US-Angriffe auf Iran: DAX verliert letztlich -- Wall Street schließt grün -- Salesforce enttäuscht mit Gewinn -- Micron, ServiceNow, Snowflake, Rheinmetall, OHB, AMD, Microsoft, Dell, Bitcoin im Fokus
Raumfahrt-Aktien vor SpaceX-IPO im Blick. Siemens Energy: Rekordauftrag, Prognoseanhebung, aber KGV stört. Heidelberger Druck führt SDAX an. Ex-OpenAI-Forscher setzt auf Nebius. Goldpreis fällt, Ölpreise klettern. Deutsche Bank: Erste Hauptversammlung in Präsenz seit 2019. DEUTZ kauft Generatorenhersteller. Marvell: Starker Ausblick reicht nach Rally von 130 Prozent nicht.
Marktentwicklung
Der deutsche Aktienmarkt zeigte sich am Donnerstag mit Verlusten.
Der DAX gab anfänglich nach. Im Anschluss bewegte er sich immer wieder zwischen Nulllinie und Verlustzone hin und her. Kurzzeitig gelang ihm sogar der Sprung auf grünes Terrain. Letztlich zeigte er sich 0,34 Prozent tiefer bei 25.092,25 Punkten.
Der TecDAX eröffnete minimal stärker und gewann anschließend deutlicher hinzu. Er ging 1,4 Prozent höher bei 4.125 Zählern in den Feierabend - bei 4.126,72 Punkten konnte er sogar ein neues Rekordhoch markieren.
Im Mittelpunkt blieb erneut die Lage im Nahen Osten. Für zusätzliche Verunsicherung sorgte, dass das US-Militär nahe der Straße von Hormus eine iranische Stellung angegriffen hat, von der aus Drohnen gesteuert worden sein sollen. Darüber hinaus seien vier Drohnen abgeschossen worden, die nach Angaben eines US-Beamten eine Bedrohung für die Vereinigten Staaten dargestellt hätten. Die Maßnahmen seien "zurückhaltend, rein defensiv und auf die Aufrechterhaltung der Waffenruhe ausgerichtet" gewesen, hieß es weiter.
Zur kompletten Index-Übersicht hier klicken
Die europäischen Börsen gerieten am Donnerstag unter Druck.
Der EURO STOXX 50 eröffnete etwas tiefer und bewegte sich auch im weiteren Verlauf auf negativem Niveu. Er schloss den Handel 0,25 Prozent schwächer bei 6.055,11 Zählern.
Nach erneuten Angriffen der USA auf iranische Ziele gerieten die Märkte wieder unter Druck. Das vergleichsweise geringe Handelsvolumen deutete jedoch darauf hin, dass die Nervosität der Anleger bislang begrenzt bleibt. Gleichzeitig zieht der Brent-Ölpreis erneut an.
Neben den geopolitischen Entwicklungen rückten auch Inflations- und Zinssorgen stärker in den Fokus. In Südkorea wurde die Wachstumsprognose deutlich angehoben, während die Notenbank die Zinsen zunächst unverändert ließ. Marktteilnehmer rechnen daher spätestens im Juli mit einer Zinserhöhung durch die Bank of Korea, was insbesondere Technologiewerte belastet.
Zur kompletten Index-Übersicht hier klicken
Die Wall Street zeigte sich heute in Grün.
Der Dow Jones Industrial gewann zum Handelsstart minimal, rutschte anschließend jedoch direkt ins Minus ab. Im Tagesverlauf wechselte er mehrfach die Richtung. Schlussendlich ging er minimale 0,05 Prozent höher bei 50.668,39 Punkten aus der Sitzung.
Der Techwerteindex NASDAQ Composite ging knapp höher in die Sitzung und fiel danach ebenfalls direkt in die Verlustzone. Anschließend konnte er jedoch Gewinne verzeichnen und den Tag 0,91 Prozent stärker bei 26.917,47 Zählern beenden.
Sowohl der marktbreite Aktienindex S&P 500 als auch die technologielastigen Börsenbarometer NASDAQ 100 und NASDAQ Composite Index erreichten im Tagesverlauf Höchststände.
Für den Donnerstagshandel ließ sich an der Wall Street ein teilweise wechselhafter Handel beobachten. Neue US-Militärschläge gegen den Iran belasteten die Stimmung und dämpften die Hoffnungen auf ein baldiges Friedensabkommen. Diese Entwicklungen spiegelten sich prompt in wieder anziehenden Ölpreisen wider, was die volatile Tendenz am Energiemarkt nach den deutlichen Verlusten des Vortages fortsetzte.
Wie das Nachrichtenportal "Axios" unter Berufung auf zwei US-Regierungsvertreter berichtete, haben Unterhändler der USA und des Irans eine vorläufige Einigung auf ein Rahmenabkommen erzielt. Diese Informationen wurden inzwischen auch aus Branchenkreisen bestätigt. Damit der Deal rechtskräftig wird, steht allerdings noch die finale Genehmigung durch US-Präsident Donald Trump aus.
Zur kompletten Index-Übersicht hier klicken
Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich am Donnerstag überwiegend schwächer, teils mit deutlichen Kursverlusten.
In Tokio verbuchte der Nikkei 225 ein Minus von 0,47 Prozent auf 64.693.12 Punkte.
Auf dem chinesischen Festland stieg der Shanghai Composite derweil 0,12 Prozent auf 4.098,64 Zähler.
In Hongkong ging es für den Hang Seng 1,27 Prozent auf 25.006,16 Indexpunkte abwärts.
Belastet wurde die Stimmung durch neue militärische Spannungen zwischen den USA und dem Iran, die die Hoffnung auf eine baldige diplomatische Einigung zwischen beiden Staaten wieder schwinden lassen. Nach Angaben des US-Militärs wurde nahe der Straße von Hormus eine iranische Einrichtung attackiert, die zur Steuerung von Drohnen genutzt worden sein soll. Zudem seien vier Drohnen abgeschossen worden. US-Präsident Trump erklärte am Mittwoch außerdem, der Iran täusche sich, falls Teheran davon ausgehe, Washington werde zur Vermeidung eines langwierigen Konflikts von seiner harten Haltung abrücken.
Top Themen

News-Ticker
Goldpreis: Tiefster Stand seit zwei Monaten
(07:41 Uhr)Warum der Euro leicht fällt
(21:10 Uhr)Gold, Heizöl, Silber & Co. am Mittwochmittag
(13:17 Uhr)So bewegen sich Gold & Co. heute
(10:13 Uhr)Börse kompakt: 10 Fakten für den Mittwoch
(08:00 Uhr)