Lira unter Druck

Darum hat der Euro etwas zugelegt

17.08.18 17:07 Uhr

Darum hat der Euro etwas zugelegt | finanzen.net

Der Kurs des Euro ist am Freitag über 1,14 US-Dollar gestiegen.

Werte in diesem Artikel
Devisen

44,1352 TRY -0,0023 TRY -0,01%

0,1253 EUR 0,0000 EUR -0,03%

0,4424 TRY 0,0000 TRY 0,00%

7,9832 CNY 0,0021 CNY 0,03%

0,8503 GBP 0,0001 GBP 0,01%

8,5223 HKD 0,0000 HKD 0,00%

160,8000 JPY -0,2800 JPY -0,17%

41,6345 TRY 0,0054 TRY 0,01%

1,0961 USD -0,0001 USD -0,01%

1,1762 EUR -0,0001 EUR -0,00%

0,0062 EUR 0,0000 EUR 0,19%

0,2589 TRY 0,0005 TRY 0,20%

0,4498 TRY 0,0001 TRY 0,01%

3,7860 TRY -0,0149 TRY -0,39%

2,2231 RUB -0,0003 RUB -0,01%

0,9124 EUR 0,0000 EUR 0,00%

37,9852 TRY 0,0049 TRY 0,01%

Am Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,1415 Dollar und damit mehr als am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1391 (Donnerstag: 1,1370) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8779 (0,8795) Euro.

Wer­bung
CHF/TRY und andere Devisen mit Hebel via CFD handeln (long und short)

Handeln Sie Währungspaare wie CHF/TRY mit Hebel bei Plus500 und partizipieren Sie an steigenden wie fallenden Notierungen.

Plus500: Beachten Sie bitte die Hinweise5 zu dieser Werbung.

Inflationszahlen aus dem Euroraum brachten keine neuen Impulse am Devisenmarkt. Das Statistikamt Eurostat bestätigte eine erste Schätzung, wonach die Teuerungsrate im Juli mit 2,1 Prozent so stark war wie seit mehr als fünf Jahren nicht mehr und das Inflationsziel der Europäischen Zentralbank (EZB) von mittelfristig knapp zwei Prozent leicht übertraf.

Nach mehreren Tagen der Erholung hat die türkische Landeswährung Lira unterdessen wieder stark an Wert verloren. Im Verhältnis zum US-Dollar ging es bis zu knapp acht Prozent bergab. Auch zum Euro wurde ein starker Wertverlust verzeichnet. Jüngste Drohungen mit neuen Sanktionen aus den USA sorgen für Verunsicherung. Zudem zeigte sich ein Gericht in Izmir im Streit um das Schicksal des in der Türkei wegen Terrorvorwürfen festgehaltenen US-Pastors Andrew Brunson hart und lehnte am Freitag erneut eine Freilassung ab.

Hinzu kommt laut Händlern, dass die Hoffnungen schwinden, die türkische Notenbank könnte vor dem Wochenende noch weitere Maßnahmen zur Krisenbekämpfung vornehmen. Die Krise in der Türkei sei noch nicht ausgestanden, meint Devisenexperte Ulrich Leuchtmann von der Commerzbank. Bisher gebe es für die Finanzmärkte keinen Grund, Vertrauen in die Geldpolitik der Türkei zu fassen. Dieses Vertrauen sei nach und nach zerstört worden. Obwohl die Notenbank ihr Inflationsziel ständig verfehlte habe, sei wenn überhaupt nur zögerlich reagiert worden, so Leuchtmann.

Am Abend könnte es einen weiteren Impuls in der Lira-Krise geben. Die Investoren haben eine mögliche Ratingentscheidung der Bonitätswächter von Standard & Poor's zur Türkei im Blick. Es handelt sich um einen von zwei jährlichen Bewertungsterminen, die Ratingagenturen wahrnehmen können, aber nicht müssen.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,89575 (0,89498) britische Pfund, 125,75 (126,02) japanische Yen und 1,1338 (1,1299) Schweizer Franken fest. Der Preis für eine Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London auf 1178,40 (1180,40) Dollar festgesetzt.

FRANKFURT (dpa-AFX)

Bildquellen: Claudio Divizia / Shutterstock.com, Patryk Kosmider / Shutterstock.com