MÄRKTE USA/Wie gehabt - Ölpreis rauf und Aktienkurse runter

12.03.26 21:11 Uhr

DOW JONES--Wie schon am Vortag galt am Donnerstag an der Wall Street: Ölpreise rauf, Aktienkurse runter. Denn erneut kräftig verteuertes Erdöl drückte die US-Börsen. Öl der Sorte Brent kämpfte wieder mit der 100-Dollar-Marke je Barrel. die Internationale Energieagentur (IEA) hatte ihre Prognose für das Wachstum des Ölangebots 2026 drastisch gesenkt und erklärt, der Nahostkrieg stelle die größte Störung der globalen Energiemärkte aller Zeiten dar. US-Präsident Donald Trump räumte dem Verhindern einer iranischen Atombombe Priorität gegenüber den Ölpreise ein. Preistreibend für Rohöl waren auch neue Angriffen des Iran auf die Ölinfrastruktur der Nachbarländer und auf Handelsschiffe im Persischen Golf.

Weiterhin passierten kaum noch Tanker die wichtige Seestraße von Hormus - der Iran soll offenbar damit begonnen haben, diese zu verminen. Laut US-Energieminister Chris Wright ist die US-Marine derzeit noch nicht in der Lage, Tanker durch die Straße von Hormus zu eskortieren. "Solange die Engpässe rund um die Straße von Hormus anhalten, werden die Ölpreise hoch bleiben, was das Risiko erhöht, dass der Konflikt Auswirkungen auf die Wirtschaft hat", erläuterte Marktstratege Paul Hickey von Bespoke Investment Group. Die Ölpreise legten um rund 10 Prozent zu. Vor diesem Hintergrund verlor der Dow-Jones-Index 1,6 Prozent auf 46.678 Punkte, S&P-500 und Nasdaq-Composite büßten 1,5 bzw. 1,8 Prozent ein. An der Nyse wurden 620 (Mittwoch: 1.016) Kursgewinner gezählt, denen 2.135 (1.745) -verlierer gegenüberstanden. Unverändert schlossen 59 (62) Titel.

Gestiegene Ölpreise befeuerten die Inflationssorgen - in der Folge stiegen am Anleihemarkt die Renditen weiter. Für zehnjährige US-Staatsanleihen kletterten diese um 5 Basispunkte auf 4,25 Prozent. Die anhaltend hohen Energiepreise hievten die Wahrscheinlichkeit, dass die Fed die Zinsen in diesem Jahr nicht senken wird, laut FedWatch-Tool auf 43 Prozent - nach 17 Prozent vor einer Woche und nur 5 Prozent vor einem Monat. Die US-Konjunkturdaten setzten vor dem Hintergrund des Nahostkrieges erneut keine Impulse. Überlegungen zum Zinspfad würden aktuell vom Ölpreis bestimmt, nicht aber von Konjunkturdaten, hieß es. Auch für den "sicheren Hafen" Dollar ging es weiter nach oben - der Dollar-Index gewann 0,5 Prozent. Der Goldpreis gab 1,6 Prozent nach, belastet durch den festeren Dollar und weiter gestiegene Marktzinsen.

Der Finanzsektor im S&P-500 verlor 0,8 Prozent und zählte damit zu schwächsten Branchen. Am Markt machten Meldungen über Marktturbulenzen bei privaten Kreditfonds die Runde. Morgan Stanley büßten 4,1 Prozent ein und JP Morgan 1,7 Prozent. Nvidia reduzierten sich um 1,5 Prozent. Einer der Hauptkunden des Chipherstellers, Meta Platforms, hatte vier neue Generationen seiner maßgeschneiderten Chips für KI angekündigt. Die Meta-Aktie ermäßigte sich um 2,6 Prozent. UiPath büßten 8,2 Prozent ein. Die Automatisierungssoftwaregesellschaft hatte für das vierte Geschäftsquartal Zuwächse bei Umsatz und Gewinn gemeldet, aber für das Gesamtjahr eine Verlangsamung des Wachstums in Aussicht gestellt.

Firefly Aerospace schossen um 12,8 Prozent nach oben. Das Raumfahrtunternehmen meldete einen erfolgreichen Start seiner Mission Alpha Flight 7. Mit der Aussicht auf steigende Preise legten Mosaic und CF Industries um 7,5 und 13,3 Prozent zu. Durch den gestörten Schiffsverkehr wird Dünger knapp. Bumble haussierten um 34,2 Prozent - die Dating-App schnitt besser als erwartet ab.

Netskope brachen um 21,3 Prozent ein - das Cybersicherheitsunternehmen legte schwache Geschäftszahlen und einen ebensolchen Ausblick vor. Petco Health & Wellness haussierten um 34,6 Prozent. Trotz schwacher Quartalsergebnisse schlug CEO Joel Anderson einen optimistischen Ton an.

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INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

DJIA 46.677,85 -1,6 -739,42 47.417,27

S&P-500 6.672,62 -1,5 -103,18 6.775,80

NASDAQ Comp 22.311,98 -1,8 -404,16 22.716,14

NASDAQ 100 24.533,58 -1,7 -431,42 24.965,01

US-Treasuries Rendite +/- Tageshoch Tagestief

2 Jahre 3,73 +0,09 3,77 3,64

5 Jahre 3,86 +0,08 3,89 3,78

10 Jahre 4,25 +0,05 4,28 4,21

DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Mi, 17:08

EUR/USD 1,1515 -0,4 -0,0051 1,1566 1,1565

EUR/JPY 183,48 -0,2 -0,3700 183,85 183,7000

EUR/CHF 0,9045 +0,2 0,0019 0,9026 0,9029

EUR/GBP 0,8627 +0,0 0,0003 0,8624 0,8630

USD/JPY 159,34 +0,3 0,4000 158,94 158,8400

GBP/USD 1,3344 -0,5 -0,0067 1,3411 1,3396

USD/CNY 6,8689 +0,1 0,0034 6,8655 6,8655

USD/CNH 6,882 +0,1 0,0065 6,8755 6,8771

AUS/USD 0,7078 -1,0 -0,0073 0,7151 0,7147

Bitcoin/USD 70.481,96 -0,2 -164,63 70.646,59 70.360,95

ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

WTI/Nymex 96,15 +10,2 8,90 87,25

Brent/ICE 100,65 +9,4 8,67 91,98

Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

Gold 5.094,04 -1,6 -81,41 5.175,45

Silber 84,70 -1,3 -1,08 85,79

Platin 2.138,16 -1,4 -30,85 2.169,01

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf

(END) Dow Jones Newswires

March 12, 2026 16:11 ET (20:11 GMT)

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