MORNING BRIEFING - USA/Asien

31.03.25 08:03 Uhr

Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:

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+++++ FEIERTAGSHINWEIS +++++

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MONTAG: In Singapur bleiben die Börsen wegen des Feiertages Hari Raya Puasa (Ende des Ramadan) geschlossen.

+++++ TAGESTHEMA +++++

Die Trump-Administration kämpft mit der schnellen Umsetzung der Zollagenda bis zur selbst gesteckten Frist am Mittwoch. Offen ist noch die Frage, ob die USA individuelle Zollsätze für die jeweiligen Handelspartner einführen werden, wie dies Präsident Trump in den vergangenen Wochen angedeutet hatte, oder ob das Wahlkampfversprechen pauschaler Zölle, die praktisch jedes Land beträfen, das mit den USA Geschäfte macht, eingelöst wird, wie Personen sagen, die mit den Gesprächen vertraut sind. Trump spielte in den zurückliegenden Wochen überwiegend die Erwartungen an seinen Plan so genannter reziproker Zölle herunter, der am 2. April in Kraft treten soll. Dieser Linie blieb er auch am Sonntagabend treu, als er sagte, er werde "viel großzügiger" sein als zuvor bei seinem Versprechen angekündigt, die US-Zölle denen anderer Länder anzugleichen. Trump habe sein Team allerdings in den vergangenen Tagen dazu gedrängt, aggressiver vorzugehen, sagten Personen, die mit den Gesprächen vertraut sind. Er habe sie ermutigt, Pläne zu entwickeln, die höhere Zölle auf eine breitere Palette von Ländern anwenden würden. Trump bekräftigte diese Haltung am Sonntagabend insofern, als er sagte, er werde "im Wesentlichen" alle Handelspartner der USA mit Zöllen belegen. Wie genau das geschehen soll, bleibt allerdings unklar. Zuletzt haben Berater erwogen, globale Zölle von bis zu 20 Prozent zu erheben, die praktisch alle Handelspartner der USA treffen würden.

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MBI/WSJ/crb/31.3.2025+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++

- US

15:45 Index Einkaufsmanager Chicago März

PROGNOSE: 43,6

zuvor: 45,5

16:00 Zahl offener Stellen (Jolts) Februar

+++++ ÜBERSICHT INDIZES +++++

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Index zuletzt +/- %

E-Mini-Future S&P-500 5.584,25 -0,7%

E-Mini-Future Nasdaq-100 19.229,50 -1,2%

S&P/ASX 200 (Sydney) 7.843,40 -1,7%

Nikkei-225 (Tokio) 35.696,64 -3,8%

Hang-Seng (Hongk.) 23.041,33 -1,6%

Schanghai-Comp. 3.323,39 -0,8%

Kospi (Seoul) 2.482,12 -3,0%

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

OSTASIEN (VERLAUF)

Sehr schwach - Teils massive Kursverluste verzeichnen die Indizes an den ostasiatischen Börsen am Montag, nachdem am Freitag an der Wall Street Ausverkaufsstimmung herrschte. Dort hatten viele Akteure angesichts von Konjunktur- und Inflationssorgen sowie wegen der Unsicherheit im Hinblick auf weitere US-Strafzölle die Reißleine gezogen. Und für den Start am Montag signalisieren die Futures auf die US-Indizes bereits weitere deutliche Abgaben. In Tokio kommt zusätzlicher Gegenwind vom weiter aufwertenden Yen. Hintergrund ist eine breite Dollarschwäche, ausgelöst von Sorgen um die US-Konjunktur. Sicherheit suchen Anleger in diesem Umfeld in japanischen Staatsanleihen, deren Renditen entsprechend sinken. In Seoul könnte die Abwärtstendenz dadurch verstärkt werden, dass die lokalen Regulierungsbehörden Leerverkäufe nach einem vorübergehenden Verbot nun wieder erlauben. Hongkong hält sich mit einem nur ganz kleinen Minus deutlich besser. Dort hatte das Marktbarometer aber in der Vorwoche aber bereits deutliche Rücksetzer hinnehmen müssen. Möglicherweise stützen hier aber auch Wirtschaftsdaten aus China. Dort sind Einkaufsmanagerindizes für März besser ausgefallen als im Vormonat und teils auch besser als erwartet. Hauptthema und größter Unsicherheitsfaktor sind aber die Zollpläne von US-Präsident Donald Trump. Der 2. April ist der schon länger im Raum stehende Stichtag, ab dem nicht nur mittlerweile beschlossene Strafzölle - beispielsweise auf Autoimporte - greifen sollen; zu befürchten ist auch, dass Trump dann weitere, sogenannte reziproke Zölle verkünden wird, mit denen er auf Zölle reagieren will, die andere Staaten auf US-Produkte erheben.

WALL STREET

INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

DJIA 41.583,90 -1,7% -715,80 -0,6%

S&P-500 5.580,94 -2,0% -112,37 -3,2%

NASDAQ Comp 17.322,99 -2,7% -481,04 -7,8%

NASDAQ 100 19.281,40 -2,6% -517,22 -5,8%

Umsatzdaten

Freitag Donnerstag

Umsatz NYSE (Aktien) 1.043 Mio 978 Mio

Gewinner 591 1.152

Verlierer 2.187 1.586

unverändert 56 87

Sehr schwach - Zoll-, Inflations- und Konjunktursorgen sorgten für Verkaufslaune, zumal vor dem Wochenende, wo schnelle Reaktionen auf neue Entwicklungen nicht möglich sind. US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt öfters am Wochenende Aussagen zur weiteren Zollpolitik verlautbaren lassen. Dazu herrschte Unsicherheit vor einem möglichen großen Zoll-Rundumschlag am 2. April. Auf der Inflationsseite dämpfte der stärker als erwartet gestiegene PCE-Deflator, immerhin das bevorzugte Inflationsmaß der Fed, Zinssenkungshoffnungen. Konjunkturseitig enttäuschte der Index der Verbraucherstimmung der Uni Michigan. Auf die Stimmung drückte auch das Börsendebüt des KI-Cloud-Computing-Unternehmens Coreweave. Die Aktie beendete den ersten Handelstag auf dem Niveau des zuvor deutlich reduzierten Ausgabepreises von 40 Dollar. Autowerte gaben mit den verhängten Zöllen weiter nach. Ford fielen um 1,8 Prozent, GM und Stellantis um 1,2 bzw. 4 Prozent. Auch Tesla (-3,5%) gaben diesmal nach, obwohl der E-Autohersteller für die USA nur im heimischen Markt produziert. Lululemon brachen um 14,3 Prozent ein, belastet von einem enttäuschenden Ausblick.

US-ANLEIHEN

Die Anleihekurse stiegen, die Renditen fielen kräftig - im Zehnjahresbereich um 11 Basispunkte auf 4,26 Prozent. Auslöser für die Flucht aus Aktien in Anleihen war Konjukturpessimismus, nachdem die Stimmung der US-Verbraucher in zweiter Lesung auf den niedrigsten Stand seit November 2022 gesunken war.

DEVISEN

zuletzt +/- % 00:00 Fr, 8:15 Uhr % YTD

EUR/USD 1,0834 0,2 1,0816 1,0788 +4,6%

EUR/JPY 161,46 -0,3 161,86 162,45 -0,2%

EUR/GBP 0,8362 -0,0 0,8363 0,8327 +1,2%

GBP/USD 1,2956 0,2 1,2933 1,2956 +3,4%

USD/JPY 149,03 -0,4 149,65 150,58 -4,6%

USD/KRW 1.471,15 0,1 1.470,40 1.466,67 -0,3%

USD/CNY 7,1751 -0,1 7,1799 7,1829 -0,4%

USD/CNH 7,2572 -0,2 7,2709 7,2725 -0,8%

USD/HKD 7,7785 -0,0 7,7787 7,7774 +0,1%

AUD/USD 0,6282 0,0 0,6280 0,6289 +1,9%

NZD/USD 0,5710 0,0 0,5707 0,5714 +2,2%

BTC/USD 82.120,05 -0,1 82.178,35 85.741,45 -9,5%

YTD bezogen auf Schlusskurs des Vortags

Auch beim Dollar dominierte Konjunkturpessimismus, der Dollarindex sank um weitere 0,3 Prozent. Im Handel war von Stagflationssorgen die Rede wegen der Zollpolitik die Rede. Die Deutsche Bank warnte vor sinkendem Wachstum bei steigender Teuerung.

++++ ROHSTOFFE +++++

ÖL

zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 69,06 69,05 +0,0% +0,01 +1,6%

Brent/ICE 73,39 73,38 +0,0% +0,01 -3,1%

YTD bezogen auf Schlusskurs des Vortags

Die Ölpreise ermäßigten sich um bis zu 1 Prozent - auch hier gaben Konjunktursorgen die Richtung vor. Die neuen Zölle von US-Präsident Trump auf Autoimporte schürten Ängste vor einem umfassenden Handelskrieg, der die globale Ölnachfrage belasten könnte.

METALLE

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold 3117,28 3085,3 +1,0% +31,98 +17,6%

Silber 31,73 31,55 +0,6% +0,18 +13,0%

Platin 914,15 911,62 +0,3% +2,53 +3,9%

Kupfer 5,0965 5,13 -0,7% -0,03 +25,5%

YTD bezogen auf Schlusskurs des Vortags

Der Goldpreis jagt von einem Allzeithoch zum nächsten - die Feinunze verteuerte sich um 0,9 Prozent. Nach Einschätzung von Marktanalyst Fawad Razaqzada von Forex.com trieb die Angst vor einer Eskalation der Handelsspannungen Anleger in den vermeintlich sicheren Gold-Hafen. Auch die Dollarschwäche und gesunkene Marktzinsen halfen.

+++++ MELDUNGEN SEIT FREITAG 20.00 UHR +++++

CHINA - Konjunktur

Die Stimmung in der chinesischen Industrie ist im März nach offiziellen Angaben gestiegen. Der Einkaufsmanagerindex für den verarbeitenden Sektor erhöhte sich auf 50,5 (Februar: 50,2). Ökonomen hatten einen Stand von 50,4 Punkten prognostiziert. In der Dienstleistungsbranche stieg der Index auf 50,8 (Vormonat: 50,4) Punkte.

CHINA - Bankensektor

Vier der größten Banken Chinas wollen sich im Rahmen eines großen Konjunkturplans umgerechnet 66,1 Milliarden Euro durch Aktienverkäufe besorgen. Das Vorhaben des Finanzministeriums zielt darauf ab, so die Kreditvergabe zu erhöhen und die Wirtschaft anzukurbeln. Die Bank of Communications, die Bank of China, die China Construction Bank und die Postal Savings Bank of China teilten am Sonntag mit, sie würden insgesamt 520 Milliarden Yuan durch Aktienplatzierungen aufbringen. Ihren Angaben zufolge wird das Ministerium bei jeder der vier Kapitalerhöhungen Hauptinvestor sein und Aktien im Wert von insgesamt 500 Milliarden Yuan erwerben.

SÜDKOREA - Haushalt

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March 31, 2025 02:04 ET (06:04 GMT)