Pressestimme: 'Handelsblatt' zu SPD-Konsequenzen nach der Wahl

28.02.25 05:34 Uhr

DÜSSELDORF (dpa-AFX) - "Handelsblatt" zu SPD-Konsequenzen nach der Wahl:

"Am dreistesten ist SPD-Chef Lars Klingbeil. Noch in der Wahlnacht vereinbarte er mit dem Fraktionsvorsitzenden seiner Partei, Rolf Mützenich, dass er zusätzlich zu seinem Amt als Parteivorsitzender auch Mützenichs Nachfolge antreten wird. Ganz so, als habe er mit dem historisch schlechten Wahlergebnis der SPD nichts zu tun. Ganz so, als sei es nicht sein strategischer Fehler gewesen, im Wahlkampf statt auf (.) Verteidigungsminister Boris Pistorius, voll auf Scholz zu setzen. Statt die Konsequenzen zu ziehen und (.) dem eigentlichen Hoffnungsträger Platz zu machen, beförderte Klingbeil sich einfach selbst. In der Partei ist bereits von "Bonapartismus" die Rede. (.) Auch die Co-Vorsitzende Saskia Esken sieht angesichts des Beharrungsvermögens von Klingbeil offenbar keinen Grund, ihren Platz zu räumen. Je erfolgloser, desto höher die Ambitionen - so ist das aktuelle Prinzip in der deutschen Sozialdemokratie."/yyzz/DP/nas