Sichere Häfen gesucht

Angst vor Abschwung: US-Millennials vertrauen auf Kryptowährungen wie Bitcoin, Ripple & Co.

17.09.19 18:10 Uhr

Angst vor Abschwung: US-Millennials vertrauen auf Kryptowährungen wie Bitcoin, Ripple & Co. | finanzen.net

In risikoreichen Zeiten verlagern Anleger einen Großteil ihrer Investments üblicherweise in sogenannte sichere Häfen. Für US-Millennials kommen dafür offenbar insbesondere digitale Coins wie etwa Bitcoin, IOTA, Ripple und Co. in Frage.

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0,0000 BTC 0,0000 BTC 3,06%

19,2068 IOT 0,5801 IOT 3,11%

0,9550 XRP 0,0326 XRP 3,54%

0,0000 BTC 0,0000 BTC 2,42%

17,4251 IOT 0,4249 IOT 2,50%

184,3085 JPY 0,1385 JPY 0,08%

0,8664 XRP 0,0246 XRP 2,92%

0,0000 BTC 0,0000 BTC 2,20%

19,8713 IOT 0,4386 IOT 2,26%

• eToro-Studie stellt Bitcoin als vermeintlich sicheren Hafen dar
• US-amerikanische Millennials vertrauen auf Internetwährungen
• Umfrage sollte kritisch betrachtet werden

In einer eigens durchgeführten Studie versuchte die Trading-Plattform eToro zu erörtern, auf welche Anlagemöglichkeit ihre Nutzer als sicheren Hafen eher zugreifen würden. Dafür wurden 1.000 eToro-Nutzer aus den USA zwischen dem 18. und 31. Juli befragt, berichtet BTC ECHO.

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Angst vor Rezession vorhanden

Zahlreiche Unsicherheitsfaktoren lassen bei einem Großteil der Marktteilnehmer die Alarmglocken schrillen, allen voran zwei Hauptthemen, die seit geraumer Zeit immer wieder für Unmut unter Anlegern sorgen. Während der Handelsstreit weiter vor sich hin schwelt, rückt unter anderem der Brexit durch die nahende Austrittsfrist stärker in den Fokus - die Möglichkeit eines ungeordneten EU-Austritts ist noch nicht abgewehrt. Daneben steht der Konflikt zwischen den USA und Mexiko wieder unter Beobachtung. Kein Wunder also, dass die Menge an geopolitischen Unsicherheitsfaktoren die Angst vor einer nahenden Rezession verschärft und Anleger vermehrt nach sicheren Häfen Ausschau halten lässt.

Millennials vertrauen in Krypto

Insbesondere das gelb glänzende Edelmetall Gold sowie der japanische Yen werden vom Konsens als sicherer Hafen eingestuft. Doch das scheint generationsabhängig zu sein: Denn unter den jüngeren Leuten scheinen Kryptowährungen eine höhere Bedeutung zu erhalten. 40 Prozent der von eToro befragten Personen, die durch ihr Geburtsjahr in den 80er und 90er Jahren als Millennials gelten, setzen ihr Vertrauen in Krisenzeiten eher auf digitale Währungen - dabei sollen unter anderen Coins wie Bitcoin, IOTA und Ripple ganz vorne liegen. In Sachen sicherer Hafen setzt dagegen die vorangegangene Generation X, also zwischen 1965 und 1979 Geborene, auf Rohstoffe oder standardisierte Investitionsgüter. Die nach 1995 geborene Generation Z vertraue dagegen in Immobilieninvestments. Das ging zumindest aus der eToro-Umfrage hervor.

Einen kleinen Haken…

…hat die Studie von eToro allerdings, was ihre Aussagekraft betrifft. Allen voran ist darauf hinzuweisen, dass allein die registrierten Nutzer von eToro befragt und nicht die Meinungen von Anlegern außerhalb der Trading-Plattform eingeholt wurden. Dementsprechend ist die Teilnehmerzahl sowie der Befragungszeitraum von zweieinhalb Wochen relativ gering bemessen und möglicherweise als weniger allgemeingültig anzusehen.

Suche nach sicheren Häfen

Das von Unsicherheiten geprägte Börsenumfeld erweist sich insbesondere für defensive Investoren als unerfreulich, weshalb Anleger entsprechende Strategien verfolgen, um ihr Vermögen zu schützen. Denn die Sorgen durch die wirtschaftlichen und politischen Belastungsfaktoren halten an. Dass aus diesen Gründen die Befürchtung, eine Rezession stünde bevor, nicht abebbt und Anleger auf der Suche nach einer Absicherung vor dem Abschwung sind, ist nachzuvollziehen. Vermeintlich sichere Häfen gewinnen in diesem Umfeld an Bedeutung - dabei ist nicht von der Hand zu weisen, dass die Ur-Kryptowährung Bitcoin vermehrt als digitales Save-Haven-Investment gehandelt wird und eine zunehmende Wechselbeziehung zu Gold aufweist. Im August pushte die inverse Zinskurve die Ängste vor einem Wirtschaftsabschwung zusätzlich. Ob tatsächlich eine Rezession in naher Zukunft bevorsteht, darüber sind sich Experten jedoch weiterhin uneins.

Redaktion finanzen.net

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