Nervöser Markt

KI-Kater an den Börsen: Aktien von Alibaba, Tencent & Co. geraten unter Druck

24.02.26 13:53 Uhr

Tech-Ausverkauf in Hongkong: KI-Zweifel setzen Aktien von Alibaba, Tencent & Co. zu | finanzen.net

Eine KI-Studie von Citrini Research versetzt die globalen Märkte in Aufruhr und löst auch bei chinesischen Titel Kursrückgänge aus.

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• Citrini Research-Studie beunruhigt den Tech-Markt
• KI-Sorgen und "Investoren-Rebellion"
• Chinesische Tech-Giganten im Tiefflug

KI-Sorgen am Markt

Der US-Aktienmarkt erlebte am Montag einen massiven Ausverkauf, bei dem die großen Indizes um mehr als ein Prozent einknickten. Während die neue Zoll-Eskalation durch Präsident Trump für Unruhe sorgte, war es vor allem eine tief sitzende KI-Skepsis, die den Technologiesektor - und hier insbesondere die Software-Branche - in die Tiefe riss, wie Business Insider erklärt.

Laut CNBC-Moderator Jim Cramer hat die tiefsitzende Angst vor den disruptiven Folgen der Künstlichen Intelligenz den Aktienmarkt extrem verwundbar gemacht. Nachdem der S&P 500 und der NASDAQ Composite herbe Verluste einstecken mussten, warnte Cramer, dass Kurse heutzutage viel zu leicht einbrechen, sobald das Thema KI in ein negatives Licht gerückt wird.

Auslöser für die jüngste Nervosität war eine Studie von Citrini Research mit dem beunruhigenden Titel "Die globale Intelligenzkrise 2028". Die Analysten entwarfen darin ein Szenario, in dem KI Büroarbeitsplätze so effizient ersetzt, dass die Arbeitslosigkeit auf bis zu 10 Prozent steigen könnte. Während Cramer diese Vision als "dystopische Science-Fiction" und "überzogen" abtut - er glaubt fest daran, dass KI mehr Jobs schafft als vernichtet -, zeigt er sich gleichzeitig frustriert darüber, wie bereitwillig der Markt solche Erzählungen als wissenschaftliche Fakten akzeptiert.

Marktstrategen beobachten laut Business Insider derzeit zudem eine Art "Investoren-Rebellion" gegen die gigantischen KI-Ausgaben. Viele Unternehmen investieren Milliarden, doch die Monetarisierungspläne bleiben oft vage. Diese Skepsis spiegelt sich auch im Verhalten der Profis wider: "Hedgefonds haben sich aggressiv zurückgezogen, wobei die Nettoverkäufe von US-Aktien in diesem Monat so schnell voranschritten wie seit März letzten Jahres nicht mehr, und der Nettoverschuldungsgrad den zweitgrößten und stärksten monatlichen Rückgang seit einem Jahrzehnt verzeichnen dürfte", so Mark Hackett, Chefmarktstratege bei Nationwide.

Chinesische Tech-Riesen geraten unter Druck

Doch nicht nur der US-Markt ist von der weitreichenden KI-Skepsis betroffen. Inzwischen erreicht die Unsicherheit auch Hongkong: Nach den schwachen Vorgaben der Wall Street zeigt sich vor allem die Tech-Branche angeschlagen. Auch hier zeigt sich der Markt betroffen von der Veröffentlichung von Citrini Research vom Wochenende. Unter den prominentesten Beispielen für gefährdete Geschäftsmodelle finden sich die chinesischen Tech-Riesen Alibaba, Tencent und Baidu.

So schloss die Alibaba im Hongkonger Handel letztlich 2,3 Prozent tiefer bei 148,7 HKD. Für Tencent ging er derweil um 2,97 Prozent abwärts auf 522 HKD, während Baidu den Handelstag um 2,48 Prozent leichter abschloss bei 129,90 HKD.

Redaktion finanzen.net

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Bildquellen: Gil C / Shutterstock.com, Stefano Zaccaria / Shutterstock.com

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25.01.2017Alibaba NeutralWedbush Morgan Securities Inc.
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29.10.2015Alibaba HoldStandpoint Research
06.05.2015Alibaba HoldT.H. Capital
23.02.2012Alibabacom neutralNomura
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20.04.2017Alibaba ReduceStandpoint Research
02.12.2011Alibabacom reduceNomura
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27.09.2011Alibabacom underperformMacquarie Research
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