Investieren in Nachhaltigkeit
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von Tiaan van Aswegen, Trive Finanzmarktanalyst
In einer Welt, in der die finanzielle Leistung nicht mehr der einzige Maßstab für den Erfolg ist, ist ein weiterer Schritt im Analyseprozess hinzugekommen. Nachhaltige ESG-Investments haben im Rahmen eines Paradigmenwechsels in der Investitionslandschaft an Popularität gewonnen – weg vom traditionellen Investitionsmodell und hin zu einem ganzheitlicheren Ansatz, der die Auswirkungen der Investition auf die Umwelt im Allgemeinen nicht vernachlässigt.
Umwelt-, Sozial- und Governance-Faktoren (ESG) sind nicht-finanzielle Faktoren, die nicht Teil der obligatorischen Finanzberichterstattung sind. Angesichts ihrer wachsenden Popularität haben Institutionen wie das Sustainability Accounting Standards Board (SASB) jedoch an der Entwicklung von Standards gearbeitet, um diese Faktoren in den Entscheidungsprozess bei Investitionen einzubeziehen. Was bedeutet also nachhaltiges ESG-Investieren?
Zu den Umweltfaktoren gehören erstens die Auswirkungen des Unternehmens auf den Klimawandel und andere Aspekte wie Umweltverschmutzung, Ressourcenschonung und Energieverbrauch. Zweitens umfassen soziale Erwägungen die Politik des Unternehmens in Bezug auf Vielfalt, Gleichberechtigung und Integration (DEI), wobei Faktoren wie Kundenzufriedenheit, Geschlecht und Vielfalt, Menschenrechte und Arbeitsnormen berücksichtigt werden. Bei der Governance schließlich geht es um die Führung des Unternehmens, die Prüfungsstruktur, die Zusammensetzung des Vorstands usw. Durch die Berücksichtigung all dieser Faktoren können sich Anleger Klarheit über den Entscheidungsfindungsprozess des Unternehmens und die langfristige Nachhaltigkeit verschaffen, um sicherzustellen, dass die Investition mit ihren persönlichen Überzeugungen übereinstimmt.
ESG-Investments sind ein neuer Weg, den sozial engagierte Anleger beschreiten, um ihre Werte mit ihren Investitionen in Einklang zu bringen. Durch Investitionen in Unternehmen mit optimistischen ESG-Prinzipien können Anleger sicherstellen, dass sie ein Wachstum erzielen, das nicht auf Kosten des Wohlergehens der Gesellschaft als Ganzes geht. Dabei laufen die Anleger jedoch Gefahr, ihr Anlageuniversum einzuschränken. So werden beispielsweise die Tabakindustrie und verschiedene Industriewerte von ESG-Anlegern in der Regel gemieden, obwohl diese Branchen unter bestimmten makroökonomischen Bedingungen außergewöhnlich gut abschneiden. Daher kann eine ESG-Strategie bei der Entscheidung des Anlegers einen Kompromiss bedeuten, bei dem er sich für Investitionen in Wertpapiere entscheiden muss, die nicht unbedingt mit seinen ESG-Werten übereinstimmen.
Woher wissen Investoren also, welche Unternehmen eine positive ESG-Bewertung haben? Unternehmen wie Morningstar und MSCI haben ein Ranking-System entwickelt, das auf mehreren ESG-Kriterien basiert. Das MSCI ESG-Rating hat beispielsweise eine Skala von CCC bis AAA, wobei CCC- und B-Ratings an Unternehmen vergeben werden, die in ihrer Branche beim Management von ESG-Risiken zurückliegen. Die Bewertungen BB, BBB und A werden an Unternehmen vergeben, deren Erfolgsbilanz im Vergleich zu ihrer Branche uneinheitlich ist, während die ESG-effizientesten Unternehmen mit AA oder AAA bewertet werden. Viele Unternehmen fügen ihren Investor Relations einen ESG-Bericht bei, in dem sie die proaktiven Maßnahmen aufschlüsseln, die das Unternehmen ergreift, um ein günstiges ESG-Rating zu gewährleisten.
Es gibt mehrere Möglichkeiten, in eine ESG-Anlagestrategie zu investieren. Dazu gehören ETFs, die einen Index nachbilden, oder Fonds, die sich auf ESG-Investitionen konzentrieren und Unternehmen meiden, die ihre Ziele nicht erfüllen. Die nachstehende Grafik zeigt die Renditen des S&P 500 Index im Vergleich zu einem S&P 500 ESG ETF (LSE: SPXE). Obwohl diese Renditen stark korreliert sind, hat der ESG-ETF in den letzten drei Jahren mit einer Rendite von 51,31 % im Vergleich zu den 40,93 % des S&P 500 vielversprechend abgeschnitten.

Bildquelle: TradingView
ESG-Investments sind auf dem Vormarsch, da sich Investoren zunehmend der globalen Herausforderungen bewusst werden, zu denen unter anderem der Klimawandel, unethisches Unternehmensverhalten und soziale Ungleichheit gehören. Die Anleger haben daher begonnen, ESG-Überlegungen in ihren Entscheidungsprozess einzubeziehen und sich vom traditionellen Analyseverfahren zu lösen, um Unternehmen zu unterstützen, die langfristige, nachhaltige Erträge erzielen können, und gleichzeitig ihre Portfolios mit ihren persönlichen Überzeugungen und Werten in Einklang zu bringen. Mit ESG-Investments können Investoren nicht nur gesunde Renditen mit ihren Anlagen erzielen, sondern auch zu einer nachhaltigeren Zukunft beitragen.
Quellen: CFA Institute, S&P Global, MSCI, Morningstar, Investopedia
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