Goldpreis: Hochspannung vor Fed-Pressekonferenz

Im Vorfeld der heutigen Fed-Entscheidung kommt der Goldpreis im frühen Mittwochshandel kaum vom Fleck.
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von Jörg Bernhard
Es wird allgemein erwartet, dass die Fed die Zinsen unverändert lässt. Neue Impulse könnte allerdings die für 19.30 Uhr anberaumte Pressekonferenz mit Fed-Chef Jerome Powell liefern. "Falkenhafte Töne" könnten die Krisenwährung trotz wachsender Inflationsängste tendenziell belasten. Laut FedWatch-Tool des Terminbörsenbetreibers CME Group gilt es als wahrscheinlich, dass wir erst Mitte September niedrigere Leitzinsen als heute sehen werden. Unterdessen treffen sich in dieser Woche auch die Zentralbanken in Großbritannien, der Eurozone, Japan, Kanada, der Schweiz und Schweden zu ihren ersten geldpolitischen Entscheidungen seit Beginn des Iran-Kriegs. Die Tötung des iranischen Sicherheitschefs Ali Larijani durch Israel, der ranghöchste seit Beginn des US-israelischen Krieges ins Visier genommene Funktionär, hat die Spannungen weiter verschärft. Ein hochrangiger iranischer Vertreter erklärte, dass der neue oberste Führer des Landes Vorschläge zur Deeskalation, die über Vermittlerstaaten übermittelt wurden, abgelehnt habe.
Am Mittwochmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit stabilen Notierungen. Bis 7.30 Uhr (MEZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (April) um 4,50 auf 5.012,70 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: Anhaltend hohe Volatilität
Der Ölpreis fiel im frühen Mittwochshandel deutlich zurück und gab damit einen Teil der starken Gewinne vom Dienstag wieder ab. Grund: Die irakische Regierung und die kurdischen Behörden haben eine Einigung erzielt, die Ölexporte über den türkischen Hafen Ceyhan wieder aufzunehmen. Dies sorgte für eine gewisse Entspannung bei den Sorgen über die Versorgung aus dem Nahen Osten, wenngleich am Persischen Golf die Lage eher eskaliert. Für zusätzlichen Verkaufsdruck sorgte auch der am Dienstagabend veröffentlichte Bericht des American Petroleum Institute, der ein unerwartetes Lagerplus in Höhe von 6,6 Millionen Barrel ausgewiesen hat. Nun warten die Akteure an den Ölmärkten auf den Wochenbericht der Energy Information Administration (15.30 Uhr). Analysten rechnen mit einem Rückgang der gelagerten Ölmengen um 1,3 Millionen Barrel.
Am Mittwochmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit fallenden Notierungen. Bis gegen 7.30 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Future um 3,85 auf 92,36 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 2,67 auf 100,75 Dollar zurückfiel.
Redaktion finanzen.net
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