügung zu stellen. Offenbar befinden sich das Elektroauto-Startup und der Immobilienkonzern in einem Streit.
Evergrande und Faraday Future im Streit
Ursprünglich bestand die Vereinbarung darin, dass Evergrande Faraday Future in den nächsten drei Jahren insgesamt zwei Milliarden US-Dollar bereitstellt, Faraday Future im Gegenzug bestimmte, nicht offen kommunizierte Produktionsziele erreichen muss. Evergrande erhielt dafür eine 45-prozentige Beteiligung an dem Startup sowie erheblichen Einfluss.
Zu Beginn des Jahres hatte der Immobilien-Tycoon Faraday Future 800 Millionen US-Dollar zur Verfügung gestellt, diese seien inzwischen jedoch komplett aufgebraucht, wie der Chef des Startups nun berichtete. Er habe daher um einen Vorschuss in Höhe von weiteren 700 Millionen US-Dollar gebeten, diesen habe Evergrande allerdings abgelehnt. Jia Yueting, Chef von Faraday Future und Gründer von LeEco, habe den Fall daraufhin in Hongkong vor Gericht gebracht, bisher gibt es jedoch noch kein Ergebnis.
Harte Maßnahmen
Um die Krise überstehen zu können, beschloss die Führung des Startups nun diverse Mitarbeiterentlassungen sowie Gehaltskürzungen. Viele von den einst 1.400 Mitarbeitern sollen ihren Job bei Faraday Future verlieren, einigen Angestellten, die im Unternehmen verbleiben können, soll das Gehalt vorübergehend um 20 Prozent gekürzt werden, wie das IT-Magazin "The Verge" unter Berufung auf eine interne Mail berichtet. Zudem soll Yueting sein eigenes Gehalt seit dem 16. Oktober auf einen symbolischen US-Dollar reduziert haben. Bisher gibt es seitens des Unternehmens jedoch noch keine offizielle Stellungnahme, auch die genaue Anzahl der Entlassungen ist bisher noch unklar.
"Angesichts der Situation hat das Unternehmen seine kurzfristigen Betriebspläne überprüft, um Wege zum Kostenmanagement und zur langfristigen Sicherung der Zukunft von FF zu finden... Das Unternehmen verpflichtet sich zur Überwachung seiner Finanzen und wird diese Entscheidung neu bewerten, mit dem Ziel, die Gehälter wiederherzustellen, sobald die Mittel verfügbar sind", schrieb Faraday Future in einer Mail an seine Mitarbeiter. Die geplanten Sparmaßnahmen sollen wohl nächste Woche in Kraft treten. Yueting sei aber bereits auf der Suche nach Investoren, "die unsere Vision teilen".
Keine guten Zeiten bei Faraday Future
Doch auch insgesamt läuft es gerade nicht bei dem Elektroauto-Startup. Ende dieses Jahres war eigentlich der Produktionsstart des SUV FF 91 geplant. Pro Jahr sollten anschließend 10.000 Fahrzeuge produziert werden. Jedoch ist nun kürzlich der Prototyp aus bisher ungeklärten Gründen in Flammen aufgegangen.
Außerdem war die Vorstellung eines Kompakt-SUV, FF 81, der speziell für den chinesischen Markt gedacht ist, geplant. Doch auch hier könnte es aufgrund diverser Entlassungen, insbesondere von Ingenieuren sowie Designern, zu Schwierigkeiten kommen.
Ob Faraday Future den Weg aus der Krise letztlich schaffen wird, bleibt abzuwarten.
Redaktion finanzen.net
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Bildquellen: Faraday Future Instagram, Faraday Future
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