Goldpreis und Ölpreis

Goldpreis: Marke von 5.000 Dollar zurückerobert

09.02.26 08:57 Uhr

Goldpreis übersteigt wieder 5.000-Dollar-Marke | finanzen.net

Der Goldpreis setzte im frühen Montagshandel seine Kursgewinne fort, was unter anderem auf den schwachen Dollar zurückzuführen war.

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von Jörg Bernhard

Nun warten die Anleger auf wichtige Arbeitsmarkt- und Inflationsdaten, um die künftige Geldpolitik der US-Notenbank Fed besser einschätzen zu können. Mittlerweile zeigt das FedWatch-Tool des Terminbörsenbetreibers CME Group eine Wahrscheinlichkeit von über 70 Prozent an, dass wir bis Ende des Jahres mindestens zwei Zinssenkungen um 25 Basispunkte sehen werden. Wegen des Mini-US-Shutdown konnte der für den Freitag angekündigte Monatsbericht des US-Arbeitsministeriums nicht veröffentlicht werden. Dieser wurde auf den Mittwochnachmittag verschoben und soll laut einer von Trading Economics veröffentlichten Umfrage unter Analysten für Januar eine unveränderte Arbeitslosenrate von 4,4 Prozent und eine von 50.000 auf 70.000 Zahl neu geschaffener Stellen ausweisen. Nachdem die japanische Premierministerin Sanae Takaichi am Sonntag die Wahl gewonnen hatte, legte der Yen legte. Der US-Dollar fiel indes auf den niedrigsten Stand seit dem 4. Februar, wodurch in Dollar gehandelte Edelmetalle für Käufer außerhalb der USA günstiger wurden. Schnäppchenkäufe haben den Goldpreis zum Wochenstart wieder über die Marke von 5.000 Dollar getrieben.

Am Montagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit steigenden Notierungen. Bis 8.45 Uhr (MEZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (April) um 50,70 auf 5.5030,50 Dollar pro Feinunze.

Rohöl: Geopolitische Sorgen lassen nach

Der Ölpreis startete im frühen Montagshandel mit fallenden Notierungen in die neue Handelswoche, da die unmittelbaren Sorgen vor einem Konflikt im Nahen Osten nachgelassen haben. Die USA und der Iran haben am Wochenende zugesagt, die Gespräche über Teherans Atomprogramm fortzusetzen. Die Unsicherheit hinsichtlich der weiteren Entwicklung bleibt aber weiterhin hoch und im Grunde genommen unberechenbar. Außerdem beschäftigen sich Anleger weiterhin mit den internationalen Bemühungen, Russlands Einnahmen aus seinen Ölexporten wegen des Kriegs in der Ukraine einzuschränken. Die Europäische Kommission schlug am Freitag ein weitreichendes Verbot aller Dienstleistungen vor, die Russlands seegestützte Rohölexporte unterstützen. Raffinerien in Indien - einst größter Abnehmer von Russlands seegestütztem Rohöl - vermeiden Käufe für Lieferungen im April und dürften solche Geschäfte länger meiden. Dies könnte Neu-Delhi nämlich dabei helfen, ein Handelsabkommen mit Washington abzuschließen.

Am Montagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit rückläufigen Notierungen. Bis gegen 8.45 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Future um 0,81 auf 62,74 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,83 auf 67,22 Dollar zurückfiel.


Redaktion finanzen.net

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