Widersprüchliche Signale

US-Iran-Konflikt sorgt für volatile Ölaktien: Exxon, Chevron, BP und Shell mit Kursauschlägen in beide Richtungen

02.04.26 22:29 Uhr

Ölaktien extrem volatil: Iran-Krieg sorgt für Auf und Ab bei NYSE-Werten ExxonMobil und Chevron - auch BP und Shell betroffen | finanzen.net

Trumps umstrittene Rede über mögliche Angriffe auf den Iran führt zu starken Bewegungen bei Ölaktien wie ExxonMobil, Chevron, BP und Shell.

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• Trump-Rede lässt Ölpreise kräftig steigen
Ölaktien mit starken Schwankungen
• US-Iran-Spannungen sorgen für volatile Märkte

Die großen Ölkonzerne ExxonMobil, Chevron, BP und Shell erlebten in den letzten Handelstagen starke Schwankungen. Nachdem US-Präsident Donald Trump zunächst Hoffnungen auf ein baldiges Ende des Nahostkriegs geweckt hatte, dämpfte seine jüngste Rede die Euphorie deutlich.

Auch nachbörslich setzte sich die Abwärtsbewegung vom Vortag teilweise fort: Exxon büßten an der NYSE weitere 0,8 Prozent auf 159,50 US-Dollar ein, Chevron notierte 0,61 Prozent tiefer bei 196,20 US-Dollar. Am Donnerstag zeigt sich die hohe Volatilität erneut: Shell-Aktien drehten nach den Vortagesverlusten unterdessen in die Gewinnzone und kletterten in London angesichts steigender Ölpreise letztlich um 2,90 Prozent auf 35,44 Pfund, BP legte um 2,64 Prozent auf 5,91 Pfund zu. Derweil verlor Exxon an der NYSE 0,06 Prozent auf 160,69 US-Dollar, während Chevron 0,79 Prozent auf 198,97 US-Dollar gewann.

Trumps Rede: Drohungen und widersprüchliche Signale

In einer Rede an die Nation erklärte Trump, die USA seien auf dem Weg, alle militärischen Ziele "sehr bald" zu erreichen, und kündigte für die nächsten zwei bis drei Wochen heftige Angriffe auf den Iran an. "Wir werden sie extrem hart treffen. Wir werden sie zurück in die Steinzeit versetzen, wo sie hingehören", wird der US-Präsident von dpa-AFX zitiert. Gleichzeitig laufen weiterhin diplomatische Gespräche, doch im Falle eines Scheiterns drohten gezielte Angriffe auf iranische Kraftwerke.

Trump richtete zudem Appelle an Länder, die von den Öl-Engpässen betroffen sind, Energie aus den USA zu beziehen: "Kauft Öl von den Vereinigten Staaten. Wir haben reichlich. Wir haben so viel", betonte er gemäß dpa-AFX. Die Verantwortung für die Sicherheit der blockierten Straße von Hormus liegt laut Trump primär bei den Abnehmerstaaten, die USA würden jedoch unterstützend eingreifen.

Ölpreise steigen, Aktien bleiben volatil

Die Rohölpreise reagieren empfindlich auf die geopolitische Lage: Brent-Rohöl verteuerte sich am Donnerstag zeitweise auf knapp 110 US-Dollar je Fass. Die Gefahr einer blockierten Meerenge hält die Preise hoch, während die Aktien der großen Ölkonzerne kurzfristig unter Druck gerieten. Analysten bleiben trotz des Rücksetzers langfristig optimistisch: Exxon meldete zuletzt einen Rekord-Output von 5 Millionen BOE pro Tag, und die Golden Pass LNG-Anlage startete Ende März die Produktion.

Die Energieaktien bleiben volatil, getrieben von Trumps politischen Statements und den Entwicklungen im Nahen Osten. Wer in Ölaktien wie Exxon, Chevron, BP oder Shell investiert ist, sollte kurzfristige Schwankungen einkalkulieren, langfristig sprechen jedoch die Fundamentaldaten und die Nachfrage nach Energie für solide Chancen.

Bettina Schneider, Benedict Kurschat, Redaktion finanzen.net

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