Italien im Blick

Darum tritt der Eurokurs auf der Stelle

29.10.18 17:07 Uhr

Darum tritt der Eurokurs auf der Stelle | finanzen.net

Der Eurokurs hat sich am Montag im US-Handel knapp unter der Marke von 1,14 US-Dollar gehalten.

Werte in diesem Artikel
Devisen

0,1253 EUR 0,0000 EUR -0,03%

7,9832 CNY 0,0021 CNY 0,03%

0,8503 GBP 0,0001 GBP 0,01%

8,5223 HKD 0,0000 HKD 0,00%

160,8000 JPY -0,2800 JPY -0,17%

1,0961 USD -0,0001 USD -0,01%

1,1762 EUR -0,0001 EUR -0,00%

0,0062 EUR 0,0000 EUR 0,19%

0,9124 EUR 0,0000 EUR 0,00%

Zuletzt kostete ein Euro 1,1389 Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1381 (Freitag: 1,1345) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8787 (0,8815) Euro.

Wer­bung
CNY/EUR und andere Devisen mit Hebel via CFD handeln (long und short)

Handeln Sie Währungspaare wie CNY/EUR mit Hebel bei Plus500 und partizipieren Sie an steigenden wie fallenden Notierungen.

Plus500: Beachten Sie bitte die Hinweise5 zu dieser Werbung.

Der Rückzug von Bundeskanzlerin Angela Merkel vom Parteivorsitz der CDU belastete den Euro nur kurz. Im europäischen Geschäft war die Gemeinschaftswährung zunächst bis auf 1,1361 US-Dollar gefallen, bevor sie sich wieder erholte.

Nach starken Stimmenverlusten in der hessischen Landtagswahl hatte Merkel angekündigt, nicht mehr für den Vorsitz der CDU antreten zu wollen. Bankökonomen bewerteten den Rückzug unterschiedlich. Die Auswirkungen auf die deutsche Wirtschafts-, Finanz- und Europapolitik seien wohl eher gering, kommentierte Berenberg-Chefökonom Holger Schmieding. Dies gelte auch für den Fall, dass sich Merkel als Bundeskanzlerin nicht mehr halten könne.

Dagegen hob die Europa-Chefvolkswirtin Jennifer McKeown vom Analysehaus Capital Economics hervor, dass sich ein Rückzug Merkels negativ auf die Lösung des Haushaltsstreits mit Italien auswirken könne. "In dem derzeitigen Klima der Unsicherheit braucht die Eurozone mehr denn je eine ruhige Hand, und Frau Merkel war in der Vergangenheit der Schlüssel zur Vermittlung von Kompromissen." Wegen der geschwächten Position Merkels sieht McKeown die Gefahr einer Ansteckung anderer Märkte in der Eurozone durch den Haushaltsstreit mit Italien. Eine solche ist bisher weitgehend ausgeblieben.

Gestützt wurde der Euro zudem von Spekulationen, dass die USA Anfang 2019 alle chinesischen Importe mit Zöllen belegen könnten. Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte unter Berufung auf drei mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtet, die US-Regierung bereite sich auf einen entsprechenden Schritt vor. Die Maßnahme könne erfolgen, falls es bei den anlässlich des geplanten G20-Treffens geplanten Gesprächen zwischen US-Präsident Donald Trump und seinem chinesischen Amtskollegen Xi Jinping zu keiner Einigung im Handelskonflikt zwischen den beiden Ländern komme.

/jkr/fba

FRANKFURT (dpa-AFX)

Bildquellen: Denis Vrublevski / Shutterstock.com, gopixa / Shutterstock.com