MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa -2-

02.04.25 07:29 Uhr

Kanada und Mexiko haben sich darauf geeinigt, starke Handelsbeziehungen aufrechtzuerhalten angesichts der Zollankündigungen von US-Präsident Donald Trump. Der kanadische Premierminister Mark Carney und die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum hatten ein "produktives Gespräch", in dem sie sich darauf einigten, die Investitionsverbindungen zwischen den Ländern aufrechtzuerhalten, hieß es laut einer Mitteilung aus Carneys Büro.

Wer­bung

EU / AUTOMOBILBRANCHE

Die Europäische Kommission hat gegen mehr als ein Dutzend Autohersteller und den Branchenverband Acea wegen der Bildung eines Recycling-Kartells eine Geldstrafe in Höhe von insgesamt 458 Millionen Euro verhängt. Mercedes-Benz entging einer Geldstrafe, weil die Stuttgarter das Kartell aufgedeckt hatten, wie die EU-Kommission erklärte. Mitsubishi, Ford, Stellantis und die Tochtergesellschaft Opel seien mit geringeren Geldbußen belegt worden, da sie bei der Untersuchung kooperiert hätten.

US-GELDPOLITIK

Der Präsident der Richmond Fed, Tom Barkin, sieht erste Anzeichen dafür, dass die Zölle der Trump-Regierung dieses Mal größere Auswirkungen auf die Wirtschaft haben könnten als die Abgaben, die während Donald Trumps erster Amtszeit erhoben wurden.

Wer­bung

BAYER

Der Pharmachef ist mit Blick auf die Pipeline beinahe euphorisch und erwartet 2027 wieder Wachstum. "Wir haben das Pharmageschäft in den vergangenen fünf Jahren völlig neu aufgestellt. Dadurch stellt sich der Patentablauf von Xarelto nicht mehr als Patentklippe, sondern vielmehr als Umsatzdelle dar", sagte Stefan Oelrich der Börsen-Zeitung.

COMMERZBANK

beobachtet immer mehr betrügerische Angriffe auf ihre Kundschaft. "Die Zahl der Phishing-Attacken ist bei uns im vergangenen Jahr um einen mittleren zweistelligen Prozentwert gestiegen", sagte Risikovorstand Bernd Spalt dem Handelsblatt. Die Höhe der dadurch für die Bank entstanden Schäden sei hingegen konstant geblieben.

Wer­bung

CONTINENTAL

dürfte im ersten Quartal im Automotive-Geschäft etwas weniger umgesetzt, operativ aber wohl in etwa die Gewinnschwelle erreicht haben. Die bereinigte EBIT-Marge bei Automotive werde in den drei Monaten um den Break-Even erwartet, teilte der Konzern anlässlich des Pre-Close-Calls mit Analysten mit. Die angekündigten Maßnahmen zur Verbesserung der Effizienz würden mit einem niedrigen dreistelligen Millionen-Euro-Betrag belasten, was aber nicht in das bereinigte EBIT einfließe.

FRESENIUS MEDICAL CARE

hat Anleihen in zwei Tranchen mit einem Gesamtvolumen von 1,1 Milliarden Euro platziert. Der Emissionserlös soll für allgemeine Geschäftszwecke, einschließlich der Refinanzierung bestehender Finanzverbindlichkeiten, verwendet werden.

MERCEDES-BENZ

erwägt laut einem Agentur-Bericht, den Verkauf seiner Einstiegsmodelle in den USA einzustellen. Hintergrund seien die US-Zölle auf Autoimporte, die den Verkauf der preisgünstigsten Modelle wirtschaftlich unrentabel machen würden, berichtet Bloomberg unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

LANXESS

hat den Verkauf des Urethane-System-Geschäfts an die japanische UBE Corporation abgeschlossen. Wie das Unternehmen mitteilte, haben alle zuständigen Kartellbehörden die erforderlichen Genehmigungen für die Transaktion erteilt, die im Oktober 2024 angekündigt wurde. Mit dem Verkauf hat Lanxess rund 500 Millionen Euro an Barmitteln eingenommen, hieß es weiter. Der Unternehmenswert von Urethane Systems betrage 460 Millionen Euro.

TAKKT

Finanzvorstand Lars Bolscho will seinen bis zum Ende dieses Jahres laufenden Vertrags nicht verlängern.

DM / SHOP APOTHEKE / DOCMORRIS

Christoph Werner, der Chef der Drogeriemarktkette dm, hat den Einstieg der Drogeriekette in den Apothekenmarkt angekündigt. Das Unternehmen werde künftig apothekenpflichtige, aber nicht verschreibungspflichtige Medikamente online verkaufen. (Süddeutsche Zeitung)

SPINNCLOUD

Das Start-up Spinncloud erwägt, in die USA umzuziehen. "Die Versuchung ist groß", sagte Co-Gründer Christian Eichhorn dem Handelsblatt. Hierzulande fehle es sowohl an Kapital als auch an Kunden. Die junge Firma aus Dresden wird in Branchenkreisen als ambitioniertestes Chip-Start-up Europas bezeichnet. Bis zum Spätsommer will Eichhorn 100 Millionen Euro bei Finanzinvestoren einsammeln. In den USA sei das für ein Start-up aus der Halbleiterbranche kein Problem, so der Unternehmer. Ob dies in Deutschland gelinge, sei jedoch fraglich. (Handelsblatt)

===

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln/ros/flf

(END) Dow Jones Newswires

April 02, 2025 01:30 ET (05:30 GMT)