Warum Boeing und Ryanair zu großen Opfern der Trump-Zölle werden könnten

03.04.25 10:42 Uhr

Werte in diesem Artikel
Aktien

126,86 EUR -10,86 EUR -7,89%

Indizes

PKT PKT

38.314,9 PKT -2.231,1 PKT -5,50%

16.315,7 PKT -573,6 PKT -3,40%

2.446,1 PKT -154,6 PKT -5,95%

5.074,1 PKT -322,4 PKT -5,97%

Die Vereinigten Staaten weiten ihren Handelskrieg immer mehr aus. Welche Luftfahrtunternehmen werden von den nun angekündigten Starfzöllen besonders betroffen sein?Liberation Day taufte Donald Trump den 2. April 2025, Tag der Befreiung. Das dürften aber nicht alle so sehen. Denn der Präsident der Vereinigten Staaten isoliert mit seiner protektionistischen Wirtschaftspolitik sein Land zunehmend vom Rest der Welt. Nun kündigte er für Importe aus der ganzen Welt Zölle von zehn Prozent an.Das ist aber nur ein Mindestwert. Für einzelne Länder oder Staatenverbunde wie die EU fallen die Zolle höher aus. So sind es für China zum Beispiel 34 Prozent, für die EU 20 Prozent. Schon vorher hatte die Regierung der Vereinigten Staaten Zölle für den Import bestimmter Güter - etwa Aluminium und Stahl - verkündet. Das sind wichtige Komponenten im Flugzeugbau.Internationale Lieferketten bei Airbus und BoeingUrsula von der Leyen, Präsidentin der EU-Kommission, erklärte, man sei bereit, auf die Zölle der USA zu reagieren. «Wir sind bereits dabei, ein erstes Paket von Gegenmaßnahmen als Reaktion auf die Stahlzölle fertigzustellen», so die Politikerin in einer Rede. «Und wir bereiten uns jetzt auf weitere Gegenmaßnahmen vor, um unsere Interessen und unsere Unternehmen zu schützen, falls die Verhandlungen scheitern.»<a href="https://www.aerotelegraph.com/wie-teurer-eine-boeing-787-durch-trumps-strafzoelle-werden-koennte" id="061d66d2-7323-49e6-ae30-5a00d7e60f55">Dass der Handelskrieg die Luftfahrtindustrie treffen wird</a>, steht außer Frage. Nicht nur, was den Verkauf von Flugzeugen in die oder aus den USA angeht. Die Branche ist enorm von internationalen Lieferungen abhängig.Viele Teile aus China für BoeingFlugzeuge von Boeing und Airbus bestehen aus Teilen, die aus aller Welt in die Fabriken geliefert werden. Allein chinesische Firmen liefern Stabilisatoren, die Turbulenzen reduzieren, Tragflächen- und Rumpfkomponenten und verschiedene Steuerungselemente. Auch aus Kanada und Mexiko kommen viele Teile, mit denen Boeing arbeitet.Auch Airbus bezieht Teile aus aller Welt. So kommen die Tragflächen des Airbus A320 Neo etwas aus Wales, die Avionik aus den USA, Rumpfkomponenten aus Frankreich - China spielt selbstverständlich auch eine Rolle. Mit Pratt & Whitney sitzt zudem ein wichtiger Triebwerksbauer in den USA.Chinesischer Markt schwieriger zu bedienenDennoch ist es gut möglich, dass der amerikanische Flugzeugbauer das größere Opfer der Zölle wird. Ein Grund ist, dass Airbus durch eine eigene Endmontage in den USA zumindest teilweise vor diesem Szenario geschützt ist. Boeing hat keine Fertigungsstätten in anderen Ländern - und das könnte angesichts hoher gegenseitiger Zölle enorm wichtig sein.Zudem könnten gerade die Zölle gegen China - und die entsprechende Reaktion der Volksrepublik - große Auswirkungen haben. Denn der dortige Markt ist riesig und als Absatzmarkt für die Flugzeugbauer wichtig. Gut möglich, dass sich chinesische Airlines - vor allem die großen, die sich in staatlicher Hand befinden - künftig für Flugzeuge des heimischen Bauers Comac und für solche von Airbus entscheiden.500 Millionen Zoll für Ryanair?Wegen des Imports vieler verschiedener Teile für die Produktion der Flugzeuge wird diese zudem wohl teurer. Und das heißt, dass die Margen bei Boeing sinken. Denn verlangt man höhere Preise, könnte es ebenfalls bedeuten, dass sich Kunden für die Konkurrenz entscheiden. Airbus-Chef Guillaume Faury hatte sich bereits im Februar entspannt gezeigt und erklärt, man werde im Zweifel halt mehr Flugzeuge in andere Länder verkaufen.Auch Airlines dürften von den höheren Zöllen in Teilen betroffen sein. Ein Luftfahrtökonom erklärte kürzlich gegenüber dem Portal <a href="https://www.politico.eu/article/us-donald-trump-tariff-war-hurt-boeing-more-airbus/" id="2a855cbb-8cd0-4429-ba01-666d78d74b6f">Politico</a>, für wen es besonders problematisch werden könnte. «Es ist klar, dass das prominenteste Opfer in Europa Ryanair sein wird, das in den kommenden Monaten und im nächsten Jahr etwa 30 zusätzliche Boeing 737 Max erhalten wird», so Wouter Dewulf von der Universität Antwerpen. Er schätzt, dass die Fluggesellschaft mit Einfuhrgebühren in Höhe von etwa 500 Millionen Euro rechnen muss. Eine Stellungnahme von der Billigairline zu der Frage steht noch aus.Weiter zum vollständigen Artikel bei aeroTELEGRAPH

In eigener Sache

Übrigens: Boeing und andere US-Aktien sind bei finanzen.net ZERO sogar bis 23 Uhr handelbar (ohne Ordergebühren, zzgl. Spreads). Jetzt kostenlos Depot eröffnen und als Geschenk eine Gratisaktie erhalten.

Ausgewählte Hebelprodukte auf Boeing

Mit Knock-outs können spekulative Anleger überproportional an Kursbewegungen partizipieren. Wählen Sie einfach den gewünschten Hebel und wir zeigen Ihnen passende Open-End Produkte auf Boeing

NameHebelKOEmittent
NameHebelKOEmittent
Wer­bung

Quelle: aeroTELEGRAPH

Nachrichten zu Boeing Co.

Wer­bung

Analysen zu Boeing Co.

DatumRatingAnalyst
04.04.2025Boeing BuyJefferies & Company Inc.
04.04.2025Boeing OutperformRBC Capital Markets
24.03.2025Boeing OutperformRBC Capital Markets
21.03.2025Boeing BuyJefferies & Company Inc.
20.03.2025Boeing OverweightJP Morgan Chase & Co.
DatumRatingAnalyst
04.04.2025Boeing BuyJefferies & Company Inc.
04.04.2025Boeing OutperformRBC Capital Markets
24.03.2025Boeing OutperformRBC Capital Markets
21.03.2025Boeing BuyJefferies & Company Inc.
20.03.2025Boeing OverweightJP Morgan Chase & Co.
DatumRatingAnalyst
24.01.2025Boeing NeutralUBS AG
28.10.2024Boeing HaltenDZ BANK
14.10.2024Boeing HaltenDZ BANK
31.01.2024Boeing Equal WeightBarclays Capital
17.01.2024Boeing Equal WeightBarclays Capital
DatumRatingAnalyst
03.01.2023Boeing UnderperformCredit Suisse Group
22.12.2022Boeing UnderperformCredit Suisse Group
03.11.2022Boeing UnderperformCredit Suisse Group
02.11.2022Boeing UnderperformCredit Suisse Group
19.10.2022Boeing UnderperformCredit Suisse Group

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Boeing Co. nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen