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Wie die Fed den Bitcoin unbeabsichtigt weiter anschieben könnte

28.06.19 23:58 Uhr

Wie die Fed den Bitcoin unbeabsichtigt weiter anschieben könnte | finanzen.net

Seit Jahresbeginn hat der Bitcoin bereits rund 200 Prozent zugelegt. Und der Kurs könnte noch weiter klettern - befeuert ausgerechnet von der US-Notenbank.

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357,8387 GBP -9,0046 GBP -2,45%

75.299,6151 JPY -1.266,7415 JPY -1,65%

483,0391 USD -12,0709 USD -2,44%

39,3822 CHF -0,2812 CHF -0,71%

43,1647 EUR -0,2720 EUR -0,63%

37,6901 GBP -0,2653 GBP -0,70%

7.931,0815 JPY 9,1533 JPY 0,12%

Eines eint die Währungshüter rund um den Globus: ihre Skepsis gegenüber Kryptowährungen. Dies ist auch nicht verwunderlich, schließlich wurden Bitcoin und Co. bewusst als Gegenstück zu Fiskalgeld entworfen. Sie sind nämlich dezentral angelegt und stehen damit nicht unter der Kontrolle von Politik oder staatlichen Notenbanken.

Fed deutet Zinssenkungen an

Dank eines günstigen Umfelds konnte sich der Wert des Bitcoins dieses Jahr bereits verdreifachen. Und dieser Trend könnte sich fortsetzen, angetrieben ausgerechnet von der U.S. Federal Reservebank.

Die US-Währungshüter haben sich nämlich bei ihrer letzten Sitzung im Juni 2019 etwas pessimistischer zu Wirtschaftswachstum und Inflationserwartungen geäußert und vor erhöhten Unsicherheiten gewarnt. Deshalb haben sie auch ihre "geduldige" Haltung in Bezug auf mögliche Leitzinsänderungen aufgegeben und dieses Wort in ihr letztes Statement nicht mehr aufgenommen.

Im Grunde hat die Fed damit signalisiert, dass ihre Bereitschaft zu einer Lockerung der Geldpolitik zugenommen hat. Vor diesem Hintergrund werden an den Finanzmärkten inzwischen zwei Zinssenkungen in diesem Jahr als wahrscheinlich eingeschätzt

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Fed-Politik könnte Bitcoin und Co. beeinflussen

Solche Zinssenkungen würden bewirken, dass der US-Dollar geschwächt würde, weil es für Anleger nicht mehr so attraktiv wäre, in US-Anlagen zu investieren. Andererseits würde dies exportorientierten Unternehmen helfen, ihre Produkte im Ausland zu verkaufen, denn ihre Waren würden dadurch relativ günstig. Das ist auch der Gedanke, der US-Präsident Donald Trump antreibt, wiederholt Druck auf US-Notenbank-Chef Jerome Powell auszuüben, endlich die Zinsschraube zu lockern.

Doch eine lockere Geldpolitik hätte noch weitere Folgen: Wie "CNN"-Digitalkorrespondent Paul La Monica erklärte, betrachten viele Anleger Gold aber auch Bitcoin als Alternative. Sie sollten sich immer dann erholen, wenn Zentralbanken Maßnahmen ergreifen, die den Wert der von der Regierung unterstützten Währungen reduzieren.

Mehr Regulierung für Kryptowährungen?

Wie Paul La Monica weiter ausführte, haben jüngst sowohl Fed-Präsident Powell als auch sein britischer Amtskollege Mark Carney dazu aufgefordert, dass Währungshüter Cyberwährungen mit einer offenen Einstellung betrachten sollten. Dies könnte ein Hinweis darauf sein, dass die Notenbanker eine schärfere Regulierung für Bitcoin und Co. ins Auge fassen. Hierdurch würden diese eine bessere Legitimierung erfahren, was das Interesse der globalen Finanzmärkte an Kryptowährungen sicher steigern dürfte.

Sichere Häfen gesucht

Das derzeitige Marktumfeld ist - wie von der Fed festgestellt - von zahlreichen Unsicherheitsfaktoren geprägt. Dazu gehören neben dem sino-amerikanischen Handelskrieg auch die Gefahr eines ungeregelten Brexit oder die zunehmenden Spannungen im Nahen Osten.

Vor diesem Hintergrund suchen Investoren nach vermeintlich sicheren Anlagenalternativen. Neben Gold betrachten immer mehr Anleger auch den Bitcoin, die weltweit beliebteste Kryptowährung, als sicheren Hafen. Für Grayscale beispielsweise, den weltgrößten Vermögensverwalter für digitale Anlagen, ist der Bitcoin das neue Gold.

Redaktion finanzen.net

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