Ölaktien deutlich höher: JPMorgan rät zu Positionen wie Eni und TotalEnergies mit hohem Hebel

Der deutliche Ölpreisanstieg infolge der Eskalation des Konflikts in Nahost hat zum Wochenstart auch die Aktien von Ölkonzernen kräftig angetrieben.
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Für die Kurse der europäischen Unternehmen Shell-Aktien ging es in London zuletzt um 2,72 Prozent auf 3.158 Pence nach oben, BP-Titel gewannen in London zuletzt 2,85 Prozent auf 491,15 Pence, für Eni ging es in Mailand um 3,05 Prozent auf 20,26 Euro nach oben und TotalEnergies gewannen in Frankreich 3,60 Prozent auf 69,68 Euro, während die Titel der US-Riesen ExxonMobil an der NYSE 1,13 Prozent auf 154,22 US-Dollar gewannen und und Chevron daneben 1,52 Prozent auf 189,60 US-Dollar zulegen konnten.
Die Ölpreise legten am Montag nach der Eskalation im Nahen Osten wie erwartet zunächst kräftig zu, nachdem Israel und die USA am Wochenende den Iran angegriffen und dabei unter anderem das Staatsoberhaupt und den Religionsführer des Landes Ajatollah Ali Chamenei getötet hatten. Es wirkte kaum erleichternd, dass Staaten des Ölkartells Opec+ ihre Fördermenge anheben wollen. Auch der Preis für Erdgas schnellte nach oben.
Nach den Angriffen auf den Iran wurde am Wochenende der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus eingeschränkt, die an der Küste des Irans vorbei führt. Dabei handelt es sich um eine der wichtigsten Engstellen des weltweiten Energiehandels. Rund ein Fünftel der globalen Öltransporte passiert täglich die Meerenge in der ölreichen Region am Persischen Golf. Ähnlich bedeutend ist ihre Bedeutung beim Transport von Flüssigerdgas.
Öl der Nordsee-Sorte Brent erreichte in der Spitze bei 82,37 US-Dollar je Barrel den höchsten Stand seit 2024. Die Experten der LBBW befürchten einen "Ölpreisschock", durch den ein neues, schwer zu kalkulierendes Wirtschaftsrisiko hinzukomme. Eine längerfristige Lahmlegung des Verkehrs in der Straße von Hormus hätte ihrer Einschätzung nach verheerende Auswirkungen.
"Es ist nahezu unmöglich, die Auswirkungen der aktuellen Lage im Nahen Osten auf den physischen Öl- und Gasmarkt in den kommenden Tagen vorherzusagen", schrieb am Morgen der Experte Alastair Syme von der Citigroup. Ungeachtet des Ergebnisses ist er der Ansicht, dass Anleger darauf vertrauen können, dass Öl- und Gasaktien weiterhin eine starke Bewertungsgrundlage besitzen. Auch unabhängig von Ölpreissprüngen könnten Anleger im Sektor von Wachstum profitieren.
Matthew Lofting von JPMorgan empfiehlt Anlegern am Montag, die Situation zu nutzen und Positionen aufzubauen. Sie sollten dabei im Energiebereich insbesondere auf Unternehmen mit hohem Ölpreis-Hebel setzen. Neben den bereits positiv bewerteten Aktien von Shell und Galp böten sich auch Eni und TotalEnergies hierfür an, die er beide auf "Overweight" hochstufte. Für die europäischen Ölriesen BP und Shell erhöhte der Experte außerdem die Kursziele.
PARIS/LONDON/MAILAND (dpa-AFX)
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