NVIDIA-Aktie nach Rekordzahlen unter Druck: Experte erklärt den Kursrutsch

NVIDIA liefert erneut Rekordzahlen - dennoch geriet die Aktie am Donnerstag kräftig unter Druck. Der Experte Jim Cramer ordnet den überraschenden Kursrutsch ein.
Werte in diesem Artikel
• NVIDIA-Aktie fällt trotz Rekordzahlen
• Jim Cramer sieht keinen Grund zur Sorge
• Kursrutsch durch technische Handelsbewegungen?
Die Quartalszahlen von NVIDIA sorgten für Aufsehen - allerdings nicht nur wegen starker Ergebnisse, sondern auch wegen eines deutlichen Kursrückgangs. Trotz eines aus Analystensicht überzeugenden Berichts verlor die Aktie am Donnerstag letztlich kräftige 5,46 Prozent auf 184,89 US-Dollar. Vorbörslich geht es am Freitag dann noch marginale 0,06 Prozent auf 184,77 US-Dollar nach unten.
Für den Moderator der CNBC-Sendung Mad Money Jim Cramer ist das jedoch kein Grund zur Sorge. In seiner neusten Folge ordnete er die Reaktion des Marktes ein - und sieht darin sogar Chancen für Anleger.
NVIDIA glänzt mit Rekordzahlen - doch Anleger reagieren skeptisch
NVIDIA hat im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2026 erneut eindrucksvolle Wachstumszahlen vorgelegt: Der Gewinn je Aktie stieg auf 1,62 US-Dollar und übertraf damit die Analystenschätzung von 1,54 US-Dollar deutlich (Vorjahr: 0,89 US-Dollar). Der Umsatz kletterte auf 68 Milliarden US-Dollar nach 39,33 Milliarden US-Dollar im Vorjahresquartal und lag ebenfalls über den erwarteten 66,12 Milliarden US-Dollar. Im Gesamtjahr 2026 erzielte der Konzern einen Gewinn von 4,77 US-Dollar je Aktie (Vorjahr: 2,99 US-Dollar) bei einem Umsatz von 215,93 Milliarden US-Dollar nach 130,49 Milliarden US-Dollar im Jahr zuvor - auch hier wurden die Prognosen übertroffen. Für das laufende Quartal stellt NVIDIA zudem rund 78 Milliarden US-Dollar Umsatz in Aussicht und liegt damit klar über den Markterwartungen. Cramer bezeichnete die Zahlen in "Mad Money" als eine "tour de force"- also als eine Glanzleistung.
Dennoch konnten die Rekordzahlen die Anleger offenbar nicht überzeugen. Als Gründe für den Verkaufsdruck wurden unter anderem Befürchtungen angeführt, dass Kunden ihre Cashflows schneller aufbrauchen, die Umsätze aus China weiterhin ausbleiben und der Wettbewerbsdruck anhält.
Für Cramer sind das jedoch vorgeschobene Argumente. In "Mad Money" betonte er, dass NVIDIA und andere KI-Hardwarewerte offenbar pauschal verkauft wurden, während gleichzeitig zuvor stark gefallene Software-Aktien zulegten. Für ihn ist das ein klares Zeichen für eine größere Umschichtung institutioneller Investoren.
Cramer erklärt den NVIDIA-Kursrutsch: Aggressive Handelsprogramme am Werk?
Cramer sieht hinter der Bewegung vor allem programmgetriebene Handelsstrategien großer Marktteilnehmer. "Die meisten Menschen verstehen nicht, wie diese Arten von [Handels-]Programmen funktionieren. Sie basieren nicht auf den spezifischen Fundamentaldaten einzelner Unternehmen. Sie basieren auf Intuition, auf der Überzeugung, dass der Markt für eine Art von Unternehmen zu viel bezahlt und sagen wir für eine andere nicht genug", erklärte er in der CNBC-Sendung. Seine Schlussfolgerung für Privatanleger ist klar: "Ich würde die [Verkaufswelle] nutzen, um die Aktien, die man mag, zu reduzierten Preisen zu kaufen." Anleger sollten solche Tage daher nicht überbewerten.
Für Jim Cramer ist der Kursrückgang nach der NVIDIA-Bilanz daher kein Warnsignal. "Das Programm, das ich heute gesehen habe, war gigantisch und unerbittlich und nutzte den Moment, um Gewinner in Verlierer zu verwandeln", ergänzte Cramer. Damit spielte der Experte auf ein großes Handelsprogramm an, das an diesem Tag besonders aggressiv vorging: Aktien, die zuvor stark gestiegen waren, wurden verkauft, während gleichzeitig zuvor schwache Titel gekauft wurden. Solche Bewegungen werden oft von technischen Faktoren gesteuert und spiegeln nicht die tatsächliche Stärke der Unternehmen wider. Die Fundamentaldaten von NVIDIA seien stark. Für Cramer eröffnet der Kursrutsch bei NVIDIA daher potenziell attraktive Einstiegschancen - sofern man langfristig vom Geschäftsmodell überzeugt ist. Ob der Experte recht behält, bleibt - wie so oft - abzuwarten.
Redaktion finanzen.net
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