Pressestimme: 'Handelsblatt' zu Situation in den USA/Trumps Vorgehen
DÜSSELDORF (dpa-AFX) - "Handelsblatt" zu Situation in den USA/Trumps Vorgehen:
"Die US-Regierung verschuldet sich zunehmend ungehemmt, die Bürger sparen zu wenig, deshalb muss ein Teil der Staatsausgaben aus dem Ausland finanziert werden. Das ist keine Ausbeutung, wie Trump behauptet. Es ist eine großzügige Gabe der Gläubiger Amerikas, wenn man so will. Zu dieser allerdings dürften diese nur so lange bereit sein, wie das Vertrauen in die Verlässlichkeit und Wirtschaftskraft der größten Volkswirtschaft anhält.
Und Trump lässt derzeit anscheinend nichts unversucht, dieses Vertrauen zu zerstören. Auch Gerüchte, dass Trump diese Gläubiger demnächst dazu zwingen könnte, ihre US-Staatsanleihen in gar nicht oder gering verzinste "Jahrhundert-Bonds" umzutauschen, wenn sie weiterhin von amerikanischen Sicherheitsgarantien profitieren wollen, leisten ihren Beitrag dazu. Eine solche Erpressung samt Zwangsumschuldung wäre der Worst Case für die globale Finanzstabilität."/yyzz/DP/nas