Börse Frankfurt: DAX zum Handelsende an Nulllinie - Was macht die Fed?

Vor den erwarteten Zinserhöhungen der US-Notenbank und der Europäischen Zentralbank in dieser Woche kam der DAX kaum vom Fleck.
An der Frankfurter Börse ging es mit dem DAX zu Beginn abwärts. Die 15.000er-Marke wurde zeitweise unterschritten. Bis zum Handelsende konnte das Börsenbarometer die Verluste eingrenzen und notierte schlussendlich 0,01 Prozent höher bei 15.128,27 Zählern.
Bei den Unternehmen setzte sich der Reigen an Unternehmenszahlen fort. Vor allem US-Unternehmen öffneten ihre Bücher, bevor die europäische Bilanzsaison im weiteren Wochenverlauf Fahrt aufnimmt.
Was macht die US-Notenbank?
Unter Börsianern gilt es als ausgemachte Sache, dass die Fed am Mittwoch das Zinstempo drosseln und den Leitzins nur noch um 25 Basispunkte erhöhen wird. Entscheidend werde daher der weitere Zinsausblick von Fed-Chef Jerome Powell sein, so Thomas Altmann, Portfoliomanager vom Vermögensverwalter QC Partners gegenüber Reuters. "An den Börsen wird noch immer mit ersten Zinssenkungen ab dem Spätsommer oder Herbst gerechnet. Es ist gut möglich, dass Jerome Powell diesen Hoffnungen ein jähes Ende bereitet."
Konjunkturdaten auf Agenda
Anleger haben die am Vormittag veröffentlichten Zahlen zum Wirtschaftswachstum in der Euro-Zone im Blick. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg um 0,1 Prozent gegenüber dem Vorquartal, wie die Statistikbehörde Eurostat in einer ersten Schnellschätzung berichtete. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten ein Minus von 0,1 Prozent vorausgesagt. Im dritten Quartal war die Wirtschaft um bestätigt 0,3 Prozent gewachsen. Im Jahresvergleich lag das BIP im vierten Quartal um 1,9 Prozent höher. Volkswirte hatten ein Plus von 1,7 Prozent erwartet. Im dritten Quartal hatte die Wirtschaft um bestätigt 2,3 Prozent zugelegt.
Am Montag hatte der Rückgang des deutschen Bruttoinlandsprodukt um 0,2 Prozent im vierten Quartal die Anleger überrascht. Der deutschen Wirtschaft droht damit wegen der Kaufzurückhaltung der inflationsgeplagten Verbraucher eine Winterrezession. Dagegen hatte das Statistische Bundesamt die Veröffentlichung der Daten zur deutschen Inflation im Januar verschoben. Das Amt hatte am Vortag ein technisches Problem in der Datenaufbereitung angeführt, weswegen die Mitteilung nicht zum geplanten Termin an diesem Dienstag erfolgen kann. Als neuer Termin wurde die Woche vom 6. bis 10. Februar genannt.
Redaktion finanzen.net / Reuters / Dow Jones Newswires
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