Milliardenpaket lässt Zinsen steigen

06.03.25 09:00 Uhr

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DAX vollzieht Comeback


Nach dem Kursrückgang am Vortag kehrten die europäischen Aktienmärkte am Mittwoch in den Aufwärtsmodus zurück. Auslöser war die Einigung zwischen CDU/CSU und SPD auf ein umfangreiches Fiskalpaket für Deutschland. Der DAX stieg um 3,4 % auf 23.080 Punkte und näherte sich damit seinem Rekordhoch von 23.307 Punkten. Der Euro-Stoxx-50 legte um 2,2 % auf 5.506 Punkte zu.

Schuldenbremse adé


Die Anleihemärkte reagierten auf die Ankündigung des Schuldenpakets mit einem drastischen Renditeanstieg. Eine zunehmende Staatsverschuldung könnte in den kommenden Jahren strukturell höhere Marktzinsen zur Folge haben. In der Folge stieg die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe um 30 Basispunkte auf 2,80 %, den höchsten Stand seit 16 Monaten. Ein derart starker Anstieg innerhalb eines Tages wurde zuletzt im Juni 2022 beobachtet. Aktuell notiert die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen knapp 22 Basispunkte unter dem bisherigen Verlaufshoch von 3,02 %. Diese wurde im Chart am 06. Oktober 2023 verankert. Dieser Renditeanstieg beeinflusste auch andere europäische Staatsanleihen, deren Renditen in ähnlichem Maße anstiegen. Mit diesem umfangreichen Finanzierungspaket zielen Union und SPD darauf ab, die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands zu stärken und die Infrastruktur zu modernisieren. Kapitalmarktexperten betrachten dies als eine der bedeutendsten Veränderungen in der deutschen Fiskalpolitik seit dem Zweiten Weltkrieg.

Heute warten auf die EZB - Morgen auf die US-Arbeitsmarktdaten


Die Finanzmärkte gehen fest davon aus, dass die Leitzinsen um weitere 0,25 Prozentpunkte gesenkt werden. Die quartalsweise aktualisierten Wirtschaftsprognosen der Notenbank dürften hingegen nur geringfügig angepasst werden und daher kaum Einfluss auf die Märkte haben. Spannend wird die Frage, ob die EZB das aktuelle Zinsniveau weiterhin als "restriktiv" einstuft. In letzter Zeit haben sich einige EZB-Direktoren, darunter Isabel Schnabel, dagegen ausgesprochen. In einem Interview mit der Financial Times betonte sie zudem, dass die EZB bald über eine Unterbrechung oder das Ende ihrer Zinssenkungen beraten müsse. Eine Änderung der bisherigen Wortwahl wäre ein erstes Signal in diese Richtung. In den USA richtet sich der Blick auf die morgige Veröffentlichung der Beschäftigungsdaten für Februar. Der letzte Arbeitsmarktbericht überraschte positiv, obwohl die Jobzuwächse hinter den Erwartungen zurückblieben, was wir unter anderem auf ungewöhnlich schlechte Wetterbedingungen zurückführen. Wir erwarten, dass diese Verzerrungen im Februar korrigiert werden, sodass das Jobwachstum auf über 300.000 Stellen ansteigen könnte. Zudem zeigen regionale Frühindikatoren eine verbesserte Stimmung. Wir rechnen mit einem erneuten Rückgang der Arbeitslosenquote, was die jüngsten Zinssenkungsspekulationen am US-Rentenmarkt dämpfen könnte. Den Blick in die Unternehmensbücher und somit die Veröffentlichung der Jahreszahlen gewähren heute die Deutsche Lufthansa, Merck, ProsiebenSat1, Siltronic und Zalando.


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