Unsichere Energielage

Erdgaskrise: Deshalb rutscht der Euro deutlich unter die 1,02 Dollar-Marke

26.07.22 21:03 Uhr

Erdgaskrise: Deshalb rutscht der Euro deutlich unter die 1,02 Dollar-Marke | finanzen.net

Der Euro hat auch im späten US-Devisenhandel unverändert unter Druck gestanden.

Werte in diesem Artikel
Devisen

0,1241 EUR 0,0008 EUR 0,67%

8,0619 CNY -0,0533 CNY -0,66%

0,8753 GBP 0,0041 GBP 0,47%

9,2183 HKD -0,0192 HKD -0,21%

184,2900 JPY -0,3600 JPY -0,20%

1,1784 USD -0,0030 USD -0,25%

1,1425 EUR -0,0055 EUR -0,48%

0,0054 EUR 0,0000 EUR 0,22%

0,8487 EUR 0,0022 EUR 0,25%

Die unsichere Versorgungslage mit Erdgas belastete die Gemeinschaftswährung am Dienstag. Sie notierte zuletzt mit 1,0122 Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,0124 (Montag: 1,0236) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,9878 (0,9769) Euro gekostet.

Russland hatte am Montag eine Halbierung seiner bereits reduzierten Gaslieferungen durch die Ostseepipeline Nord Stream 1 angekündigt. Die Erdgaspreise legten auch am Dienstag deutlich zu. Die Eurozone ist stark von russischem Erdgas abhängig. Ein Ausbleiben der Lieferungen würde die Wirtschaft in ganz Europa stark belasten.

Die EU-Staaten haben unterdessen einen Notfallplan zu Gaskonsum-Drosselung auf den Weg gebracht. Der Plan soll vor allem die Risiken reduzieren, die sich aus einer vollständigen Unterbrechung russischer Gaslieferungen ergeben könnten.

Zunehmend in den Fokus gerät unterdessen die zweitägige Zinssitzung der US-Notenbank. Ergebnisse will die Fed am Mittwoch bekannt geben. Es wird mit einer erneut deutlichen Zinsanhebung um 0,75 Prozentpunkte gerechnet. Eine Anhebung im selben Ausmaß hatte die Notenbank bereits nach ihrer jüngsten Sitzung Mitte Juni vorgenommen.

NEW YORK (dpa-AFX)

Bildquellen: kanvag / Shutterstock.com, Mathias Richter / Shutterstock.com