Hilfsbedarf dementiert

Monti: Italien will keine Euro-Bonds

04.07.12 06:55 Uhr

Der italienische Ministerpräsident Mario Monti hat sich der Ansicht entgegengestellt, dass auch sein Land bald unter den europäischen Rettungsschirm schlüpfen muss.

"Italien verlangt keine Rettung und keine Euro-Bonds. Italien macht alles, was für die Steigerung des Wachstums verlangt wird", betonte Monti in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Als Beispiele nannte er eine tiefgreifende Rentenreform, Liberalisierungen, die Begünstigung von Unternehmen bei den letzten Steuererhöhungen und Gesetze zur Beschleunigung der Zivilprozesse und gegen Korruption. Der Ministerpräsident fügte hinzu: "Finanzielle Hilfe zu verlangen, bedeutete tatsächlich, die Probleme zu verbergen."

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   Im Gespräch mit der FAZ verteidigt er außerdem seinen Verhandlungsstil und die Ergebnisse des Europäischen Rats vom vergangenen Freitag. "Was nach außen so schien, wie der Einsatz des Vetorechts und was für Diskussionen gesorgt hat, war keine Revolution sondern vielmehr eine klassische Verhandlungsmethode."

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