DAX letztlich wenig bewegt -- Wall Street beendet Handel im Plus -- Trump droht Kanada mit 100-Prozent-Zöllen -- VW, Meta, Merck, DroneShield, CSG, BioNTech im Fokus
ifo-Geschäftsklimaindex im Januar unverändert. CoreWeave: NVIDIA investiert Milliarden. Gold auf Rekordhoch. Stabilus zum Jahresstart mit deutlichen Rückgängen. Schaeffler: Anleger nehmen Gewinne mit. Deutsche Bank setzt auf KI und weniger Filialen. SAP-CEO warnt vor AfD. BayWa muss Ordnungsgeld zahlen. Lufthansa streicht in den USA Flüge wegen Wintersturm. PUMA-Aktie macht Kurseinbruch von Freitag wett.
Marktentwicklung
Der deutsche Aktienmarkt begab sich am Montag auf Richtungssuche.
So eröffnete der DAX zunächst kaum verändert, gab dann im Anschluss zeitweise nach und wechselte im weiteren Verlauf häufig das Vorzeichen. Am späten Nachmittag bewegte sich das Börsenbarometer wieder knapp in der Gewinnzone, in der er sich auch verabschiedete. Sein Schlussstand: 24.933,08 (+0,13%).
Der TecDAX fiel schon anfänglich knapp zurück und blieb auch im weiteren Verlauf auf rotem Terrain. Am Nachmittag schrumpfte das Minus und der TecDAX kletterte in die Gewinnzone. Er ging 0,25 Prozent bei 3.733,11 Zählern fester in den Feierabend.
Nach einem stabilen Handelsstart zeigte sich der deutsche Aktienmarkt am Montag nach frischen Konjunkturdaten unentschlossen. Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich zum Jahresbeginn nicht verbessert. Im Januar verharrte das ifo-Geschäftsklima bei 87,6 Punkten. Volkswirte hatten hingegen im Schnitt mit einem Anstieg auf 88,2 Punkte gerechnet.
"Die deutsche Wirtschaft startet ohne Schwung ins neue Jahr", bemerkte ifo-Präsident Clemens Fuest die jüngsten Daten. "Zwar konnte eine Bruchlandung der Unternehmensstimmung aufgrund der Rücknahme der Zolldrohung durch die USA vermieden werden, doch sie scheint Spuren hinterlassen zu haben", kommentierte Andreas Scheuerle, Volkswirt bei der Dekabank. Sein Commerzbank-Kollege Jörg Krämer konstatierte: "Offenbar sind viele Unternehmen über das Ausbleiben breit basierter Reformen enttäuscht."
Die neue Woche steht im Zeichen der Quartalsberichtssaison der Unternehmen. Mit der Deutschen Bank und SAP präsentierten die ersten beiden Dax-Mitglieder ihre Bilanzen. In den USA werden die Resultate unter anderem von Microsoft, Tesla und Apple erwartet. Zudem steht die Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed am Mittwochabend auf der Agenda.
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An den europäischen Börsen war am Montag keine klare Richtung zu erkennen.
So startete der EURO STOXX 50 quasi unverändert, fiel anschließend vorübergehend in die Verlustzone und zeigte sich dann wieder kaum verändert. Am späten Nachmittag kletterte er wieder leicht ins Plus. Letztlich beendete er die Sitzung 0,22 Prozent stärker bei 5.961,00 Punkten.
Die Börsen warten auf den Beginn der Berichtssaison in Europa und die Ergebnisse der US-Notenbank-Sitzung am Mittwoch.
Dazu nahm Trump wieder seine unberechenbare Drohpolitik gegen Kanada auf. Wegen positiver Import-Konditionen für chinesische Autos bedroht er den Nachbarn mit Zöllen von 100 Prozent.
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Die US-Börsen zeigten sich zum Wochenstart freundlich.
Der Dow Jones nahm den Handel minimal fester auf und kletterte anschließend weiter in die Gewinnzone. Er verabschiedete sich 0,64 Prozent stärker bei 49.412,40 Punkten.
Der NASDAQ Composite eröffnete die Sitzung etwas höher und zog im Verlauf noch weiter an. Sein Schlussstand: 23.601,36 Zähler (+0,43 Prozent).
Die US-Börsen trotzen zum Wochenauftakt dem politischem Druck und zeigten sich mit freundlicher Tendenz. Für Unsicherheit sorgten sowohl die Eskalation im Handelskonflikt mit Kanada, in dem US-Präsident Donald Trump mit hohen Strafzöllen droht, als auch die Gefahr eines erneuten teilweisen Regierungsstillstands, sollte der Kongress bis Freitag keinen Haushalt beschließen.
In dieser Woche richtet sich der Blick außerdem auf die Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed sowie auf die Nachfolge von Fed-Chef Jerome Powell, dessen Amtszeit im Mai endet. Zudem stehen die Quartalszahlen von In dieser Woche richtet sich der Blick auf die Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed sowie auf die Nachfolge von Fed-Chef Jerome Powell, dessen Amtszeit im Mai endet. Zudem stehen die Quartalszahlen von Apple, Microsoft, Tesla und Meta im Fokus, wobei Anleger besonders auf den Ertrag der KI-Investitionen achten.
Die wichtigsten Märkte in Fernost fanden am Montag keine klare Richtung.
In Tokio schloss der Nikkei 225 mit einem Verlust von 1,79 Prozent bei 52.885,25 Indexpunkten. Die Kurse litten unter Gewinnmitnahmen. Die Stimmung blieb gedrückt, laut Marktteilnehmern wegen der geopolitischen Risiken und der US-Handelspolitik. Die US-Regierung hat nun Kanada mit einem Zoll von 100 Prozent gedroht, falls das Land wie beabsichtigt ein Handelsabkommen mit China schließt.
Auf dem chinesischen Festland verlor der Shanghai Composite bis Handelsende leichte 0,09 Prozent auf 4.132,61 Einheiten.
In Hongkong verzeichnete der Hang Seng ein kleines Plus von 0,06 Prozent auf 26.765,52 Zähler.
Die Märkte warteten auf die Zinsentscheidung der US-Notenbank am Mittwoch. Von ihr werden zwar überwiegend unveränderte Geldmarktsätze erwartet, der Blick richtet sich aber auf Aussagen zur künftigen Geldpolitik. Und schließlich könnte der Fortgang der Berichtssaison die Stimmung weiter beeinflussen.
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