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Riester Vertrag

Riester-Rente umwandeln: 7 Gründe, warum Sparer ins Altersvorsorgedepot übertragen sollten

15.000 Euro weniger Gebühren, dreimal so viel Förderung, volle Aktienquote – wer seinen Riester-Vertrag ins neue Altersvorsorgedepot überträgt, gewinnt auf ganzer Linie. Und das Beste: Alle bisherigen Zulagen bleiben erhalten. Kein Cent geht verloren. Hier erfährst du, warum der Wechsel für die meisten Sparer sinnvoll ist, wie er Schritt für Schritt funktioniert – und was er in Euro bringt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ab 2027 werden keine neuen Riester-Verträge mehr abgeschlossen. Bestehende Verträge genießen vollen Bestandsschutz – alle bisherigen Zulagen und Steuervorteile bleiben erhalten.
  • Niemals kündigen: Bei einer Kündigung musst du sämtliche Zulagen und Steuervorteile zurückzahlen. Bei 15 Jahren Laufzeit können das mehrere tausend Euro sein.
  • Du hast drei Optionen: Vertrag ruhen lassen, Guthaben ins Altersvorsorgedepot übertragen oder mit der alten Fördersystematik weiterlaufen lassen.
  • Der Wechsel ins Altersvorsorgedepot ist ab 2027 möglich. Alle Zulagen bleiben erhalten, nach fünf Vertragsjahren ist der Wechsel kostenlos. Eine Zustimmung des bisherigen Anbieters ist nicht nötig.
  • Das Altersvorsorgedepot bietet deutlich mehr: bis zu 540 Euro Grundzulage statt 175 Euro, Kosten von nicht mehr als 1 statt 2 Prozent, volle Aktienquote statt Garantie-Bremse.
  • Der Unterschied ist enorm: Bei 100 Euro monatlich und 25 Jahren Laufzeit steht im Altersvorsorgedepot etwa doppelt so viel Vermögen zur Verfügung wie im alten Riester-Vertrag.
  • Geringverdiener mit Kindern sollten genau rechnen: Nur wer weniger als 25 Euro monatlich sparen kann, profitiert weiterhin vom alten System. Für alle anderen ist das neue Depot besser.
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Riester-Rente abgeschafft: Was das konkret bedeutet

Ab 2027 können keine neuen Riester-Verträge mehr abgeschlossen werden. Bestehende Verträge genießen vollen Bestandsschutz – wer seinen Vertrag behält, bekommt weiterhin die bisherigen Zulagen von 175 Euro Grundzulage und bis zu 300 Euro pro Kind. Die Beitragsgarantie bleibt ebenfalls bestehen.

Der Riester-Nachfolger heißt Altersvorsorgedepot. Die Koalition hat die Förderung gegenüber dem ersten Entwurf nochmals angehoben: 50 Cent pro eingezahltem Euro bis 360 Euro, 25 Cent für jeden weiteren Euro bis 1.800 Euro. Die maximale Grundzulage steigt damit auf 540 Euro pro Jahr. Kinderzulagen von 300 Euro pro Kind werden bereits ab 25 Euro monatlichem Eigenbeitrag voll gewährt. Erstmals sind auch alle Selbstständigen förderberechtigt

Warum überhaupt übertragen?

Ab 2027 gibt es keine neuen Riester-Verträge mehr. Bestehende Verträge laufen weiter, aber unter den alten Bedingungen: hohe Kosten, magere Rendite, starre Auszahlung. Das Altersvorsorgedepot korrigiert die drei größten Konstruktionsfehler der Riester-Rente – und wer sein Guthaben überträgt, profitiert sofort von den besseren Konditionen.

Die Übertragung ist dabei keine Kündigung und kein Neuabschluss. Es ist eine Fortführung deiner geförderten Vorsorge unter besseren Bedingungen. Sämtliche bisher erhaltenen Zulagen und Steuervorteile wandern mit. Nichts wird zurückgefordert.

Was ein Riester-Vertrag wirklich gekostet hat

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Wer 2002 begonnen hat, monatlich 100 Euro in einen Riester-Vertrag einzuzahlen, steht nach 25 Jahren bei rund 47.000 Euro. Hätte es das Altersvorsorgedepot damals bereits gegeben – gleicher Eigenbeitrag, aber angelegt in einem MSCI-World-ETF mit den neuen Zulagen – wären daraus rund 90.000 Euro geworden.

Die Differenz von 43.000 Euro hat drei Ursachen: Erstens die hohen Produktkosten von durchschnittlich 1,5 bis 2,5 Prozent pro Jahr, die über Jahrzehnte zehntausende Euro auffressen. Zweitens die verpflichtende Beitragsgarantie, die Anbieter in der Niedrigzinsphase in Anleihen statt Aktien zwang. So können schnell schon einmal 3 Prozent an Garantiekosten zusammenkommen, die die Rendite zusammenschnurren lassen. Und drittens die niedrigere Förderung – 175 Euro feste Grundzulage bei Riester gegenüber bis zu 540 Euro im neuen System. Die kann auch von dem Steuervorteil von 2.100 Euro für Singles bzw. 4.200 Euro für Verheiratete nicht aufgewogen werden.

Auch kürzere Zeiträume sind betroffen. Wer 2010 gestartet hat, liegt nach 15 Jahren bei etwa 25.000 Euro mit Riester gegenüber 38.000 Euro im kontrafaktischen Altersvorsorgedepot-Szenario. Selbst bei nur 10 Jahren (Start 2015) beträgt die Differenz rund 6.000 Euro.

Riester-Rente kündigen: Warum das fast immer ein Fehler ist

Die Kündigung ist die teuerste aller Optionen. Wer seinen Riester-Vertrag kündigt, löst eine sogenannte förderschädliche Verwendung aus. Die Folge: Sämtliche erhaltenen Zulagen und Steuervorteile müssen an den Staat zurückgezahlt werden. Bei einem Vertrag (Single, keine Kinder), der seit 2005 läuft, summieren sich die Zulagen auf 3.500 Euro – Geld, das bei einer Kündigung komplett verloren geht. Hinzu kommen Stornogebühren des Anbieters, die den Verlust noch vergrößern.

Es gibt praktisch keine Konstellation, in der eine Kündigung wirtschaftlich Sinn ergibt. Selbst ein schlecht laufender Vertrag mit hohen Kosten ist beitragsfrei gestellt besser aufgehoben als gekündigt.

Drei Wege für deinen bestehenden Riester-Vertrag

Statt zu kündigen hast du drei sinnvolle Optionen – jede mit eigenen Vor- und Nachteilen.

Option 1: Riester-Rente ruhen lassen

Du stellst den Vertrag beitragsfrei. Das bedeutet: keine neuen Einzahlungen, keine neuen Zulagen, aber das vorhandene Guthaben bleibt investiert und die bisherigen Zulagen bleiben erhalten. Die laufenden Verwaltungskosten reduzieren sich in der Regel, verschwinden aber nicht komplett.

Diese Option eignet sich für Sparer, die ihre Abschlusskosten bereits vollständig abbezahlt haben und parallel ab 2027 ein Altersvorsorgedepot eröffnen wollen. So nutzt man das Beste aus beiden Welten: das vorhandene Riester-Kapital arbeitet weiter, während frisches Geld ins günstigere neue System fließt.

Option 2: Guthaben ins Altersvorsorgedepot übertragen (empfohlen)

Ab 2027 können Riester-Sparer ihr gesamtes Guthaben in ein Altersvorsorgedepot überführen. Der Wechsel funktioniert unkompliziert: Ein formloses Schreiben an den bisherigen Anbieter genügt, dessen Zustimmung ist nicht erforderlich. In den ersten fünf Vertragsjahren darf der alte Anbieter maximal 150 Euro Wechselgebühr verlangen. Danach ist der Wechsel kostenfrei.

Entscheidend: Alle bisher erhaltenen Zulagen und Steuervorteile bleiben bei der Übertragung vollständig erhalten. Nach dem Wechsel greift sofort die neue Fördersystematik mit 50 Cent pro Euro statt der festen 175 Euro. Gleichzeitig sinken die Kosten drastisch – von typischerweise 1,5 bis 2,5 Prozent bei Riester auf höchstens 1,0 Prozent. Bei einem reinen Selbstentscheider ETF-Depot können die Kosten sogar noch weiter sinken. Einen MSCI World gibt es bereits für etwa 0,2 Prozent Gesamtkostenquote pro Jahr.

Diese Option lohnt sich besonders für Singles und Gutverdiener ohne Kinder, die von den festen Riester-Zulagen ohnehin wenig profitiert haben und deren Verträge durch hohe laufende Kosten belastet sind.

Option 3: Vertrag mit alter Fördersystematik weiterlaufen lassen

Die bisherige Riester-Förderung mit festen Zulagen und Beitragsgarantie läuft für bestehende Verträge unverändert weiter. Das kann für eine kleine Gruppe die richtige Wahl sein: Geringverdiener mit mehreren Kindern, die weniger als 25 Euro im Monat sparen können, erhalten im alten System feste Kinderzulagen unabhängig vom Eigenbeitrag. Auch Sparer, die kurz vor der Rente stehen und von der Beitragsgarantie profitieren, haben wenig Grund zu wechseln.

Durch die Koalitionseinigung ist dieser Personenkreis allerdings deutlich geschrumpft. Im neuen System wird die volle Kinderzulage schon ab 25 Euro monatlich erreicht – im alten System brauchte man dafür mindestens 60 Euro Jahresbeitrag, profitierte aber ohne Einkommensberechnung.

Riester vs. Altersvorsorgedepot: Der direkte Vergleich

MerkmalRiester-RenteAltersvorsorgedepot (ab 2027)
Grundzulage175 €/Jahr (fest)Bis zu 540 €/Jahr
Typische Kosten1,5–2,5 % pro Jahr0,1–0,2 % (selbst gewählter ETF)
AktienquoteMeist unter 30 %Bis zu 100 %
Beitragsgarantie100 % verpflichtendKeine (optional 80/100 %)
Kinderzulage voll ab60 €/Jahr Eigenbeitrag25 €/Monat
SelbstständigeAusgeschlossenFörderberechtigt
Steuern AnsparphaseAbhängig vom ProduktKomplett steuerfrei
UmschichtungenEingeschränkt, ggf. steuerpflichtigBeliebig oft, steuerfrei
AuszahlungMind. 70 % verrentenFrei wählbar

Die sieben Vorteile im Detail

1. Die Kosten sinken um mindestens 50 Prozent

Das ist der Grund, der allein den Wechsel rechtfertigt. Typische Riester-Produkte belasten Sparer mit Effektivkosten von 1,5 bis 2,5 Prozent pro Jahr. Abschlussgebühren, Verwaltungskosten, Garantiekosten – alles frisst an der Rendite. Im Altersvorsorgedepot mit einem selbst gewählten ETF liegen die Kosten bei 0,1 bis 0,2 Prozent. Bei standardisierten Produkten dürfen die Kosten nicht mehr als 1 Prozent betragen.

Was das über die Restlaufzeit bedeutet: Wer 25.000 Euro Riester-Guthaben überträgt und noch 20 Jahre bis zur Rente hat, spart bei einer Kostenreduktion von 2 auf 0,2 Prozent rund 15.000 Euro an Gebühren. Das Geld fließt also nicht ab, sondern kann vielmehr noch weiter für den Anleger arbeiten.

2. Die Förderung verdreifacht sich

Im alten System gibt es feste 175 Euro Grundzulage – egal wie viel du einzahlst. Im Altersvorsorgedepot bekommst du 50 Cent pro Euro bis 360 Euro und 25 Cent darüber. Wer 1.200 Euro im Jahr einzahlt, erhält 390 Euro Grundzulage. Wer auf 1.800 Euro erhöht, bekommt die volle Zulage von 540 Euro.

Der Kipppunkt liegt bei 350 Euro Jahresbeitrag: Ab dieser Summe bringt das neue System bereits mehr als die festen 175 Euro bei Riester. Wer mehr als 30 Euro im Monat spart, fährt im Altersvorsorgedepot besser. Dabei soll allerdings die Steuerersparnis beim Riester-Vertrag nicht unerwähnt bleiben. Singles können 2.100 Euro absetzen, Verheiratete 4.200 Euro.

3. Volle Aktienquote statt Garantie-Bremse

Die verpflichtende Beitragsgarantie war Riesters größter Konstruktionsfehler. Anbieter mussten garantieren, dass zum Rentenbeginn mindestens die eingezahlten Beiträge zurückgezahlt werden. In der Niedrigzinsphase bedeutete das: 70 bis 100 Prozent des Geldes steckten in Anleihen mit Null- oder Negativrendite. An den Aktienmarkt-Rallyes der letzten 15 Jahre nahmen Riester-Sparer kaum teil. Dieser Renditenachteil gegenüber der Aktienmarktrendite beläuft sich bei einer mit 30 Prozent hoch angesetzten Aktienquote des Riester-Produkts schnell auf drei Prozentpunkte.

Im Altersvorsorgedepot gibt es keine Garantiepflicht. Bis zu 100 Prozent Aktienquote sind möglich – MSCI World, FTSE All-World, thematische ETFs. Wer trotzdem Sicherheit will, kann freiwillig ein Garantieprodukt mit 80 oder 100 Prozent Beitragserhalt wählen. Aber es ist eine Wahl, kein Zwang.

4. Steuerfreie Ansparphase – auf alles

Im Altersvorsorgedepot fallen in der Ansparphase keine Steuern an. Keine Abgeltungssteuer auf Kursgewinne, keine Vorabpauschale. Und der vielleicht wertvollste Punkt: Umschichtungen zwischen Fonds sind komplett steuerfrei. Wer fünf Jahre vor der Rente von Aktien in Anleihen wechseln will, zahlt dafür keinen Cent.

Im Riester-Vertrag war dieser Vorteil theoretisch auch gegeben – aber da das Geld überwiegend in Garantiefonds steckte, gab es schlicht keine nennenswerten Gewinne, die hätten besteuert werden können. Im Altersvorsorgedepot wird die steuerfreie Ansparphase zum echten Renditehebel, weil das Geld tatsächlich am Kapitalmarkt arbeitet.

5. Alle bisherigen Zulagen bleiben erhalten

Die häufigste Sorge beim Wechsel: „Verliere ich meine Zulagen?“ Nein. Bei einer Übertragung ins Altersvorsorgedepot wandert das komplette Guthaben inklusive aller erhaltenen Zulagen und Steuervorteile ins neue System. Nichts wird zurückgefordert, nichts geht verloren.

Der alte Anbieter darf in den ersten fünf Vertragsjahren maximal 150 Euro Wechselgebühr verlangen. Danach ist der Wechsel kostenlos. Eine Zustimmung des bisherigen Anbieters ist nicht erforderlich – ein formloses Schreiben genügt.

6. Flexible Auszahlung statt Verrentungspflicht

Bei Riester müssen mindestens 70 Prozent des Guthabens in eine lebenslange Rente fließen – zu Rentenfaktoren, die in den letzten Jahren immer schlechter geworden sind. Viele Sparer bekommen für 50.000 Euro Guthaben gerade einmal 120 bis 150 Euro monatliche Rente.

Im Altersvorsorgedepot hast du die freie Wahl: Auszahlplan bis 85, lebenslange Leibrente oder eine Kombination aus beidem. Bis zu 30 Prozent des Guthabens können als Einmalzahlung entnommen werden. Das Kapital bleibt während der Auszahlphase investiert und erwirtschaftet weiter Rendite – statt in einer Rentenversicherung mit Garantiezins von 0,25 Prozent zu versauern.

7. Kein Versicherungsmantel mehr

Die meisten Riester-Verträge sind keine Depots, sondern fondsgebundene Rentenversicherungen. Das Geld steckt in einem Versicherungsmantel, der Abschlussprovisionen, Verwaltungsgebühren und Risikokosten verursacht. Im Altersvorsorgedepot entfällt dieser Mantel komplett. Das Geld fließt direkt in den ETF – ohne Zwischenschicht, ohne Provisionen, ohne versteckte Kosten.

Da es im Altersvorsorgedepot ohnehin keine Beitragsgarantie gibt, bringt ein Versicherungsmantel auch keinen Mehrwert. Auch Versicherer dürfen Altersvorsorgedepots anbieten, aber wer ein solches Produkt bei einem Versicherer abschließt, zahlt in der Regel deutlich mehr als bei einem Neobroker oder einer Direktbank.

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Vorher/Nachher: Was der Wechsel in Euro bringt

Sabine, 45, hat seit 2010 einen Riester-Fondssparplan mit 25.000 Euro Guthaben. Sie zahlt 100 Euro monatlich ein. Noch 20 Jahre bis zur Rente.

Riester behaltenIns AVD übertragen
Effektivkosten/Jahr2,0 %0,2 % (ETF)
Grundzulage/Jahr175 € (fest)390 € (bei 1.200 € Eigenbeitrag)
Aktienquote~25 % (Garantie-Bremse)100 % (selbst gewählt)
Erwartete Rendite nach Kosten~1,0 %~6,0 %
Steuern auf UmschichtungenTheoretisch frei, praktisch irrelevantKomplett steuerfrei
Depotwert nach 20 Jahren~38.000 €~98.000 €

Die Differenz: rund 60.000 Euro. Bei identischem Eigenbeitrag von 100 Euro monatlich.

Hebel 1 – Kosten. Sabine spart 1,8 Prozentpunkte Gebühren pro Jahr. Bei 25.000 Euro Startguthaben plus laufenden Einzahlungen frisst der Kostenunterschied über 20 Jahre rund 15.000 Euro.

Hebel 2 – Förderung. Statt 175 Euro fließen 390 Euro Grundzulage ins Depot – 215 Euro mehr pro Jahr. Über 20 Jahre sind das 4.300 Euro zusätzliche Zulagen, die ihrerseits Rendite erwirtschaften.

Hebel 3 – Rendite. Ohne Garantie-Bremse kann Sabines Geld vollständig am Aktienmarkt arbeiten. Der Unterschied zwischen 1 und 6 Prozent Rendite nach Kosten ist über 20 Jahre der größte Treiber – allein dieser Effekt erklärt rund 40.000 Euro der Differenz.

Der Wechsel in fünf Schritten

Schritt 1: Riester-Vertrag durchleuchten. Fordere die jährliche Kosteninformation deines Anbieters an. Entscheidend ist die Zeile „Effektivkosten“. Alles über 1 Prozent ist ein Warnsignal, alles über 2 Prozent ein Grund zum sofortigen Handeln. Notiere außerdem dein aktuelles Guthaben und die Summe der erhaltenen Zulagen.

Schritt 2: Anbieter für das Altersvorsorgedepot wählen. Ab 2027 bieten Banken, Neobroker und Fondsgesellschaften Altersvorsorgedepots an. Achte auf niedrige Depotgebühren und eine breite ETF-Auswahl. Versicherungsprodukte mit Mantelkosten kosten deutlich mehr als ein reines Depot bei einem Neobroker oder einer Direktbank.

Schritt 3: Übertragungsantrag stellen. Ein formloses Schreiben an deinen bisherigen Riester-Anbieter genügt. Dessen Zustimmung ist gesetzlich nicht erforderlich – er muss die Übertragung durchführen. Du brauchst lediglich die Daten deines neuen Altersvorsorgedepots.

Schritt 4: Wechselgebühr prüfen. In den ersten fünf Vertragsjahren darf der alte Anbieter maximal 150 Euro Wechselgebühr verlangen. Läuft dein Vertrag bereits länger als fünf Jahre, ist der Wechsel komplett kostenlos. Bei den meisten Riester-Sparern, die seit 2002 oder später dabei sind, fällt also keine Gebühr an.

Schritt 5: ETF auswählen und Sparplan einrichten. Sobald das Guthaben im neuen Depot angekommen ist, wählst du einen oder mehrere ETFs aus. Ein breit gestreuter Welt-ETF (MSCI World, FTSE All-World) kostet 0,1 bis 0,2 Prozent pro Jahr. Sparplan einrichten, fertig. Ab jetzt arbeitet dein Geld mit voller Aktienquote und steuerfreiem Zinseszins.

💡 Gut zu wissen

Die Förderung fließt erst ab dem Tag, an dem Geld eingezahlt wird. Jeder Monat ohne Altersvorsorgedepot kostet Zulagen – und jeder Monat, den dein Riester-Guthaben noch beim alten Anbieter liegt, kostet Gebühren. Wer sich jetzt bei finanzen.net ZERO kostenlos vormerkt, kann am 1. Januar 2027 sofort eröffnen und den Riester-Übertrag direkt anstoßen.

Was du nicht verlierst – und was schon

Was erhalten bleibt: Alle bisherigen Zulagen, alle Steuervorteile, das komplette Guthaben. Die Übertragung ist förderunschädlich – im Gegensatz zu einer Kündigung, bei der alles zurückgezahlt werden muss.

Was wegfällt: Die Beitragsgarantie. Aber das ist gewollt. Die Garantie hat Riester-Sparern über zwei Jahrzehnte die Rendite geraubt, weil sie Anbieter in Anleihen zwang. Im Altersvorsorgedepot trägst du das Marktrisiko, profitierst dafür aber von historisch deutlich höheren Aktienrenditen. Wer trotzdem Sicherheit will, kann freiwillig ein Garantieprodukt mit 80 oder 100 Prozent Beitragserhalt wählen.

Für wen der Wechsel nicht sinnvoll ist

Zwei Gruppen sollten ihren Riester-Vertrag behalten. Erstens: Geringverdiener mit mehreren Kindern, die weniger als 25 Euro im Monat sparen können. Für sie sind die festen Riester-Kinderzulagen weiterhin vorteilhaft. Zweitens: Sparer, die bereits in der Auszahlphase sind – für sie ist eine Übertragung nicht mehr möglich.

Für alle anderen – Singles, Paare, Gutverdiener und erstmals auch Selbstständige – profitieren vom Wechsel. Je länger die Restlaufzeit bis zur Rente, desto größer der Effekt. Aber selbst bei nur 10 Jahren lohnt sich die Übertragung in den meisten Fällen, allein durch die höhere Förderung und die niedrigeren Kosten.

Fazit: Einfacher Wechsel, großer Unterschied

Ein formloses Schreiben, keine Zustimmung des Anbieters nötig, nach fünf Jahren kostenlos, alle Zulagen bleiben erhalten. Der bürokratische Aufwand ist minimal. Der finanzielle Unterschied ist es nicht: 60.000 Euro über 20 Jahre – bei gleichem Eigenbeitrag. Wer seinen Riester-Vertrag ins Altersvorsorgedepot überträgt, tauscht ein teures, renditeschwaches Produkt gegen ein günstiges, renditestarkes. Der einzige Fehler wäre, es nicht zu tun.

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Häufige Fragen zur Riester Rente Alternative

Ist die Riester-Rente abgeschafft?

Für Neuabschlüsse ja – ab dem 1. Januar 2027 wird kein neuer Riester-Vertrag mehr vergeben. Wer bereits einen hat, behält ihn mit vollem Bestandsschutz. Alle bisher erhaltenen Zulagen und Steuervorteile bleiben bestehen, unabhängig davon ob man wechselt oder nicht.

Warum sollte ich meinen Riester-Vertrag nicht kündigen?

Weil eine Kündigung als förderschädliche Verwendung gilt. Alle Zulagen und Steuervorteile müssen zurückgezahlt werden. Bei einem 15 Jahre alten Vertrag verlierst du auf einen Schlag mehrere tausend Euro. Dazu kommen mögliche Stornogebühren. Stilllegen oder übertragen ist in praktisch jedem Fall besser.

Was genau ist der Riester-Nachfolger?

Das Altersvorsorgedepot – ein staatlich gefördertes Wertpapierdepot, in dem du direkt in ETFs, Fonds und Anleihen investieren kannst. Die Förderung liegt bei bis zu 540 Euro Grundzulage pro Jahr plus 300 Euro Kinderzulage pro Kind. In der Ansparphase fallen keine Steuern auf Kapitalerträge an.

Wie kann ich meine Riester-Rente ins Altersvorsorgedepot umwandeln?

Ab 2027 mit einem formlosen Schreiben an deinen bisherigen Anbieter. Dessen Zustimmung ist nicht erforderlich. In den ersten fünf Vertragsjahren kann eine Wechselgebühr von maximal 150 Euro anfallen, danach ist der Wechsel kostenfrei. Das komplette Guthaben wird übertragen, alle Zulagen bleiben erhalten.

Was bedeutet Riester-Rente ruhen lassen?

Du stellst den Vertrag beitragsfrei. Es fließen keine neuen Beiträge und keine neuen Zulagen mehr. Das vorhandene Guthaben bleibt investiert und die bisher erhaltenen Zulagen bleiben erhalten. Parallel kannst du ab 2027 ein Altersvorsorgedepot eröffnen und dort mit den besseren Konditionen weitersparen.

Für wen lohnt sich Riester nach der Reform noch?

Nur für eine sehr kleine Gruppe: Geringverdiener mit mehreren Kindern, die weniger als 25 Euro im Monat sparen können. In diesem Fall übersteigen die festen Riester-Kinderzulagen die neue beitragsabhängige Förderung. Für alle anderen ist das Altersvorsorgedepot in jeder Hinsicht besser. Wer zu dieser Gruppe gehört und noch keinen Vertrag hat, sollte vor dem 31. Dezember 2026 einen günstigen Riester-Fondssparplan abschließen.

Wie hoch ist die typische Rendite eines Riester-Vertrags?

Ernüchternd niedrig. Eine Analyse von Finanzwende über 96 Tarife ergab, dass 65 Prozent der Produkte nicht einmal 2 Prozent Bruttorendite erzielen. Nach Abzug der Kosten von durchschnittlich 1,5 bis 2,5 Prozent pro Jahr bleibt bei vielen Verträgen eine Nettorendite von unter 1 Prozent – kaum mehr als Tagesgeld.

Wann ist der letztmögliche Termin für einen Riester-Neuabschluss?

Der 31. Dezember 2026. Ab dem 1. Januar 2027 sind keine Neuabschlüsse mehr möglich. Wer von den alten Riester-Konditionen profitieren will (feste Kinderzulagen unabhängig vom Eigenbeitrag), muss bis dahin einen Vertrag abschließen. Für die Mehrheit der Sparer lohnt sich das nicht – Warten auf das Altersvorsorgedepot ist die bessere Strategie

Disclaimer: Die in diesem Artikel enthaltenen Inhalte dienen ausschließlich allgemeinen Informations-, Bildungs- und Marketingzwecken ohne Gewähr auf Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität. Die Inhalte stellen keine Anlageberatung, Anlagestrategieempfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder sonstigen Finanzinstrumenten dar. Die Informationen berücksichtigen nicht die individuellen Anlageziele und finanzielle Situation des Lesers. Jede Anlageentscheidung sollte eigenverantwortlich getroffen und sorgfältig geprüft werden. Vor einer Anlageentscheidung sollte der Rat eines Anlage- und Steuerberaters eingeholt werden. Der Handel mit Wertpapieren oder sonstigen Finanzinstrumenten ist mit hohen Risiken verbunden, bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals. Die in der Vergangenheit erzielte Performance ist kein Indikator für zukünftige Wertentwicklungen. Aussagen über zukünftige wirtschaftliche Entwicklungen basieren grundsätzlich auf Annahmen und Einschätzungen, die sich im Zeitablauf als nicht zutreffend erweisen können. Wir übernehmen keine Haftung für Verluste, die durch die Umsetzung der in diesem Artikel genannten Informationen entstehen.

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