Darum steigt der Euro leicht

Der Euro hat am Donnerstag trotz schwacher deutscher Konjunkturdaten etwas zugelegt.
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Bis zum Mittag stieg der Kurs der Gemeinschaftswährung auf 1,1410 US-Dollar. Am Mittwoch war sie nach schwachen Konjunkturdaten auf einen zweimonatigen Tiefstand von 1,1379 Dollar gefallen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittwochnachmittag auf 1,1389 Dollar festgesetzt.

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Plus500: Beachten Sie bitte die Hinweise5 zu dieser Werbung.Eine abermalige Stimmungseintrübung in der deutschen Wirtschaft hat den Euro nicht belastet. Der viel beachtete Frühindikator hatte sich im Oktober stärker als erwartet eingetrübt. "Die deutsche Wirtschaft schlittert in eine Schwächephase", kommentierte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank. "Die Handelsstreitigkeiten, die schwierigen Brexit-Verhandlungen und Sorgen um die italienischen Staatsfinanzen verunsichern die sensible Unternehmerseele." Geplante Investitionen würden deshalb vielerorts vorerst zurückgestellt.
Der weitere Tagesverlauf steht im Zeichen der Geldpolitik. Am Nachmittag wird die EZB die Ergebnisse ihrer jüngsten Zinssitzung verkünden. Experten erwarten keine wesentlichen Änderungen am geldpolitischen Kurs. Allerdings könnte sich EZB-Präsident Mario Draghi während der Pressekonferenz mit Fragen zum Haushaltsstreit zwischen der EU und Italien sowie anderen Problemfeldern konfrontiert sehen.
Außerdem gibt die türkische Notenbank das Ergebnis ihrer Zinssitzung bekannt. An den Märkten wird mehrheitlich kein weiterer Zinsschritt erwartet. Zuletzt hatte die Notenbank die Schwäche der Landeswährung Lira mit einer starken Zinsanhebung auf 24 Prozent bekämpft. Seither haben sich die politischen Beziehungen zu westlichen Ländern wie den USA wieder etwas verbessert. Auch die allgemeine Skepsis gegenüber Schwellenländern ist geringer geworden. Beides hat der Notenbank etwas Luft verschafft./jsl/bgf/jha/
FRANKFURT (dpa-AFX)
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