Zahlenflut: DAX schließt moderat höher -- US-Börsen uneinheitlich -- NVIDIA: Rekordzahlen -- Auftragsrekord bei HENSOLDT -- Bitcoin, D-Wave, Nutanix, AMD, Siemens Energy, Salesforce im Fokus
freenet: Dividende trotz verfehlter Jahresziele erhöht. VW-Manager fordern Millionen - Gerichtsstreit um Kündigungen. Gerresheimer: BaFin weitet Prüfung aus. Telekom will weiter wachsen. Allianz mit Rekordgewinn. ionQ übertrifft Erwartungen. Zoom enttäuscht beim Gewinn. NORMA startet Aktienrückkauf. Schaeffler setzt auf Robotik und Verteidigung. BVB verspielt die CL. Snowflake: Gewinn und Umsatz ziehen deutlicher an als erwartet. Munich Re übertrifft Ziele.
Marktentwicklung
Der deutsche Aktienmarkt bewegte sich am Donnerstag überwiegend in Grün.
Der DAX verlor zum Auftakt leicht, konnte sich jedoch im weiteren Handelsverlauf - nach einem kurzen Ausflug zurück an die Nulllinie - moderat ins Plus vorarbeiten. Er beendete den Handel 0,45 Prozent fester bei 25.289,02 Punkten.
Der TecDAX startete unterdessen kaum unbewegt bei 3.749,00 Punkten, tendierte dann höher, fiel am späten Nachmittag jedoch zurück an seinen Vortagesschlusskurs. Sein Schlussstand: 3.753,83 Punkte (+0,13 Prozent).
Nach der jüngsten Rückeroberung der 25.000-Punkte-Marke und angesichts zurückhaltend aufgenommener Zahlen von NVIDIA blieb die Kaufbereitschaft verhalten.
Weder die Chip-Ikone NVIDIA noch der Software-Riese Salesforce konnten die jüngst aufgekommenen Zweifel im Tech-Bereich vollständig zerstreuen. Insbesondere die Warnung von NVIDIA-Finanzchefin Collette Kress vor einem langfristig wachsenden Konkurrenzdruck aus China sorgte für aufhorchende Marktteilnehmer. Zwar präsentierte NVIDIA erneut beeindruckende Zahlen, doch für eine Fortsetzung des KI-Hypes reichte dies laut Thomas Altmann von QC Partners nicht aus. Die Investoren bleiben angesichts der aktuellen Lage vorerst in einer abwartenden, vorsichtigen Haltung.
Am heimischen Aktienmarkt sorgte eine regelrechte Flut an Jahreszahlen für Bewegung: Bei der Allianz wird die Geschäftsentwicklung trotz eines neuen Rekordgewinns eher verhalten bewertet. Auch die Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft übertraf zwar ihr Gewinnziel für 2025 trotz der Belastungen durch Waldbrände in den USA, blieb jedoch hinter den hohen Erwartungen der Analysten zurück. Die Deutsche Telekom lieferte ein gemischtes Bild. Positiver fielen die Reaktionen auf Scout24 aus, wo deutliche Zuwächse bei Umsatz und Ergebnis sowie ein optimistischer Ausblick für 2026 für Zuspruch sorgten. Einen herben Dämpfer gab es hingegen für die Papiere der AIXTRON wegen einer schwachen Prognose.
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Europas Börsen drehten am Donnerstag im Handelsverlauf knapp ins Minus.
Der EURO STOXX 50 startete minimal tiefer und legte im Verlauf zunächst leicht zu - bei 6.199,78 Zählern wurde sogar ein neuer Rekord erreicht. Dann drehte er jedoch knapp in die Verlustzone, wo er den Handel 0,18 Prozent leichter bei 6.161,96 Punkten beendete.
Obwohl die mit enormer Spannung erwarteten Quartalszahlen und der Ausblick des Chip-Giganten NVIDIA die Analystenschätzungen übertrafen, blieb die erhoffte euphorische Reaktion aus, da der Bericht offenbar nicht als der ersehnte Impulsgeber für eine neue Marktrally fungieren konnte. Deutliche Kursbewegungen gab es auch beim SAP-Wettbewerber Salesforce. Trotz solider Quartalsergebnisse hat der Ausblick des Konzerns die Erwartungen enttäuscht. CEO Marc Benioff zeigte sich in einer anschließenden Telefonkonferenz jedoch kämpferisch. Angesichts der jüngsten Verkaufswelle im Sektor betonte er: "Dies ist nicht unsere erste SaaS-Apokalypse." Benioff stellte klar, dass er sich von der aktuellen Marktskepsis gegenüber Softwareunternehmen nicht beirren lasse.
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Die US-Börsen präsentierten sich im Handel am Donnerstag uneinheitlich.
Der Dow Jones pendelte bei geringen Ausschlägen zwischen Gewinn- und Verlustzone hin und her, schlussendlich verzeichnete der US-Leitindex ein Plus von 0,04 Prozent und ging bei 49.499,51 Punkten aus dem Handel.
Deutlicher abwärts ging es unterdessen bei US-Techtiteln: Der NASDAQ Composite gab rutschte 1,18 Prozent ab und schloss bei 22.878,38 Zählern.
Trotz überzeugender Quartalsergebnisse des KI-Vorzeigekonzerns NVIDIA zeigte sich die Tech-Börse am Donnerstag mit schwächerer Tendenz. Die Investoren agierten weiterhin zurückhaltend, hieß es laut Experten. Schließlich seien die führenden Aktienmärkte weltweit - beflügelt vom Boom rund um Künstliche Intelligenz - zuvor von einem Rekordhoch zum nächsten geeilt, ehe Bedenken hinsichtlich möglicher disruptiver Auswirkungen der KI die Rally gebremst hatten. Es genüge inzwischen nicht mehr, die Erwartungen zu übertreffen, so Marktstratege Stephen Innes vom Vermögensverwalter SPI Asset Management laut dpa-AFX. Der KI-Zyklus sei bereits so weit vorangeschritten, dass sich Investoren zunehmend fragten, wie lange das Tempo noch aufrechterhalten werden könne.
Zudem sorgten nach dem Urteil des Obersten Gerichtshofs der Vereinigten Staaten anhaltende Zollunsicherheiten für Verunsicherung, nachdem US-Präsident Donald Trump umgehend alternative Schritte angekündigt hatte. Auch der Ausgang der Atomgespräche zwischen den USA und dem Iran bleibt offen. Im Extremfall könnte sogar ein militärisches Eingreifen der Vereinigten Staaten drohen.
Die wichtigsten Märkte in Fernost zeigten sich am Donnerstag uneinheitlich.
In Tokio legte der Nikkei 225 0,29 Prozent auf 58.753,39 Punkte zu, im Verlauf wurde bei 59.332,43 ein neuer Rekordstand erreicht.
Kaum Bewegung zeigte sich auch auf dem chinesischen Festland, wo der Shanghai Composite mit einem marginalen Abschlag von 0,01 Prozent bei 4.146,63 Zählern schloss.
Schwächer präsentiert sich daneben der Markt in Honggkong, wo der Hang Seng zuletzt 1,44 Prozent auf 26.381,02 Zähler einbüßt.
Im Mittelpunkt stand weiterhin das Thema Künstliche Intelligenz, nachdem US-nachbörslich KI-Riese NVIDIA überzeugende Zahlen vorgelegt hatte. In China hingegen schien die Dynamik vorerst gebremst, nachdem die zweitägige Rally nach den Neujahrsfeiertagen auslief. Trotz der über den Erwartungen liegenden Nvidia-Prognosen bleiben am Markt Restzweifel bezüglich der Lagerbestände und der künftigen Entwicklung des China-Geschäfts bestehen. Laut Charu Chanana, Chef-Anlagestrategin bei Saxo Markets, ist bei KI-Titeln weiterhin mit Schwankungen zu rechnen. Die Branche trete in eine Reifephase ein, in der Investoren verstärkt auf Disziplin bei den Ausgaben und konkrete Belege für die Monetarisierung achten. Der Fokus verschiebe sich nun auf die Qualität der Nachfrage und die Preissetzungsmacht in einem Umfeld mit zunehmendem Wettbewerb.
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