MÄRKTE USA/Wall Street vor freundlicher Eröffnung

18.02.26 14:28 Uhr

DOW JONES--Zum Start in den Mittwochshandel dürfte an den US-Börsen eine freundliche Stimmung herrschen. Auch wenn die technologielastige Nasdaq am Terminmarkt etwas deutlicher steigt als der breite Markt, halte die Unsicherheit wegen der jüngsten Befürchtungen, Künstliche Intelligenz (KI) könnte traditionelle Geschäftsmodelle vieler Unternehmen bedrohen, bestehen. Auch hinter der Refinanzierbarkeit der extrem hohen KI-Investitionen über künftige Gewinne stehe ein Fragezeichen. "Die Nervosität bezüglich des breiten KI-Themas hält an", erläutert Marktstratege Michael Brown von Pepperstone.

Trotz einiger Konjunkturdaten wie der Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter, die Baubeginne sowie der Industrieproduktion steht diesmal das Protokoll der jüngsten US-Notenbanksitzung im Fokus, das im späten Verlauf veröffentlicht wird. Investoren erhoffen sich Hinweise über die Verteilung zwischen geldpolitischen "Falken" und "Tauben" innerhalb der Fed. Damit könne man abschätzen, wie am Freitag die Reaktion auf den PCE-Index ausfallen werde, kommentiert ein Händler. Denn dieser gilt als der entscheidende Maßstab für die Inflationsprojektionen der US-Notenbank.

Fallende Anleihekurse lassen die Renditen derweil steigen. Zehnjährige US-Staatsanleihen rentieren 2 Basispunkte höher bei 4,07 Prozent. Brown glaubt indes nicht, dass die anstehenden Daten größeren Einfluss auf den Rentenmarkt haben dürften.

Die anziehenden Marktzinsen hieven den Dollar leicht nach oben - der Dollar-Index gewinnt 0,1 Prozent. Auch die Zusage Japans, 36 Milliarden Dollar in den USA zu investieren, gebe dem Greenback Rückenwind, heißt es. Der Euro schwächelt derweil ganz leicht. Ein vorzeitiger Abschied von Christine Lagarde an der Spitze der Europäischen Zentralbank (EZB) ist nicht mehr auszuschließen. Ein EZB-Sprecher sagte zwar, Lagarde habe keine Entscheidung bezüglich des Endes ihrer Amtszeit getroffen. Das muss sie eigentlich auch nicht, denn dieses Ende steht fest: Oktober 2027. Die Reaktion des Sprechers wird am Markt als indirekte Bestätigung eines Berichts der Financial Times (FT) interpretiert. Das Blatt hat über einen vorzeitigen Abgang Lagardes geschrieben. Auswirkungen auf die EZB-Geldpolitik hätte ein solcher Schritt allerdings kaum.

Beim Gold nutzen die Anleger den jüngsten Rücksetzer zum Kauf. Der Preis für die Feinunze erhöht sich um 1,6 Prozent. Wegen der Feiertage in China wird der Umsatz allerdings als dünn charakterisiert. "Kurzfristig bleiben die Erwartungen hinsichtlich Zinssenkungen entscheidend, da niedrigere Kreditkosten ertraglose Vermögenswerte wie Gold stützen würden", erläutert MUFG-Analystin Soojin Kim. Niedrige Inflationsdaten in Großbritannien befeuern dort die Zinssenkungsfantasie.

Der Ölpreis steigt um 2,8 Prozent, trotz der Berichte über Fortschritte bei den US-iranischen Verhandlungen. Die Gefahr, dass der Konflikt wieder eskaliere, stütze den Ölpreis, erklären Marktteilnehmer.

Unter den Einzelwerten stürzen Palo Alto vorbörslich um 7,4 Prozent ab. Das Cybersicherheitsunternehmen hat zwar mit den Quartalszahlen die Erwartungen übertroffen und seine Prognose zum Jahresumsatzes angehoben, doch enttäuscht die Gewinnprognose für das laufende Quartal. Nvidia klettern um 1,9 Prozent. Die Facebook-Mutter Meta hat angekündigt, "Millionen" der von Nvidia entwickelten Grafikprozessoren Blackwell und Rubin zu kaufen.

Kenvue steigen um 0,5 Prozent. Der Hersteller des Schmerzmittels Tylenol (Paracetamol) und Marken wie Listerine oder Neutrogena hat im Quartal mehr verdient als erwartet. Vor der geplanten Übernahme durch Kimperly-Clark will Kenvue 3,5 Prozent der Belegschaft abbauen. Steel Dynamics gewinnen 1,2 Prozent. Der Stahlhersteller hat sein Angebot für die australische Bluescope Steel nachgebessert.

New York Times ziehen um 2,7 Prozent an, nachdem die Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway eine neue Beteiligung im Schlussquartal 2025 aufgebaut hat, wie aktuelle Daten zeigen. Sandisk fallen um 4,3 Prozent - die frühere Mutter Western Digital will weitere Aktien am Hersteller von Speichertechnologie veräußern. Sandisk kündigte eine Sekundärplatzierung ihrer Aktien im Wert von 3,09 Milliarden US-Dollar an.

Analog Devices (+5,3%) hat für das erste Geschäftsquartal einen höheren Gewinn und ein Wachstum der Auftragseingänge gemeldet. Cadence Design Systems steigen um 7,2 Prozent und führen die Gewinnerliste im S&P-500 nach starken Geschäftszahlen an.

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DEVISEN zuletzt +/- % 0:00 Di, 18:44 Uhr % YTD

EUR/USD 1,1845 -0,1% 1,1853 1,1835 +0,9%

EUR/JPY 182,01 +0,2% 181,67 181,67 -1,4%

EUR/CHF 0,9126 -0,1% 0,9133 0,9129 -1,9%

EUR/GBP 0,8724 -0,2% 0,8739 0,8740 +0,2%

USD/JPY 153,66 +0,3% 153,27 153,50 -2,3%

GBP/USD 1,3577 +0,1% 1,3564 1,3542 +0,7%

USD/CNY 6,9217 -0,0% 6,9247 6,9244 -1,4%

USD/CNH 6,8854 +0,0% 6,8852 6,8877 -1,3%

AUS/USD 0,7073 -0,2% 0,7086 0,7057 +6,2%

Bitcoin/USD 67.541,30 +0,1% 67.495,65 66.950,25 -23,7%

ROHÖL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 64,00 62,26 +2,8% 1,74 +8,6%

Brent/ICE 69,31 67,42 +2,8% 1,89 +10,6%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold 4.956,71 4.878,75 +1,6% 77,96 +12,9%

Silber 76,08 73,38 +3,7% 2,71 +2,9%

Platin 1.742,30 1.698,73 +2,6% 43,57 -3,1%

Kupfer 5,73 5,64 +1,5% 0,08 +0,3%

YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags

(Angaben ohne Gewähr)

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf/thl

(END) Dow Jones Newswires

February 18, 2026 08:28 ET (13:28 GMT)

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