MÄRKTE USA/Aktien leichter erwartet - Ölpreis zieht wieder an
Werte in diesem Artikel
Von Steffen Gosenheimer
DOW JONES--Nach der Erholungsbewegung am Mittwoch deutet sich für den Start an der Wall Street am Donnerstag eine etwas leichtere Tendenz an. Zwischenzeitlich hatten die Futures auf die US-Indizes auch schon etwas positiver ausgesehen, was zeigt, wie fragil die Lage angesichts der Unwägbarkeiten im Nahost-Konflikt ist. Zuletzt stützende Hoffnungen, dass die militärische Eskalation möglicherweise doch von kürzerer Dauer sein könnte, zumal am Vortag aus Geheimdienstkreisen angebliche Gesprächsbereitschaft des Iran kolportiert wurde, ebben aktuell wieder ab.
Zum einen feuerte Iran wieder eine Welle von Raketen auf Israel ab, zum anderen wird Mojtaba Khamenei, der Sohn des getöteten iranischen Obersten Führers, als Favorit für dessen Nachfolge gesehen, was darauf hindeutet, dass Teheran nicht bereit ist, dem Druck nachzugeben.
Dazu passend ziehen die Ölpreise wieder etwas an. Brent-Öl kostet über 2 Prozent mehr, über 83 Dollar, und nähert sich dem jüngsten Hoch um 85 Dollar. Auch der wieder steigende Dollar spricht für eine angespanntere Stimmung, zumal er als sicherer Hafen gilt. Der Euro gibt auf 1,1595 Dollar nach. Am Anleihemarkt steigen die Renditen weiter, im Zehnjahresbereich geht es um 4 Ticks nach oben auf 4,14 Prozent. Höhere Ölpreise dürften letztlich auch auf die Inflation durchschlagen, so die Überlegung dahinter. An den Benzinzapfsäulen spüren die Verbraucher dies bereits.
Die Konjunkturdaten des Tages dürften angesichts der derzeitigen Dominanz der geopolitischen Lage als Marktfaktor kaum eine Rolle spielen. Die wöchentlichen Arbeitsmarktdaten sind wie erwartet ausgefallen, die Importpreise sind im Januar einen Tick weniger gestiegen als erwartet. Allerdings stiegen die Lohnstückkosten im vierten Quartal deutlich stärker als vermutet, was den Renditen zusätzlich Auftrieb verleihen dürfte.
Broadcom überzeugt
Die Quartalsergebnisse des Halbleiter- und Softwareherstellers Broadcom sind über den Erwartungen ausgefallen. Die Umsätze im Bereich Künstliche Intelligenz haben sich mehr als verdoppelt. Dazu fiel der Ausblick besser als von Analysten erwartet aus. Das dürfte die Stimmung für Halbleiteraktien generell weiter aufhellen, die allerdings am Vortag teils bereits deutlich zulegten. Vorbörslich geht es für Broadcom um fast 5 Prozent nach oben, wohingegen bei Nvidia, AMD und Intel Gewinne mitgenommen werden.
Morgan Stanley werden knapp 1 Prozent niedriger gestellt. Die Bank baut laut Wall Street Journal rund 3 Prozent ihrer Belegschaft ab, entsprechend etwa 2.500 Mitarbeitern.
Die Ticketbörse Stubhub verzeichnete einen Quartalsverlust und einen Umsatzrückgang. Für die Aktie geht es um über 14 Prozent nach unten. Cracker Barrel Old Country Store legen dagegen um 8,4 Prozent zu, nachdem die Restaurantkette über erste Früchte ihrer Sanierungsbemühungen berichtete.
Okta geben gut 1 Prozent nach. Der Experte für Identitätsmanagement und Sicherheit hat zwar einen besser als erwarteten Gewinn erzielt, allerdings enttäuscht der Ausblick etwas.
Trade Desk machen einen Satz um 21 Prozent. Hier treibt die Nachricht von "The Information" unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen, dass OpenAI Gespräche über den Ausbau seines Werbegeschäfts mit Trade Desk führen solle.
Veeva Systems schnellen um 8,2 Prozent nach oben, nachdem der Anbieter von Cloud-Lösungen für die Life-Sciences-Branche die Gewinn- und Umsatzerwartungen für das vierte Geschäftsquartal übertroffen hat. Veeva hatten in den vergangenen Wochen im Zuge des heftigen Ausverkaufs von Softwareaktien mnoch stark nachgegeben.
Kroger hat im vierten Geschäftsquartal einen höheren Gewinn und Umsatz verzeichnet. Für 2026 prognostiziert die Supermarktkette weiteres Wachstum, wenn auch mit einer langsameren Rate als im Vorjahr. Der Kurs verliert auf Nasdaq.com knapp 3 Prozent.
Rückenwind für Aktien von Energieanbietern könnte die Nachricht bringen, dass Alphabet, Microsoft, Meta Platforms, Oracle und Amazon zugesagt haben, mehr für Strom zu bezahlen, um zu verhindern, dass KI-Rechenzentren die Stromrechnungen der Verbraucher in die Höhe treiben.
US-Treasuries Rendite +/- Tageshoch Tagestief
2 Jahre 3,59 +0,05 3,60 3,55
5 Jahre 3,73 +0,06 3,74 3,68
10 Jahre 4,14 +0,06 4,14 4,09
DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Di, 17:25 Uhr
EUR/USD 1,1601 -0,3 -0,0032 1,1633 1,1593
EUR/JPY 182,93 +0,1 0,2400 182,69 182,9200
EUR/CHF 0,906 -0,0 -0,0002 0,9062 0,9072
EUR/GBP 0,8686 -0,1 -0,0010 0,8696 0,8704
USD/JPY 157,64 +0,4 0,6100 157,03 157,7700
GBP/USD 1,3353 -0,1 -0,0019 1,3372 1,3315
USD/CNY 6,8912 -0,1 -0,0057 6,8969 6,8996
USD/CNH 6,9108 +0,3 0,0183 6,8925 6,9232
AUS/USD 0,7033 -0,6 -0,0040 0,7073 0,7018
Bitcoin/USD 72.590,31 -1,0 -756,24 73.346,55 68.941,37
ROHOEL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
WTI/Nymex 77,07 +3,2 2,41 74,66
Brent/ICE 83,35 +2,4 1,95 81,40
Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
Gold 5.115,99 -0,4 -19,33 5.135,32
Silber 82,60 -1,0 -0,81 83,41
Platin 2.147,15 -0,1 -1,35 2.148,50
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/DJN/gos/kla
(END) Dow Jones Newswires
March 05, 2026 09:14 ET (14:14 GMT)
Übrigens: AMD (Advanced Micro Devices) und andere US-Aktien sind bei finanzen.net ZERO sogar bis 23 Uhr handelbar (ohne Ordergebühren, zzgl. Spreads). Jetzt kostenlos Depot eröffnen und Neukunden-Bonus sichern!
Ausgewählte Hebelprodukte auf AMD (Advanced Micro Devices)
Mit Knock-outs können spekulative Anleger überproportional an Kursbewegungen partizipieren. Wählen Sie einfach den gewünschten Hebel und wir zeigen Ihnen passende Open-End Produkte auf AMD (Advanced Micro Devices)
Der Hebel muss zwischen 2 und 20 liegen
| Name | Hebel | KO | Emittent |
|---|
| Name | Hebel | KO | Emittent |
|---|
