Mehr Neugeschäft

GRENKE-Aktie gegen den Trend mit Gewinnen: GRENKE verkauft Factoringgeschäft in die Schweiz

03.04.25 12:36 Uhr

GRENKE-Aktie leht zu: GRENKE setzt alles auf Leasing - Ausstieg aus Factoringgeschäft komplett | finanzen.net

Der Leasinganbieter GRENKE hat für sein Factoringgeschäft einen Käufer gefunden.

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Die Teylor AG aus der Schweiz werde den Bereich schrittweise übernehmen, teilte das SDAX-Unternehmen am Donnerstag in Baden-Baden mit. Ein entsprechender Vertrag sei unterzeichnet. Mit dem Verkauf könne sich GRENKE nun "voll auf den weiteren profitablen Ausbau unserer Marktführerschaft im internationalen Small-Ticket-Leasing konzentrieren", sagte Konzernchef Sebastian Hirsch. Angaben zum Übernahmepreis machte er nicht. Unterdessen verbuchte der Konzern in seinem Leasingbereich zum Jahresstart mehr Neugeschäft.

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2025 soll bisherigen Angaben zufolge das Konzernergebnis aber wieder wachsen. Das Neugeschäft im Leasing wiederum soll das Rekordniveau von 2024 noch überflügeln und auf 3,2 bis 3,4 Milliarden Euro anziehen. Bereits zum Jahresstart zogen die Neuverträge an, wie GRENKEaktuell vermeldete. Deren Umfang summierte sich im ersten Quartal auf 740,6 Millionen Euro - 10,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Zugleich zahlte sich das Neugeschäft für den Konzern mehr aus, weil nach Abzug aller Kosten mehr übrig blieb als ein Jahr zuvor: Die entsprechende Marge (Deckungsbeitrag-2-Marge) stieg auf 17,6 Prozent nach 16,8 Prozent im ersten Quartal 2024.

GRENKE ist spezialisiert auf das Leasing von Gütern mit niedrigem Anschaffungswert, wie etwa Computer, Laptops, Telefone oder Software an kleine und mittelgroße Unternehmen. Im ersten Quartal machten IT-Geräte mit knapp einem Drittel den größten Anteil der neu abgeschlossenen Leasingverträge aus. Die Baden-Württemberger konnten indes auch über das restliche Portfolio hinweg wachsen. Unter den Ländern war Frankreich mit 21,3 Prozent Spitzenreiter im Neugeschäft, Deutschland kam auf einen Anteil von 18,9 Prozent.

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Auch die hauseigene GRENKE Bank vermeldete ein Plus. Zum Stichtag 31. März summierten sich die Einlagen ihrer Kunden auf knapp 2,4 Milliarden Euro - knapp sieben Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Zudem zog die Vergabe von sogenannten Mikrokrediten - etwa für Unternehmensgründungen - weiter an.

Unterdessen soll der Prozess der stufenweisen Trennung vom Factoringgeschäft bereits nächste Woche beginnen und voraussichtlich Mitte 2026 abgeschlossen sein. In diesem Jahr sollen zunächst drei der insgesamt sieben Ländergesellschaften an den neuen Besitzer Teylor übertragen werden. Im Factoringgeschäft kauft das jeweilige Unternehmen anderen üblicherweise deren Forderungen gegenüber Kunden ab und kümmert sich dann - gegen Provision - selbst um die Abwicklung der Zahlungen. Der Verkauf habe nach jetzigem Stand keinen wesentlichen Einfluss auf die eigene Gewinn- und Verlustrechnung im Jahr 2025, hieß es von GRENKE dazu weiter.

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Die GRENKE-Aktie legt auf XETRA zeitweise 0,58 Prozent auf 13,80 Euro zu. Seit Jahresbeginn liegt der Grenke-Kurs allerdings noch immer mit gut acht Prozent im Minus.

Die Aktie war Mitte März eingebrochen, als das Management die Anleger wegen der wirtschaftlichen Tristesse und voraussichtlich zunehmender Firmenpleiten auf ein "Übergangsjahr 2025" eingestellt hatte. Von diesem Rückschlag hat sich das Papier bislang nicht erholen können. Mehr noch: Seitdem das Management im vergangenen Oktober wegen zunehmender Zahlungsausfälle seiner Kunden seine Gewinnziele für 2024 hatte senken müssen, hat sich der Kurs bis dato nahezu halbiert.

Warburg Research belässt Grenke auf 'Buy' - Ziel 30 Euro

Das Analysehaus Warburg Research hat die Einstufung für GRENKE nach Zahlen auf "Buy" mit einem Kursziel von 30 Euro belassen. Das Leasingunternehmen habe mit seinen Zahlen die Erwartungen erfüllt, schrieb Analyst Marius Fuhrberg in einer am Donnerstag vorliegenden Einschätzung. Das erste Quartal sei von hochprofitablem Wachstum geprägt gewesen. Die Aktie sei derzeit ein Schnäppchen.

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Bildquellen: GRENKE AG

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