OTS: Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp) e.V. / Pfandbriefbanken ziehen ...

03.04.25 11:14 Uhr

Pfandbriefbanken ziehen für 2024 positive Bilanz

Berlin / Frankfurt (ots) -

- vdp-Institute steigern Volumen ausgereichter Immobiliendarlehen

Wer­bung

- Immobilienpreise lassen zweijährige Abwärtsentwicklung hinter sich

- Pfandbrief-Absatz und -Umlauf weiter auf hohem Niveau

Die im Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp) zusammengeschlossenen Institute

ziehen für das Geschäftsjahr 2024 ein positives Fazit. Ausschlaggebend ist dafür

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zum einen, dass die 2022 eingetretene Abwärtsentwicklung am Immobilienmarkt im

Jahresverlauf in eine Seitwärtsbewegung überging und sich am Jahresende sogar in

eine leichte Aufwärtsentwicklung umkehrte - abzulesen an stabilisierten bzw.

leicht angezogenen Immobilienpreisen sowie am Anstieg des ausgereichten Volumens

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an Immobiliendarlehen. Zum anderen stießen Pfandbriefe im vergangenen Jahr

erneut auf eine große Nachfrage, so dass die vdp-Mitgliedsinstitute wieder einen

hohen Pfandbrief-Absatz verzeichnen konnten.

"Mit dem anspruchsvollen Marktumfeld im Jahr 2024 sind die Pfandbriefbanken gut

zurechtgekommen."

Gero Bergmann

Das Jahr 2024 sei für Pfandbriefbanken von großer Intensität geprägt gewesen.

Vor allem das Übermaß an Regulierung, die durch den Bruch der

Regierungskoalition verursachte Unsicherheit sowie die zunehmenden

geopolitischen Krisen und Risiken standen für die Institute im Fokus. "Mit

diesem nach wie vor anspruchsvollen Marktumfeld sind unsere Institute erneut gut

zurechtgekommen - auch dank ihrer soliden Kapitalausstattung und besonnenen

Risikopolitik in ihrem auf erstrangiger Besicherung basierenden Kreditgeschäft",

betonte vdp-Präsident Gero Bergmann auf der heutigen Jahrespressekonferenz des

Verbands.

Positiv bewertete er die aktuelle Lage an den Märkten: "Der Immobilienmarkt hat

insgesamt die Phase der Bodenbildung erreicht, darauf deutet die

Preisentwicklung in den vergangenen Quartalen hin. Wohnimmobilienpreise weisen

sogar schon wieder ein leichtes Wachstum auf. Etwas angezogen hat auch wieder

das Immobilienfinanzierungsgeschäft unserer Institute. Wir hoffen nun auf die

dringend notwendigen wirtschafts- und wohnungspolitischen Impulse, die auch dem

Immobiliensektor den erforderlichen Schub geben." Mit Blick auf den Kapitalmarkt

stellte er positiv heraus, dass Pfandbriefe erneut auf eine starke Nachfrage

gestoßen seien und sich die Spreads für unbesicherte Bankanleihen deutlich

eingeengt hätten, was als großes Investorenvertrauen in die Resilienz der

Institute zu sehen sei.

"Das in Aussicht gestellte Milliardenpaket kann Deutschland viele

wirtschaftliche Impulse geben. Wichtig ist, dass dabei auch in die Schaffung

bezahlbaren Wohnraums investiert wird."

Gero Bergmann

Bergmanns Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr fiel differenziert aus: Seit

Amtsübernahme der neuen US-Administration sei die Welt noch unruhiger geworden.

Dies trübe das Geschäftsklima. Hinzu käme, dass die Unternehmen hierzulande

durch die überbordende Bürokratie belastet würden. "Das in Aussicht gestellte

Milliardenpaket kann Deutschland viele wirtschaftliche Impulse geben. Wichtig

ist aber, dass nicht nur in die Sicherheit, die Infrastruktur und den

Klimaschutz investiert wird, sondern auch in die Schaffung bezahlbaren

Wohnraums." Parallel dazu bedürfe es unabdingbar eines wirksamen und umfassenden

Bürokratieabbaus.

Mit einem weiteren Anstieg der Bund-Renditen und der Zinsen in diesem Jahr - als

Folge der angekündigten milliardenschweren Verschuldung und der damit

finanzierten Investitionen - rechnet der vdp-Präsident nicht: "Deutschlands

absehbar neue Schulden könnten die aktuelle Erholungsdynamik auf dem

Immobilienmarkt 2025 etwas bremsen, aber sie werden sie nicht stoppen." Alles in

allem blicke er für das laufende Geschäftsjahr optimistisch auf die

Geschäftsaussichten der Pfandbriefbanken.

- Entwicklungen am Immobilienmarkt

Immobilienpreise 2024 gestiegen

Die zur Jahresmitte 2022 begonnene Preiskorrektur am deutschen Immobilienmarkt

kam im Jahr 2024 zu ihrem Ende. Insgesamt stand für die Immobilienpreise im

vierten Quartal 2024 - verglichen mit dem Vorjahresquartal - sogar ein leichter

Anstieg in Höhe von 1,8 % zu Buche.

Während bei den Preisen von Wohnimmobilien im Abschlussquartal 2024 zum dritten

Mal in Folge ein Zuwachs zu verzeichnen war (+2,1 %), befanden sich

Gewerbeimmobilienpreise zwischen Oktober und Dezember 2024 noch in der

Stabilisierungsphase - sie legten erstmals seit mehr als zwei Jahren leicht zu

(+0,5 %).

"Auf dem Wohnimmobilienmarkt können wir bereits von einer Trendwende sprechen."

Gero Bergmann

"Das leichte Plus bei den Immobilienpreisen im Jahr 2024 zeigt, dass die

Bodenbildung stattgefunden hat", stellte Bergmann fest. "Auf dem

Wohnimmobilienmarkt können wir bereits von einer Trendwende sprechen, da sich

die Preise für Wohnimmobilien bereits seit mehreren Quartalen leicht positiv

entwickeln." Der Gewerbeimmobilienmarkt hingegen bewege sich weiterhin eher

seitwärts.

Die schwache wirtschaftliche Entwicklung und die im Zuge der Corona-Pandemie

ausgeweiteten Homeoffice-Regelungen belasteten dabei vor allem die Nachfrage

nach Büroflächen, berichtete Bergmann. Er zeigte sich aber überzeugt, dass die

Homeoffice-Quote in den nächsten Jahren abnehmen werde: "Es gibt einen Trend

zurück ins Büro - im Ausland bereits stärker als in Deutschland." Für das

Gesamtjahr 2025 rechnet der vdp mit weiterhin leicht steigenden Wohn- und sich

weiter stabilisierenden Gewerbeimmobilienpreisen.

Darlehenszusagen der Pfandbriefbanken summieren sich 2024 auf 121,1 Mrd. Euro

Der leichte Anstieg bei den Preisen ging einher mit einer höheren Nachfrage nach

Finanzierungen: Die Zusagen der vdp-Mitgliedsinstitute für Immobiliendarlehen

summierten sich im Jahr 2024 auf 121,1 Mrd. Euro und lagen damit 8,5 % über dem

Vorjahresvolumen (Vj.: 111,6 Mrd. Euro). Zu dieser positiven Entwicklung trug

besonders die Finanzierung von Wohnimmobilien bei, deren Volumen um 14,9 % auf

74,9 Mrd. Euro zulegen konnte. Die Darlehenszusagen für Gewerbeimmobilien

hielten dagegen mit 46,2 Mrd. Euro ungefähr ihr Vorjahresvolumen (-0,4 %).

Ihren Status als dominierende Gewerbe-Assetklasse untermauerten wie in den

Vorjahren die Büroimmobilien: Mit einem Volumen von 23,8 Mrd. Euro lagen die

Darlehenszusagen für Büros nicht nur leicht oberhalb ihres Vorjahresvolumens von

23,4 Mrd. Euro, sondern auch fast doppelt so hoch wie die Kredite für die auf

Rang zwei liegenden Einzelhandelsimmobilien, die im vergangenen Jahr ein

Darlehensvolumen von 12,3 Mrd. Euro erreichten. Mit größerem Abstand folgten die

Zusagen für Hotels (3,0 Mrd. Euro).

"Eine Belebung ist festzustellen, vor allem getragen durch die Entwicklung am

Wohnimmobilienmarkt."

Gero Bergmann

"Investoren haben den Immobilienmarkt im Jahr 2024 wiederentdeckt. Das

Transaktionsvolumen lag zwar erwartungsgemäß deutlich unterhalb der Werte aus

den Boomjahren vor und während der Corona-Pandemie. Eine Belebung ist inzwischen

aber wieder festzustellen, vor allem getragen durch die Entwicklung am

Wohnimmobilienmarkt", sagte Bergmann. Er führte dies vor allem auf die

gestiegenen Immobilienrenditen zurück, deren Annäherung an die

Renditeerwartungen der Investoren fortgeschritten sei. Mit Blick auf das

laufende Jahr rechne er mit einer Fortsetzung der jüngsten Entwicklung.

- Aktuelle Regulierungsthemen

vdp plädiert für kritische, ergebnisoffene Bestandsaufnahme aktueller

Regulierung

vdp-Hauptgeschäftsführer Jens Tolckmitt betonte, dass Überregulierung und

lähmende Bürokratie das große Wachstumspotenzial hemmten, das weiterhin in

Deutschland stecke. Um Innovationsblockaden aufzubrechen, sei eine kritische,

ergebnisoffene Bestandsaufnahme der aktuellen Regulierung unerlässlich, gerade

in dem für die Finanzierung des Wachstums so zentralen Finanzsektor.

"Es darf nicht nur bei vereinzelten Leuchtturm-Maßnahmen bleiben."

Jens Tolckmitt

"Ein Regulierungsmoratorium ist überfällig", hob Tolckmitt hervor. "Der Abbau

unsachgemäßer Regulierung darf nicht nur ein politisches Lippenbekenntnis sein,

sondern muss auch tatsächlich umgesetzt werden, um Wachstum effektiv zu fördern.

Dabei darf es nicht nur bei vereinzelten Leuchtturm-Maßnahmen bleiben."

Wohnungsnot: Es braucht politische Impulse für mehr Marktdynamik

Schon seit Jahren weist der vdp auf den zunehmenden Wohnungsmangel hin, der vor

allem in den Metropolen immer dramatischere Ausmaße annimmt. Aus Sicht des vdp

sind die administrativen Strukturen nicht geeignet, um die komplexen

wohnungspolitischen Herausforderungen zu bewältigen. Die Entscheidung der

bisherigen Bundesregierung für ein eigenständiges Bundesbauministerium sei zwar

richtig gewesen, jedoch hätten dessen Befugnisse nicht ausgereicht, um

eigenständig die nötigen Impulse zu setzen. Aus diesem Grund plädiert der vdp

dafür, ein weiterhin eigenständiges Bundesbauministerium mit erweiterten

Kompetenzen - zum Beispiel für die energetische Sanierung von Bestandsgebäuden -

auszustatten.

Als weiteres Hemmnis für den Wohnungsmarkt erkennt der vdp die hohen

Erwerbsnebenkosten für Eigenheim-Nutzer, die den Druck auf den Mietwohnungsmarkt

weiter verstärkten: "Um die Nachfrage nach Wohneigentum zu erhöhen, bietet sich

eine Senkung und Flexibilisierung der Grunderwerbsteuer für Selbstnutzer an",

sagte Tolckmitt. Angesichts der hohen Finanzierungskosten, die die Umsetzung von

großen Wohnungsbauprojekten erschwerten, spricht sich der vdp für temporäre

staatliche Ausfallgarantien für 80 % von Darlehen aus, die der Schaffung

bezahlbaren Wohnraums dienen sollen. Mit dieser Maßnahme könnte der Markt, der

unter den gestiegenen Kreditzinsen leidet, stimuliert werden, ohne zugleich den

Staat spürbar zu belasten. Denn die Gesamtverluste betrugen in diesem

Geschäftsfeld BaFin-Angaben zufolge zuletzt lediglich 0,02 % des ausgereichten

Darlehensvolumens, der Bürgschaftsfall würde mithin kaum eintreten. Dass sich in

den Koalitionsgesprächen von CDU/CSU und SPD ein Prüfauftrag für solche

staatlichen Garantien abzeichnet, wertet der vdp als vielversprechenden Ansatz.

Allerdings würden die Koalitionäre auch Maßnahmen wie die Verlängerung der

Mietpreisbremse und eine Verschärfung der Kappungsgrenze planen, die der

dringend notwendigen Schaffung neuen Wohnraums entgegenstünden, so Tolckmitt.

Makroprudenzielle Puffer: Aufsicht sollte positive Marktentwicklung würdigen

Dringenden Anpassungsbedarf mahnte der vdp auch bei den von der BaFin verhängten

makroprudenziellen Puffern an, allen voran beim sektoralen Systemrisikopuffer

für Wohnimmobilienfinanzierungen. Vor dem Hintergrund des stabilen

Wohnimmobilienmarktes und der strukturell unproblematischen Kreditvergabe seien

die von der Aufsicht bei der Puffer-Einführung vorgetragenen Argumente längst

überholt.

"Wir fordern die Rücknahme des sektoralen Systemrisikopuffers für

Wohnimmobilienfinanzierungen."

Jens Tolckmitt

Die eingetretenen Verbesserungen des Marktumfelds würden aufsichtsseitig außer

Acht gelassen, stattdessen werde die Rechtfertigung der Puffer immer wieder

angepasst. Das müsse ein Ende haben, erklärte Tolckmitt: "Da inzwischen jegliche

fundamentale Berechtigung fehlt, fordern wir die Rücknahme des sektoralen

Systemrisikopuffers." Er verwies dabei auf die hemmende Wirkung des Puffers auf

die Kreditvergabe.

Sustainable-Finance-Regulierung: Praxistauglichkeit muss erhöht werden

Die Ankündigungen der EU-Kommission, speziell die europäische

Sustainable-Finance-Regulierung entschlacken zu wollen, begrüßen die

Pfandbriefbanken. Ihre Kritik am bestehenden Regelwerk richte sich insbesondere

gegen die fehlende Praxistauglichkeit der EU-Taxonomie, erläuterte Tolckmitt.

Beispielsweise verfolgten EU-Taxonomie und EU-Gebäuderichtlinie (EPBD)

entgegengesetzte Ansätze zur Erreichung desselben Ziels. Der vdp spricht sich

eindeutig für den sogenannten Worst-first-Ansatz der EPBD aus, der vorsieht,

zunächst die Energieeffizienz der Gebäude mit dem größten Optimierungspotenzial

zu verbessern. In diesem Zusammenhang forderte der Verband auch die Angleichung

der Energieeffizienzanforderungen der Taxonomie an die nationalen Vorgaben für

Niedrigstenergiegebäude anstelle der heute verankerten Unterschreitung. Es gebe

keinen Grund, warum die Energieanforderungen auf EU-Ebene noch strenger sein

müssten als die nationalen Regeln, unterstrich Tolckmitt.

"Die Sustainable-Finance-Regulierung sollte so ausgerichtet werden, dass sie die

Erreichung des politisch gesetzten Ziels auch tatsächlich unterstützt."

Jens Tolckmitt

Zudem wies er darauf hin, dass die Anforderungen für die Taxonomiekonformität

von Wirtschaftsaktivitäten derzeit viel zu hoch seien. Der vdp plädiert unter

anderem dafür, dass nicht nur Renovierungsmaßnahmen, die den Primärenergiebedarf

von Gebäuden um mindestens 30 % reduzieren, als taxonomiekonform gelten sollten,

sondern auch solche, die gemäß einem festgelegten Transformationspfad

Energieeinsparungen erzielen. Zudem müsse die Bedeutung der so genannten

Do-No-Significant-Harm (DNSH)-Kriterien deutlich reduziert werden. Insgesamt

komme es darauf an, die Sustainable-Finance-Regulierung so auszurichten, dass

sie die Erreichung der politisch gesetzten Ziele auch tatsächlich unterstütze.

Basel III: Level-Playing-Field rückt in weite Ferne

Während die Umsetzung der im vergangenen Jahr beschlossenen Basel

III-Eigenkapitalvorgaben in Ländern wie dem Vereinigten Königreich oder den USA

verschoben oder möglicherweise vollständig ausgesetzt werde, plane die EU, nach

wie vor keine Abstriche an ihrem Regelwerk vorzunehmen, berichtete Tolckmitt.

Dies entspreche nicht dem ursprünglich in Basel gesetzten Ziel eines global

einheitlichen Standards und schaffe kein Level-Playing-Field.

"Der Output-Floor führt zu sachlich nicht gerechtfertigten Kapitalanforderungen

für risikoarme Wohnimmobilienfinanzierungen."

Jens Tolckmitt

Ferner kritisierte er, dass der sogenannte Output-Floor bei voller Wirkung zu

der Höhe nach sachlich nicht gerechtfertigten Kapitalanforderungen führe - zum

Beispiel für risikoarme Wohnimmobilienfinanzierungen. Zudem seien die

Risikogewichte bei Finanzierungen für Projektentwicklungen - sogenannte

ADC-Finanzierungen - unsachgemäß hoch. Für Banken, die Realwirtschaft, aber auch

für die politisch gewollte nachhaltige Transformation drohten

investitionshemmende Belastungen, die dringend zu vermeiden seien: "Wir

plädieren für ein Einfrieren des aktuellen Output-Floor-Niveaus bei 50 Prozent",

bekräftigte Tolckmitt.

- Entwicklungen am Pfandbriefmarkt

Pfandbrief-Umlauf erneut bei rund 400 Mrd. Euro

Der Pfandbriefmarkt präsentierte sich im Geschäftsjahr 2024 robust und stabil.

Mit einem Pfandbrief-Umlauf von 399,5 Mrd. Euro zum Jahresende wurde der hohe

Vorjahreswert (Vorjahr: 400,3 Mrd. Euro) annähernd gehalten.

Seine dominierende Rolle unter den Pfandbriefgattungen bewies einmal mehr der

Hypothekenpfandbrief, auf den beim Absatz im Jahr 2024 ein Anteil von 74 %

entfiel. Mit 57,3 Mrd. Euro lag der gesamte Pfandbrief-Absatz der

vdp-Mitgliedsinstitute im Jahr 2024 zwar unter dem hohen Vorjahresniveau (Vj.:

65,7 Mrd. Euro), allerdings oberhalb des von ihnen am Jahresbeginn

prognostizierten Volumens. Sogenannte liquide Pfandbriefe - das sind Pfandbriefe

mit einem Volumen von mindestens 500 Mio. Euro - erzielten mit einem Absatz in

Höhe von 29,9 Mrd. Euro 2024 das drittbeste Ergebnis im vergangenen Jahrzehnt.

Weiter steigende Nachfrage nach nachhaltigen Emissionen

Auf großes Interesse am Markt stießen auch 2024 wieder nachhaltige Pfandbriefe:

Der Umlauf Grüner und Sozialer Pfandbriefe stieg von 24,1 auf 30,5 Mrd. Euro.

Als begrenzender Faktor erwies sich für sie zwar die Verfügbarkeit

deckungsfähiger Kredite, wie der Rückgang des Pfandbrief-Absatzes auf 7,1 Mrd.

Euro zeigte (Vj.: 8,5 Mrd. Euro). Dennoch kletterte der Anteil Grüner und

Sozialer Pfandbriefe an den Benchmark-Emissionen auf mehr als 20 %. Die Anzahl

der Emittenten solcher Anlageformen nahm parallel auf mittlerweile 15 zu. "Das

Interesse von Emittenten und Investoren an nachhaltigen Pfandbriefen ist

ungebrochen", stellte Bergmann fest.

Die Pfandbrief-Spreads weiteten sich von Januar bis Dezember 2024 um 18

Basispunkte aus, wozu insbesondere die Entwicklung im vierten Quartal beitrug.

Die Spreads reagierten auf die deutlichen Spread-Anstiege bei Staatsanleihen und

Anleihen staatsnaher Institutionen. Es handelte sich dabei um eine temporäre

Entwicklung: In den ersten zwei Monaten des Jahres 2025 reduzierten sich die

Pfandbrief-Spreads bereits wieder um 6 Basispunkte. Zu jedem Zeitpunkt des

vergangenen Jahres bewegten sich die Pfandbrief-Spreads spürbar unterhalb der

Spreads für andere Covered Bonds. Im zuletzt volatilen Spreadumfeld zeigten sich

Covered-Bond-Spreads insgesamt recht stabil.

"Der Jahresbeginn 2025 war bei den Pfandbriefen sehr absatzstark."

Gero Bergmann

Mit dem Jahresauftakt 2025 zeigte sich Bergmann zufrieden: "Der Januar und der

Februar waren sehr absatzstarke Monate: Die Pfandbrief-Emissionen der

vdp-Mitgliedsinstitute erreichten in beiden Monaten insgesamt ein Volumen von

22,2 Mrd. Euro und lagen damit rund 30 % oberhalb des Wertes im

Vorjahreszeitraum." Ebenso positiv sei, dass Investoren zunehmend wieder

langlaufende Pfandbriefe nachfragten. "Diese Entwicklung unterstreicht das

Vertrauen der Investoren in die Stabilität und Sicherheit von Pfandbriefen."

Bergmann wies ferner darauf hin, dass das Pfandbriefgesetz im Sommer dieses

Jahres sein 20-jähriges Jubiläum feiere, und ließ die wesentlichen

Pfandbrief-Meilensteine der vergangenen zwei Jahrzehnte Revue passieren:

"Zwanzig Jahre Pfandbriefgesetz, das heißt zwanzig Jahre verlässliche

Rahmenbedingungen für Emittenten und Investoren in einem herausfordernden Umfeld

- und damit eine wesentliche Voraussetzung für den anhaltenden Erfolg des

Produkts", so der vdp-Präsident.

Mitgliederentwicklung im Verband

Zum vdp zählen unverändert 52 Mitgliedsunternehmen, die insgesamt einen

Marktanteil von knapp 96 % am gesamten Pfandbriefumlauf auf sich vereinen. Eine

Übersicht über alle Mitgliedsinstitute ist hier zu finden:

https://www.pfandbrief.de/site/de/vdp/verband/mitgliedschaft/mitglieder.html

Die Präsentation zur Jahrespressekonferenz finden Sie bitte hier:

https://www.pfandbrief.de/jpk_2025/

Über den Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp)

Der Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp) ist einer der fünf Spitzenverbände

der Deutschen Kreditwirtschaft. Er repräsentiert die bedeutendsten

Kreditinstitute für die Wohn- und Gewerbeimmobilienfinanzierung sowie für die

Kommunal- und Staatsfinanzierung. Der vdp setzt sich dafür ein, dass der

Pfandbrief weiterhin erfolgreich bleibt, und vertritt die pfandbriefspezifischen

Interessen seiner Mitgliedsinstitute gegenüber Gesetzgebern, Aufsicht und

Märkten auf nationaler und internationaler Ebene.

Pressekontakt:

Carsten Dickhut

T +49 30 20915-320

E mailto:dickhut@pfandbrief.de

Horst Bertram

T +49 30 20915-380

E mailto:bertram@pfandbrief.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/29608/6005116

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