HeidelbergCement-Aktie fest - Aussicht auf Bonitätsverbesserung

Der Baustoffkonzern HeidelbergCement will trotz eines Gewinnrückgangs eine deutlich höhere Dividende zahlen und erwartet 2015 ein kräftiges Umsatzplus.
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Der Baustoffkonzern HeidelbergCement sprüht nach einem guten Geschäftsjahr 2014 vor Optimismus und setzt sich hohe Ziele. Im laufenden Jahr will das im DAX notierte Unternehmen Umsatz und Ergebnisse um mindestens zehn Prozent steigern, sagte Unternehmenschef Bernd Scheifele am Donnerstag während der Pressekonferenz in Heidelberg. Die Entwicklung der ersten zwei Monate bestätigten den Ausblick. "Wir liegen in diesen zwei Monaten deutlich über Plan und über Vorjahr."
Zuversichtlich stimmt ihn neben gut laufenden Geschäften in den USA und Deutschland vor allem die Entwicklung in Großbritannien. 2014 konnte HeidelbergCement dort den Gewinn dank des Baubooms verdoppeln. Auch für das laufende Jahr rechnet Scheifele in dem für das Unternehmen wichtigen Land mit einem Ergebnissprung von mindestens 50 Prozent. Der deutlich gesunkene Ölpreis und der schwächere Euro würden zusätzlich für Rückenwind sorgen, sagte Scheifele.
BESTES JAHR SEIT DER FINANZKRISE
Am Markt kam der Ausblick gut an. Die Aktie legte zeitweise um rund 3 Prozent zu. Die Analysten von Davy Research sprachen von optimistischen Unternehmenszielen. Diese dürften die endgültigen Jahreszahlen überstrahlen, bei denen der Nettogewinn wegen einiger Sondereffekte ihre Schätzungen verfehlt habe. Auch die geringer als erwartet ausgefallene Dividendenerhöhung sollte in den Hintergrund rücken, ergänzte ein weiterer Börsianer.
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern vor Abschreibungen (Ebitda) legte 2014 um 3,0 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro zu. Der Umsatz kletterte um 4 Prozent auf 12,6 Milliarden Euro. "Wir sind deutlich stärker aus der Finanzkrise herausgekommen als wir hineingegangen sind", sagte Scheifele. Das Unternehmen befinde sich "in der besten Verfassung seit 15 Jahren". Umsatz und operatives Ergebnis würden auf einem klaren Wachstumstrend liegen.
DEUTLICH HÖHERE DIVIDENDE
Der Gewinn nach Steuern ging im vergangenen Jahr zwar mit 687 Millionen Euro um 26 Prozent zurück, aber im Jahr zuvor hatten der Verkauf einer Beteiligung und ein positiver Gerichtsentscheid HeidelbergCement 420 Millionen Euro zusätzlich in die Kasse gespült. Aufgrund der guten Geschäftsentwicklung will das Unternehmen die Dividende um ein Viertel auf 75 Cent erhöhen.
Beim Schuldenabbau kommt HeidelbergCement gut voran. Ende 2014 betrug die Nettoverschuldung 6,9 Milliarden Euro. Das waren fast 400 Millionen Euro weniger als Ende 2013. Darin enthalten ist allerdings noch nicht der Erlös aus dem milliardenschweren Verkauf des Bauprodukte-Geschäfts. Mit diesem liege die Verschuldung klar unter 6 Milliarden Euro, betonte Scheifele. "Wir haben nach Meinung des Kapitalmarktes geliefert, was wir versprochen haben.?
NEUE STRATEGIE MITTE JUNI
Nun stehe die Frage im Raum, wie HeidelbergCement künftig die Mittel aus dem freien Cashflow verwende. Diese lagen 2014 etwa bei knapp einer Milliarde Euro. Daher spiele das Unternehmen derzeit mehrere Szenarien durch. So könnte beispielsweise das Geld für mehr Investitionen in Wachstum oder für eine höhere Dividenden verwendet werden. Aktionäre aus den USA, die bei HeidelbergCement gut 30 Prozent der Anteilseigner ausmachten, seien zudem sehr an Aktienrückkäufen interessiert.
Weniger stark im Fokus werde nicht zuletzt wegen der niedrigen Zinsen der Schuldenabbau stehen. HeidelbergCement will Mitte Juni neue Ziele vorstellen. Allerdings dämpfte Scheifele zu hohe Erwartungen: "Das Unternehmen steht nicht für eine revolutionäre, sondern eher für evolutionäre Entwicklung." HeidelbergCement beschäftigte Ende 2014 knapp 45 000 Mitarbeiter./mne/she/stb
--- Von Michaela Nehren-Essing, dpa-AFX ---
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