Darum steigen die Ölpreise - Saudi-Arabien deutet längere Förderkürzung an

Die Ölpreise sind am Dienstag gestiegen.
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Nachdem sie im europäischen Frühhandel gesunken waren, drehten sie später in die Gewinnzone. Zuletzt konnte der Preis für Nordseeöl noch deutlich zulegen, während der US-Ölpreis einen Teil der Gewinne abgegeben musste.

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Plus500: Beachten Sie bitte die Hinweise5 zu dieser Werbung.Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete zuletzt 72,84 US-Dollar. Das waren 80 Cent mehr als am Montag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg nur um 37 Cent auf 63,87 Dollar.
Marktbeobachter begründeten die steigenden Ölpreise mit Aussagen des saudischen Ölministers Khalid Al-Falih. Der hatte in einem am Dienstag veröffentlichten Interview mit der russischen Nachrichtenagentur RIA Novosti gesagt, dass die Opec und ihre verbündeten Staaten ihre Förderkürzung möglicherweise bis zum Jahresende ausdehnen könnten.
Die Förderkürzung der in der sogenannten "Opec+" zusammengefassten Ölstaaten gilt für die erste Jahreshälfte. Am Ölmarkt wird seit längerem mit einer Verlängerung gerechnet, obwohl sich die US-Regierung vehement für einen Anstieg der Fördermenge an Rohöl ausgesprochen hat, vor allem im wichtigsten Opec-Staat Saudi-Arabien.
Am Ölmarkt halten die Anleger auch die Entwicklung in Venezuela im Blick. In dem Mitgliedsland der Opec hatte sich die politische Lage zuletzt weiter zugespitzt. Trotz der Aufrufe der Opposition in Venezuela zum Sturz der sozialistischen Regierung unter Beteiligung einiger Soldaten zeigte sich Staatschef Nicolas Maduro siegessicher. US-Vizepräsident Mike Pence und Außenminister Mike Pompeo hatten angesichts des neu aufgeflammten Machtkampfs der Opposition dem selbst ernannten Interimspräsidenten Juan Guaidó ihre Unterstützung zugesichert.
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NEW YORK/LONDON (dpa-AFX)
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