DAX-Absteiger: diese Unternehmen mussten den Leitindex verlassen

Platz 24: Das Ranking
Im Deutschen Aktienindex (DAX) sind die 40 größten deutschen Unternehmen nach Börsengewinn und Marktkapitalisierung gelistet. Seit der Gründung des DAX, damals noch mit 30 Werten, gab es einige Unternehmen, die aufgrund von einer Übernahme, Insolvenz, oder gesunkener Marktkapitalisierung aus dem Kreis der wertvollsten Unternehmen ausschieden. Das folgende Ranking gibt eine chronologische Übersicht der Unternehmen, die seit Gründung den Leitindex verlassen mussten. Stand der Daten ist der 26.06.2023.
Quelle: finanzen.net, Bild: Maksim Kabakou / Shutterstock.com

Platz 23: 1990
Bereits kurz nach der Entstehung des DAX im Jahr 1988 flogen schon die ersten Unternehmen wieder aus dem Leitindex: Diebold Nixdorf, Anbieter von IT-Dienstleistungen und das Industrieunternehmen Feldmühle Nobel waren schon zwei Jahre nach Entstehung nicht mehr gelistet.
Quelle: finanzen.net, Bild: Diebold Nixdorf

Platz 22: 1995
Im Jahr 1995 musste das Industrieunternehmen Deutsche Babcock den DAX verlassen und zählte somit nicht mehr zu den wertvollsten deutschen Unternehmen. Kurz darauf ging es für den einstigen Industrieriesen bergab - im Jahr 2002 wurde das Insolvenzverfahren eröffnet und große Teile des Konzerns wurden verkauft.
Quelle: finanzen.net, Symbolbild: RHI

Platz 21: 1996
Die Metallgesellschaft, die heute unter dem Namen GEA Group fungiert, stieg im Jahr 1997 aus dem DAX in den MDAX ab. Das im Jahr 1881 in Düsseldorf gegründete Unternehmen ist auf Prozesstechnik spezialisiert und stellt Komponenten für verschiedene Industriebereiche her. Der deutsche Automobilzulieferer Continental, der ein Gründungsmitglied des DAX war, stieg ebenfalls im selben Jahr in den MDAX ab. Für die deutsche Warenhauskette Kaufhof, die seit 2008 unter dem Namen Galeria Kaufhof agierte und mittlerweile insolvent ist, brachte das Jahr ebenfalls einen Abstieg aus dem DAX.
Quelle: finanzen.net, Bild: GEA Group

Platz 20: 1998
Das Jahr 1998 bedeutete für zwei bayerische Banken das Verschwinden aus dem DAX. Die Fusion der Bayerischen Vereinsbank und der Bayerischen Hypotheken- und Wechselbank zur Bayerischen Hypo- und Vereinsbank AG war der Grund dafür, warum die beiden Banken seit dem Jahr 1998 nicht mehr im DAX gelistet sind.
Quelle: finanzen.net, Bild: www.hypovereinsbank.de

Platz 19: 1999
Für das im Jahr 1863 in Frankfurt am Main gegründete Chemie- und Pharmaunternehmen Hoechst, das früher als eines der drei größten Unternehmen in diesem Bereich galt, bedeutete das Jahr 1999 den Abstieg aus dem DAX. Heute ist der Konzern Teil der Sanofi-Gruppe.
Quelle: finanzen.net, Symbolbild: PD

Platz 18: 2000
Zur Jahrtausendwende schied der deutsche Werkzeughändler Brüder Mannesmann mit Hauptsitz in Remscheid aus dem Kreis der wertvollsten deutschen Unternehmen.
Quelle: finanzen.net, Symbolbild: Garsya / Shutterstock.com

Platz 17: 2001
Das Jahr 2001 bedeutete für die Dresdner Bank und den Warenhauskonzern KarstadtQuelle, das aus dem Konzern Karstadt und dem Versandhaus Quelle Schickedanz AG & Co bestand, den Abstieg aus den Reihen der wertvollsten deutschen Unternehmen.
Quelle: finanzen.net, Bild: Karstadt

Platz 16: 2002
Im Jahr 2002 mussten zwei Unternehmen ihren Platz räumen - eines davon war der Elektronikhersteller EPCOS, der im Zeitraum von 2000 bis 2002 im DAX vertreten war. Anschließend war die Aktie im TecDAX enthalten. Im Jahr 2009 fusionierte das Unternehmen mit TDK Electronics und fungiert seitdem unter diesem Namen. Im gleichen Jahr musste ebenfalls die Bank Degussa ihren Platz räumen.
Quelle: finanzen.net, Symbolbild: Tim Reckmann / pixelio.de


Platz 14: 2005
Im Jahr 2005 gab es gleich zwei Unternehmen, die aus dem Kreis der wertvollsten deutschen Unternehmen ausscheiden mussten. Die bayerische HypoVereinsbank wurde im Jahr 2005 von der italienischen Großbank UniCredit übernommen, somit schied sie aus dem DAX aus. Das zweite Unternehmen war der Spezialchemie-Konzern LANXESS, der allerdings nach seinem Börsengang 2005 nur für einen Tag im DAX notierte und anschließend nach einer Neubewertung in den MDAX abstieg.
Quelle: finanzen.net, Bild: Hypovereinsbank


Platz 12: 2007
Im Jahr 2007 gab es ebenfalls einen Absteiger, nämlich den Chemiekonzern ALTANA. Seit 1977 war das Unternehmen an der Deutschen Börse in Frankfurt notiert.
Quelle: finanzen.net, Symbolbild: yourmedia / Shutterstock.com

Platz 11: 2008
Die Hypo Real Estate GmbH, die durch die Finanzkrise ab 2007 schweren Schaden nahm, stieg im Jahr 2008 in den MDAX ab, bevor sie anschließend verstaatlicht wurde. Der deutsche Automobilzulieferer Continental stieg ebenfalls erneut in den MDAX ab. Auch der Touristikkonzern TUI musste seinen Platz im DAX räumen.
Quelle: finanzen.net, Bild: Dafinchi / Shutterstock.com

Platz 10: 2009
Das Jahr 2009, geprägt durch die Finanzkrise, war für viele Unternehmen ein schwieriges Jahr - gleich fünf Unternehmen mussten in diesem Jahr ihren Platz im DAX räumen: Volkswagen, Hannover Rückversicherung, Infineon und die Deutsche Postbank.
Quelle: finanzen.net, Bild: 360b / Shutterstock.com

Platz 9: 2010
Im Jahr 2010 gab es ebenfalls Bewegung im deutschen Leitindex: der Stahlkonzern Salzgitter musste, nachdem das Unternehmen im Jahr 2008 in den DAX aufgestiegen war, bereits 2010 wieder in den MDAX zurückkehren.
Quelle: finanzen.net, Bild: Lukassek / Shutterstock.com



Platz 6: 2018
Auch im Jahr 2018 gab es zwei Absteiger aus der Reihe der wertvollsten deutschen Unternehmen: die Commerzbank und das Medienunternehmen ProSiebenSat.1 Media.
Quelle: finanzen.net, Bild: Bocman1973 / Shutterstock.com

Platz 5: 2019
Als einziges Unternehmen schied im Jahr 2019 der Essener Industrie- und Stahlkonzern thyssenkrupp nach 31 Jahren aus dem DAX aus. Der drastisch gesunkene Aktienkurs führte dazu, dass das Traditionsunternehmen mit stolzer Unternehmensgeschichte von über 200 Jahren fortan im MDAX vertreten ist.
Quelle: finanzen.net, Bild: thyssenkrupp AG

Platz 4: 2020
Das Jahr 2020 ist neben dem Beginn der COVID-19 Pandemie auch von dem Wirecard-Skandal geprägt - das frühere deutsche Vorzeigeunternehmen Wirecard schied aus dem Leitindex DAX aus und bereitete der Bundesrepublik eines ihrer größten Finanzskandale. Die durch die Pandemie schwer angeschlagene Lufthansa musste im selbigen Jahr ebenfalls die erste deutsche Börsenliga verlassen.
Quelle: finanzen.net, Bild: CHRISTOF STACHE/AFP/Getty Images

Platz 3: 2021
Auch im Jahr 2021 gab es Bewegung im deutschen Leitindex - die Wohnungsgesellschaft Deutsche Wohnen und der Konsumgüterkonzern Beiersdorf verließen den DAX.
Quelle: finanzen.net, Bild: Deutsche Wohnen

Platz 2: 2022
Im Jahr 2022 schieden gleich fünf Unternehmen aus dem DAX aus: PUMA, HelloFresh, Delivery Hero, Beiersdorf und Siemens Energy.
Während PUMA, HelloFresh und Delivery Hero wieder permanent in den MDAX zurückkehrten, stiegen Beiersdorf und Siemens Energy im gleichen Jahr schon wieder in den DAX auf.
Quelle: finanzen.net, Bild: Robert Ascroft/ PUMA

Platz 1: 2023
Der Rückzug des wertvollsten DAX-Konzerns, des deutsch-amerikanischen Industriegaskonzerns Linde, aus dem deutschen Leitindex wurde im März 2023 vollzogen und bedeutete ein großen Verlust für den Finanzstandort Frankfurt. Das Unternehmen begründete den Schritt mit negativen Auswirkungen der Doppellistung, da das Unternehmen parallel auch an der New Yorker Börse notiert war. Fortan wird das Unternehmen nur noch an der Wall Street gelistet sein. Fresenius Medical Care ist ein weltweit führendes Unternehmen im Bereich der Dialyse und Nierenpflege, das innovative Medizinprodukte und Dienstleistungen für Patienten mit Nierenerkrankungen entwickelt und produziert. Das seit 1999 im DAX vertretene Unternehmen schied ebenfalls im März 2023 aus und ist fortan im MDAX gelistet.
Quelle: finanzen.net, Bild: Linde
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