Steigt die Türkische Lira wieder?

Die türkische Notenbank betreibt seit Monaten eine kuriose, unvorhersehbare Geldpolitik.
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Anfang August wurde trotz einer eskalierenden Inflation und eines Kreditwachstums von mehr als 30 Prozent der Leitzins gesenkt. Die Türkische Lira geriet dadurch noch mehr in den Abwärtsstrudel, in den sie durch die Flucht der Anleger aus dem Risiko ohnehin gerissen wurde. Die Wechselkurse USD/TRY und EUR/TRY stiegen dadurch auf neue Allzeithochs. Die erfolgsverwöhnte Wirtschaft schwächelt und die Inflationsrate droht außer Kontrolle zu geraten.

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Plus500: Beachten Sie bitte die Hinweise5 zu dieser Werbung.EUR/TRY scheitert an Widerstand
Am Freitag versuchte die Notenbank gegenzusteuern und zog die Zinsen zum Teil deutlich an. Vor allem kurzfristig orientierte Zocker sollen abgeschreckt werden. Das hat anscheinend Erfolg. Die Lira legte nach der Zinsentscheidung der Notenbank deutlich zu. EUR/TRY fiel nach dem zweiten erfolglosen Test des Widerstands bei 2,58 TRY bis zur Marke von 2,50 TRY zurück. Kurzfristig kann sich die Korrektur fortsetzen und auch der seit Jahresbeginn bestehende charttechnische Aufwärtstrend kann gebrochen werden. Mittelfristig dürfte die Währung aber unter Druck bleiben – vor allem wenn die allgemeine Risikoaversion an den Märkten wieder steigt.
Dr. Detlef Rettinger ist Chef-Redakteur von Deutschlands einzigem reinen Devisen-Börsenbrief mit Musterdepot, dem Devisen-Trader. Der promovierte Volkswirt besitzt langjährige Erfahrung in der Analyse des Devisenmarktes und im Handel mit Derivaten. Weitere Infos: www.devisen-trader.de. Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.