Darum fällt der Euro unter 1,14 US-Dollar

Der Eurokurs ist am Mittwoch nach schwachen Konjunkturdaten deutlich gefallen.
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Am Nachmittag fiel die Gemeinschaftswährung zeitweise unter 1,14 US-Dollar und erreichte bei 1,1379 Dollar den tiefsten Stand seit etwa zwei Monaten. Zuletzt wurde der Euro wieder etwas höher bei 1,1404 Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1389 (Dienstag: 1,1478) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8780 (0,8712) Euro gekostet.

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Plus500: Beachten Sie bitte die Hinweise5 zu dieser Werbung.Belastet wurde der Euro durch schwache Konjunkturdaten aus der Eurozone. Der vom Forschungsinstitut Markit erhobene Einkaufsmanagerindex war im Oktober auf den niedrigsten Stand seit zwei Jahren gefallen. Damit setzt sich der zum Jahresstart begonnene Sinkflug nach einer kurzen Phase der Stabilisierung fort. Die Markit-Indizes werden viel beachtet und beschreiben die aktuelle wirtschaftliche Lage.
"Der Blick auf das konjunkturelle Bild offenbart derzeit ein stark verunsichertes produzierendes Gewerbe", kommentierte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank. Die Handelsstreitigkeiten und die Diskussionen über den italienischen Haushalt hätten sich belastend ausgewirkt. Zuletzt sei auch der Konflikt mit Saudi-Arabien hinzugekommen. "So manches Investitionsvorhaben wird deshalb vorsichtshalber zurückgestellt", so Gitzel.
Deutlich zugelegt hat dagegen der kanadische Dollar. Die kanadische Notenbank hatte ihren Leitzins um 0,25 Prozentpunkte auf 1,75 Prozent angehoben. Sie stellte außerdem weitere Leitzinsanhebungen in Aussicht. Diese könnten laut Experten auch rascher als in der Vergangenheit erfolgen.
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,88233 (0,88103) britische Pfund, 128,37 (128,76) japanische Yen und 1,1373 (1,1424) Schweizer Franken fest. Der Preis für eine Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London auf 1230,55 (1235,95) Dollar festgesetzt.
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FRANKFURT (dpa-AFX)
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