MÄRKTE EUROPA/DAX setzt Erholung fort - Inflationsdaten ohne Einfluss
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(Wiederholung)
DOW JONES--Nach dem Plus zum Wochenstart ist es an den europäischen Aktienmärkten am Dienstag weiter nach oben gegangen. Nach einem nervösen Handel schloss der DAX 0,5 Prozent höher bei 22.680 Punkten, für den Euro-Stoxx-50 ging es um 0,5 Prozent auf 5.570 Punkte aufwärts. Das erste Quartal ist bereits zu Ende, nach einem teils guten Start in das Jahr ging es für Aktien nach unten. Der DAX notiert gegenüber dem Jahresstart gut 7 Prozent tiefer. Ein Barrel der Nordsee-Sorte Brent zur Lieferung im Juni notierte zum Ende des europäisch dominierten Handels wenig verändert bei 107 Dollar. An den Anleihemärkten treten die Kurse nahezu auf der Stelle, während am Devisenmarkt der Euro fester bei rund 1,1520 Dollar notiert. Die Finanzmärkte hatten zuletzt deeskalierende Signale im gegenwärtigen Konflikt im Nahen Osten als Hinweis auf ein mögliches baldiges Ende der militärischen Auseinandersetzungen interpretiert. Zwar zeichneten sich die Parameter für eine Waffenruhe zunehmend ab, doch bleibt die Dauer des energiepolitischen Schocks weiterhin unsicher.
Elliot Hentov, Stratege bei State Street, geht im Basisszenario mit einer Wahrscheinlichkeit von rund 60 Prozent von einem vergleichsweise kurzen Konflikt aus. Gleichzeitig sieht der Experte ein nicht unerhebliches Risikoszenario mit einer Wahrscheinlichkeit von etwa 40 Prozent. In diesem Fall könnte das iranische Regime weiterhin ausreichend Drohnenkapazitäten besitzen, um Störungen der Energieversorgung aufrechtzuerhalten und den Konflikt über mehrere Monate zu verlängern. In einem solchen Szenario könnten die Energiepreise deutlich steigen - der Ölpreis könnte bis Ende April auf 120 bis 150 US-Dollar klettern.
Euroraum-Teuerung folgt "mildem" EZB-Szenario
Trotz des Sprungs der Energiepreise im März entsprechen die tatsächlichen Inflationsraten von 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr nach Aussage von Commerzbank-Volkswirt Vincent Stamer am ehesten dem mildesten Szenario der Europäischen Zentralbank (EZB), in dem die Inflation im zweiten Quartal nur knapp über die Marke von 3 Prozent klettert. "Das spricht dagegen, dass die EZB ihre Leitzinsen wie vom Markt erwartet mehrmals anheben wird", schreibt er in einem Kommentar. Die Commerzbank-Volkswirte gingen davon aus, dass die EZB einmal im April die Leitzinsen erhöhen oder zumindest einen Zinsschritt im Juni andeuten werde. Für sich genommen hätte der deutlich höhere Ölpreis Stamer zufolge im März für einen noch höheren Sprung der Energiepreise gesprochen. Dass es nicht so weit gekommen sei, gehe auf Steuersenkungen in Spanien und Italien als Reaktion auf die hohen Energiepreise zurück.
Essilorluxottica und Meta bringen KI-Brillen mit Sehstärke auf den Markt
Der Augenoptik-Konzern Essilorluxottica (+0,4%) und der Technologiekonzern Meta erweitern ihr Sortiment an Brillen mit Künstlicher Intelligenz (KI) um zwei Produktlinien für Träger von Korrekturgläsern. Die Brillen werden über eine Taste verfügen, die die KI-Funktionen von Meta aktiviert und den Trägern Zugriff auf Kurzbefehle und Inhalte ermöglicht. Die neuen Produkte setzen die Partnerschaft zwischen Meta und dem französisch-italienischen Konzern Essilorluxottica fort, der sowohl den traditionellen Markt als auch den Markt für intelligente Brillen dominiert. Das Unternehmen setzt auf einen Nachfrageboom bei Wearables, um den Umsatz aus seinen Smartglasses-Kooperationen mit dem Facebook-Mutterkonzern Meta zu steigern.
Nach dem Plus am Vortag ging es für Redcare Pharmacy um weitere 12 Prozent nach oben, Wettbewerber Docmorris legten um 12,7 Prozent zu. Treiber war die aktuelle Diskussion, die Kosten für das Gesundheitwesen zu senken. Die Analysten von Metzler werten die aktuellen Vorschläge der Finanzkommission für Gesundheit als positiv für Online-Apotheken, da Patienten bei höheren Kosten verstärkt nach günstigeren Angeboten suchten. Insgesamt könnten die empfohlenen Änderungen die Online-Durchdringung bei E-Rezepten (eRx) beschleunigen, da höhere Eigenanteile die Verbraucher dazu bewegen könnten, von stationären Apotheken zu preislich wettbewerbsfähigeren Versandapotheken zu wechseln.
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Index Schluss Entwicklung in % Seit Jahresbeginn (%)
Euro-Stoxx-50 5.570 0,50 -4,31
Stoxx-50 4.856 0,15 -1,41
Stoxx-600 583 0,41 -1,94
DAX 22.680 0,52 -7,87
FTSE-100 London 10.128 0,48 1,98
CAC-40 Paris 7.772 0,57 -4,63
AEX Amsterdam 964 -0,49 1,39
ATHEX-20 Athen 5.081 3,02 -5,05
BEL-20 Brüssel 5.030 0,86 -0,95
BUX Budapest 120.771 0,50 8,77
OMXH-25 Helsinki 5.826 0,32 2,14
OMXC-20 Kopenhagen 1.378 0,68 -14,31
PSI 20 Lissabon 9.070 0,68 9,75
IBEX-35 Madrid 16.969 0,47 -1,96
FTSE-MIB Mailand 43.823 1,11 -2,49
OBX Oslo 2.001 1,48 25,21
PX Prag 2.470 1,60 -8,01
OMXS-30 Stockholm 2.890 1,35 0,25
WIG-20 Warschau 122.459 1,84 2,56
ATX Wien 5.294 0,93 -0,61
SMI Zürich 12.669 0,85 -4,51
DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Mo, 17:20 Uhr
EUR/USD 1,1524 +0,5 0,0059 1,1465 1,1451
EUR/JPY 183,3 +0,1 0,2500 183,05 182,7600
EUR/CHF 0,9245 +0,9 0,0082 0,9163 0,9163
EUR/GBP 0,8732 +0,5 0,0040 0,8692 0,8684
USD/JPY 159,03 -0,4 -0,6900 159,72 159,5800
GBP/USD 1,319 +0,0 0,0005 1,3185 1,3183
USD/CNY 6,898 -0,2 -0,0139 6,9119 6,9134
USD/CNH 6,9015 -0,2 -0,0135 6,9150 6,9186
AUS/USD 0,6859 +0,1 0,0008 0,6851 0,6848
Bitcoin/USD 66.797,03 +0,3 203,71 66.593,32 67.387,43
ROHOEL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
WTI/Nymex 104,51 +1,6 1,63 102,88
Brent/ICE 118,88 +5,4 6,10 112,78
Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
Gold 4.614,77 +2,3 104,53 4.510,24
Silber 73,83 +5,5 3,85 69,98
Platin 1.931,65 +1,7 32,15 1.899,50
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/thl/cln
(END) Dow Jones Newswires
March 31, 2026 12:10 ET (16:10 GMT)
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