Verunsicherung Italien

Nach tiefstem Stand seit Mitte August: Darum bewegt sich der Euro kaum

26.10.18 17:04 Uhr

Nach tiefstem Stand seit Mitte August: Darum bewegt sich der Euro kaum | finanzen.net

Am Nachmittag wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1381 US-Dollar gehandelt und damit etwa zum gleichen Kurs wie am Morgen.

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Devisen

0,1235 EUR 0,0001 EUR 0,04%

8,1044 CNY 0,0026 CNY 0,03%

0,8760 GBP 0,0000 GBP 0,00%

9,2430 HKD 0,0009 HKD 0,01%

184,3530 JPY 0,0000 JPY 0,00%

1,1815 USD 0,0010 USD 0,08%

1,1416 EUR -0,0005 EUR -0,04%

0,0054 EUR 0,0000 EUR -0,04%

0,8464 EUR -0,0001 EUR -0,01%

Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1345 (Donnerstag: 1,1416) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8815 (0,8760) Euro.

Zeitweise war der Euro unter Druck geraten. Am frühen Nachmittag fiel der Kurs bis auf 1,1336 Dollar und damit auf den tiefsten Stand seit Mitte August. Erneut sorgte Italien für Verunsicherung an den Finanzmärkten. So hat die italienische Notenbank laut eines Berichts der Tageszeitung "La Stampa" die Geschäftsbanken des Landes aufgefordert, einen Überblick über ihre Bestände an Staatsanleihen zu liefern. Eine weitere Verschlechterung der Lage am italienischen Anleihemarkt könnte auch die Banken in Schwierigkeiten bringen, da sie hohe Bestände an heimischen Papieren halten.

Am Abend könnte zudem die Ratingagentur Standard & Poor's ihre Bewertung für die Kreditwürdigkeit von Italien anpassen. Es wird zumindest eine Herabsetzung des Ausblicks für die Note erwartet. Auch eine Herabstufung wird angesichts des schwelenden Konflikt des Landes mit der EU-Kommission über den Staatshaushalt nicht ausgeschlossen.

Das robuste Wirtschaftswachstum in den USA bewegte den Devisenmarkt hingegen kaum. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Zeitraum Juli bis September um auf das Jahr hochgerechnete 3,5 Prozent gewachsen. "Die USA schalten also beim Wachstum in einen kleineren Gang", kommentierte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank. Dies habe aber durchaus auch positive Aspekte: "Ein gemäßigteres Wachstum vermeidet eine Überhitzung." Die Fed werde also nicht gezwungen sein, von ihrem Kurs der lediglich moderaten Zinsanhebungen abzuweichen. Zinserhöhung stützen tendenziell eine Währung.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,88680 (0,88533) britische Pfund, 127,13 (128,27) japanische Yen und 1,1367 (1,1407) Schweizer Franken fest. Der Preis für eine Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London auf 1233,85 (1230,80) Dollar festgesetzt.

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FRANKFURT (dpa-AFX)

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