Vereinbarung unterzeichnet

BASF bei DEA-Kauf fast am Ziel: Gewinnwarnung wegen Übernahme - Aktie gibt nach

28.09.18 17:51 Uhr

BASF bei DEA-Kauf fast am Ziel: Gewinnwarnung wegen Übernahme - Aktie gibt nach | finanzen.net

Der Chemiekonzern BASF ist bei der angepeilten Übernahme der früheren RWE-Sparte DEA einen großen Schritt vorangekommen.

Werte in diesem Artikel
Aktien

41,50 EUR -1,95 EUR -4,49%

31,78 EUR -2,40 EUR -7,02%

Mit dem Eigentümer LetterOne sei eine Vereinbarung zur Fusion der BASF-Tochter Wintershall mit Dea unterzeichnet worden, teilte BASF am späten Donnerstagabend mit. Beide Seiten versprechen sich von dem Zusammenschluss Synergien von mindestens 200 Millionen Euro pro Jahr. Zunächst hat der Deal allerdings negative Auswirkungen auf die Jahresprognosen des DAX-Konzerns.

Wer­bung

Wegen der durch die Transaktion hervorgerufenen Änderungen in der bilanziellen Berücksichtigung der Wintershall-Tochter bei BASF ändert der Konzern seine Jahresprognosen. So soll das um Sondereinflüsse bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) nun leicht unter dem angepassten Wert für 2017 von 7,6 Milliarden Euro liegen. Beim Ebit rechnet BASF mit einem deutlichen Rückgang im Vergleich zu den ebenfalls 7,6 Milliarden Euro aus dem Vorjahr.

Der Umsatz soll die 61,2 Milliarden Euro von 2017 hingegen weiterhin leicht übertreffen. Vor Berücksichtigung der Änderungen durch den Dea-Deal hatte der Konzern noch einen leichten Anstieg von Umsatz und Ebit vor Sondereinflüssen erwartet. Das Ebit sollte lediglich leicht sinken.

Wer­bung

Früheren Angaben zufolge soll das neu entstehende Unternehmen Wintershall Dea heißen. BASF wird mit 67 Prozent die Mehrheit der Anteile an der Öl- und Gasfirma halten, LetterOne den Rest. Mit dem Abschluss der Transaktion rechnet BASF im ersten Halbjahr 2019. Zuvor muss das Geschäft noch von diversen staatlichen Stellen genehmigt werden. Eine Genehmigung durch die Behörden der USA sei aber nicht notwendig, stellte der Vorstand am Freitag klar.

Mittelfristig wollen die Eigner Wintershall Dea an die Börse bringen. Dies werde aber frühestens im zweiten Halbjahr 2020 der Fall sein, sagte eine BASF-Sprecherin.

Wer­bung

LetterOne des russischen Milliardärs Michail Fridman hatte Dea 2014 für rund 5,1 Milliarden Euro vom Energiekonzern RWE übernommen. BASF hatte damals ebenfalls Interesse gezeigt, jedoch den Kürzeren gezogen. Dea verleibte sich dann 2015 vom Energiekonzern E.ON dessen Öl- und Gasquellen in der norwegischen Nordsee für 1,6 Milliarden US-Dollar ein.

Analystenstimmen

Analysten waren sich zuerst einig, dass der Effekt der Transaktion auf die Gewinnprognose eher kalkulatorischer Natur sei. Dann aber sorgten Aussagen zum dritten Quartal Händlern zufolge für Unsicherheit. Am Markt seien diese als Signal gewertet worden, dass hinter den niedrigeren Zielen vielleicht doch etwas mehr als nur der Wintershall-Effekt stecken könnte.

"Die Anpassung des Ausblicks für 2018 spiegelt lediglich die Veränderungen in der Finanzberichterstattung wider", sagte etwa Analyst Thorsten Strauß von der NordLB. Etwas skeptisch habe die Anleger dann aber eine Aussage des Finanzvorstands zur Geschäftsentwicklung im dritten Quartal gestimmt, fügte er hinzu. In einer Telefonkonferenz habe der Finanzvorstand eingeräumt, dass sich die Nachfrage im Gesamtkonzern etwas schwächer entwickelt habe als erwartet. Zum Handelsende verloren die Anteilsscheine 2,31 Prozent auf 76,55 Euro.

/he

LUDWIGSHAFEN/HAMBURG/KASSEL (dpa-AFX)

Ausgewählte Hebelprodukte auf BASF

Mit Knock-outs können spekulative Anleger überproportional an Kursbewegungen partizipieren. Wählen Sie einfach den gewünschten Hebel und wir zeigen Ihnen passende Open-End Produkte auf BASF

NameHebelKOEmittent
NameHebelKOEmittent
Wer­bung

Bildquellen: BASF, BASF SE

Nachrichten zu BASF

Wer­bung

Analysen zu BASF

DatumRatingAnalyst
04.04.2025BASF OutperformBernstein Research
04.04.2025BASF HoldWarburg Research
02.04.2025BASF KaufenDZ BANK
02.04.2025BASF BuyJefferies & Company Inc.
01.04.2025BASF NeutralUBS AG
DatumRatingAnalyst
04.04.2025BASF OutperformBernstein Research
02.04.2025BASF KaufenDZ BANK
02.04.2025BASF BuyJefferies & Company Inc.
01.04.2025BASF BuyDeutsche Bank AG
14.03.2025BASF BuyGoldman Sachs Group Inc.
DatumRatingAnalyst
04.04.2025BASF HoldWarburg Research
01.04.2025BASF NeutralUBS AG
31.03.2025BASF HoldJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
03.03.2025BASF HoldWarburg Research
28.02.2025BASF HoldWarburg Research
DatumRatingAnalyst
27.03.2025BASF UnderweightJP Morgan Chase & Co.
10.03.2025BASF ReduceBaader Bank
26.07.2024BASF UnderperformJefferies & Company Inc.
27.06.2024BASF UnderperformJefferies & Company Inc.
26.04.2024BASF UnderperformJefferies & Company Inc.

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für BASF nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen