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Tagesgeld oder Festgeld: Welche Anlageform bringt in der aktuellen Zinslage mehr?

04.04.25 23:45 Uhr

Tagesgeld oder Festgeld: Welche Anlageform bringt in der aktuellen Zinslage mehr? | finanzen.net

Die Entscheidung zwischen Tagesgeld und Festgeld stellt viele Sparer vor eine Herausforderung. Beide Anlageformen bieten verschiedene Vor- und Nachteile, je nach der individuellen finanziellen Situation und den Zielen des Anlegers. Doch wo liegt aktuell das größere Potenzial für Rendite?

Tagesgeld und Festgeld zählen zu den beliebtesten Anlageformen. Sie bieten sichere, risikoarme Möglichkeiten, Geld zu parken und gleichzeitig Zinsen zu erzielen. Doch während Tagesgeldkonten flexible Verfügbarkeit bieten, sind Festgeldanlagen in der Regel fest an eine Laufzeit gebunden. Dieser Artikel hilft Ihnen dabei, die Unterschiede und Vorteile beider Varianten zu verstehen, um eine fundierte Entscheidung treffen zu können.

Was ist ein Tagesgeldkonto?

Ein Tagesgeldkonto bietet dem Sparer täglich Zugriff auf das investierte Kapital. Die Zinssätze sind variabel und können regelmäßig angepasst werden, je nach Marktlage. Die Consorsbank* lockt aktuell Neukunden mit einem attraktiven Tagesgeldzins von 3,05 % für die ersten drei Monate. Dies bedeutet Flexibilität, aber auch das Risiko schwankender Zinsgewinne. In der Regel ist das Tagesgeld vor allem für kurzfristige Finanzpläne geeignet, wobei die Consorsbank* Einlagen bis 1 Million Euro mit vierteljährlicher Zinsgutschrift und kostenloser Depotführung kombiniert.

Vorteile von Tagesgeld: Hohe Flexibilität, täglicher Zugriff auf das Guthaben, meist keine Mindestanlage

Nachteile von Tagesgeld: Niedrigere Zinsen im Vergleich zu Festgeld, variable Zinssätze

Aktuell sollten Sparer darauf achten, Vergleichsportale zu nutzen, um die besten Tagesgeldzinsen zu finden, da die Konditionen stark variieren können.

Festgeld: Eine rentable, aber gebundene Option

Festgeldkonten erfordern, dass das Geld für eine festgelegte Laufzeit, oft zwischen 1 bis 5 Jahren, auf dem Konto verbleibt. Dafür profitieren Anleger von garantierten Zinssätzen über die gesamte Laufzeit. Die Crédit Agricole* bietet aktuell Festgeldzinsen von bis zu 2,50 % pro Jahr bei Laufzeiten zwischen einem Monat und sieben Jahren, wobei die Mindesteinlage bei 5.000 Euro liegt und die Zinsen jährlich auf ein Referenzkonto ausgeschüttet werden. Dies bietet Planungssicherheit, aber auch weniger Flexibilität.

Vorteile von Festgeld: Feste Zinssätze, sichere Renditeplanung, ideal für langfristige Sparziele

Nachteile von Festgeld: Kein Zugriff auf das Geld während der Laufzeit, mögliche Mindesteinlage

Beim Festgeld ist es ratsam, die Laufzeit entsprechend seinen Zielen zu wählen, da vorzeitige Kündigungen oft mit Gebühren verbunden sind.

Aktuelle Marktbedingungen und Zinstrends

Zurzeit sind die Zinssätze für beide Anlageformen insgesamt niedrig. Banken bieten jedoch Angebote für Neukunden, die sich lohnen können. Der Unterschied zwischen Tages- und Festgeldzinsen ist allerdings spürbar - mit Festgeldern, die oft die besseren Renditen abwerfen, solange das Kapital gebunden bleibt.

Praktische Tipps für die Entscheidung

  1. Überprüfen Sie Ihre finanziellen Ziele: Kurzfristige Flexibilität oder langfristige Planung?
  2. Nutzen Sie Bankvergleiche: Finden Sie die besten aktuellen Angebote für Tages- und Festgeldzinsen.
  3. Betrachten Sie Mischformen: Zum Beispiel das Einrichten eines Teils des Geldes in Tagesgeld für Flexibilität und den Rest in Festgeld für bessere Zinsen.
  4. Achten Sie auf Sonderaktionen: Viele Banken bieten interessante Konditionen für Neukunden.

Checkliste - Tagesgeld oder Festgeld

  • Tagesgeld bietet Flexibilität bei täglichem Zugriff auf das Kapital.
  • Festgeld garantiert feste Zinssätze für eine im Voraus bestimmte Laufzeit.
  • Aktuell sind Festgeldzinsen im Vergleich zu Tagesgeldzinsen oft vorteilhafter.
  • Erkundigen Sie sich über Angebotsaktionen und nutzen Sie Vergleichsportale.

Die besten Anbieter im Tagesgeld

Consorsbank*: Bietet Neukunden einen Zinssatz von 3,05 % p.a. für drei Monate, danach 1,00 % p.a., mit einer Maximaleinlage von bis zu 1 Millionen Euro.

TF Bank*: Lockt mit einem Zinssatz von 2,95 % p.a. für drei Monate, danach 1,45 % p.a., bei einer Maximaleinlage von bis zu 100.000 €.

ING*: Garantiert Neukunden 2,75 % p.a. für vier Monate, danach 1,00 % p.a., mit einer Maximaleinlage von bis zu 250.000 €.

comdirect*: Bietet Neukunden 1,50 % p.a. für drei Monate, danach 0,75 % p.a., mit einer Maximaleinlage von bis zu 1.000.000 €.

Suresse Direkt Bank*: Ermöglicht Neukunden einen Zinssatz von 2,60 % p.a. für vier Monate, danach 2,40 % p.a. Basiszins, mit einer Maximaleinlage von bis zu 999.999 €.

Die besten Anbieter im Festgeld

Crédit Agricole*: Bietet Zinsen bis zu 2,60 % p.a. bei Laufzeiten von 1 Monat bis 7 Jahren, Mindesteinlage 5.000 € und maximale Einlage von 500.000 € mit jährlicher Zinsgutschrift.

pbb direkt*: Garantiert bis zu 2,70 % p.a. für 12-36 Monate, Mindesteinlage 5.000 €, unbegrenzte Maximaleinlage und zusätzliche freiwillige Einlagensicherung über den BdB.

Umweltbank*: Bietet Zinsen bis 2,00 % p.a. bei Laufzeiten bis 10 Jahre, Mindestanlage 2.500 € und Fokus auf nachhaltige Investments.

Hanseatic Bank*: Lockt mit Zinsen bis 2,55 % p.a. bei Laufzeiten bis 6 Jahre, bei einer Mindestanlage von 2.500 €.

SWK Bank*: Ermöglicht bis zu 2,25 % p.a. für 6-12 Monate, Mindestanlage 10.000 €, unbegrenzte Maximaleinlage und deutsche Einlagensicherung bis 100.000 €.

Fazit - Welche Option bei der Geldanlage wählen?

Die Wahl zwischen Tagesgeld und Festgeld hängt stark von Ihren individuellen Zielen ab. Wer kurzfristige Liquidität benötigt, sollte zum Tagesgeldkonto greifen. Für Anleger mit festen finanziellen Zielen und der Möglichkeit, ihr Geld langfristig zu binden, kann ein Festgeldkonto eine rentablere Wahl darstellen. Beide Anlageformen haben ihre Berechtigung und können, je nach Lebenssituation und Marktlage, intelligent kombiniert werden.




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