MÄRKTE USA/Wall Street nach schwachem Monat vor Stabilisierung
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DOW JONES--Nach der jüngsten Talfahrt der Wall Street setzen Marktakteure am Freitag auf eine Stabilisierung. Der Aktienterminmarkt lässt zum Monatsultimo auf eine gut behauptetet Handelseröffnung am Kassamarkt schließen. Börsianer zeigen sich erleichtert über das Monatsende, denn der Februar sei ein "schlimmer Monat" gewesen. So hat der marktbreite S&P-500 seine Gewinne seit Jahresbeginn wieder komplett eingebüßt - der Nasdaq-Composite hat am Vortag im Korrekturmodus geschlossen. Die technologielastige Nasdaq hat allein im Februar 5,5 Prozent eingebüßt - seit dem letzten Rekordhoch im Dezember beträgt der Abschlag bereits mehr als 8 Prozent. S&P-500 und Dow-Jones-Index liegen rund 3 Prozent auf Monatssicht im Minus.
Enttäuschende Nvidia-Geschäftszahlen und neue Zollankündigungen von US-Präsident Donald Trump hatten den Aktienmarkt zuletzt belastet. Bereits vor der jüngsten Korrektur hatten Händler vor selbiger mit dem Hinweis gewarnt, dass praktisch alle negativen Schlagzeilen der jüngsten Zeit am Markt abgeprallt seien. Daher sei die jüngste Korrektur keine Überraschung, heißt es im Handel. "Es sah so aus, als ob eine gewisse 'Zollmüdigkeit' eingesetzt hätte, obwohl Teilnehmer offensichtlich nicht bereit sind, diese scheinbare Eskalation in Trumps protektionistischer Haltung zu ignorieren, da die Aktien heftig und schnell verkauft wurden, als die jüngsten Schlagzeilen aufschlugen", sagt Marktstratege Michael Brown von Pepperstone.
Die Renten geben mit deutlicher als gedacht gestiegenen Persönlichen US-Einkommen zunächst etwas nach, kommen aber zügig zurück. Die Renditen zeigen sich auf Tagessicht damit wenig verändert. Die Daten gelten als inflationsfördernd. Allerdings ist das von der US-Notenbank favorisierte Preismaß, der Gesamtindex für die persönlichen Konsumausgaben (PCE), im erwarteten Rahmen gestiegen, aber einen Tick geringer als im Vormonat.
Der US-Dollar kommt nach seinem jüngsten Zweiwochenhoch leicht zurück, der Dollarindex bewegt sich auf Tagessicht kaum. Der Euro springt wieder knapp über die Marke von 1,04 Dollar - denn der Inflationsduck in Deutschland ist im Februar höher gewesen als erwartet.
Nachfragesorgen bedingt durch die US-Zollpolitik und die Spekulationen auf mehr Angebot aus Russland drücken die Ölpreise. Die Gespräche zwischen den USA und Russland zur Beendigung des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine laufen weiter, zudem kommt wieder mehr Erdöl aus dem Irak. Bei Gold werden Gewinne eingestrichen - begünstigt durch die jüngste Dollar-Rally.
Nvidia fallen weiter
Unter den Einzelaktien geben Nvidia nach dem 8,5-prozentigen Vortagesabsturz nun vorbörslich weitere 1,3 Prozent ab. Die KI-Ikone hatte unter anderem mit einem schwachen Margenausblick verschreckt. Mit Dell (-5,4%) zeigt sich ein weiterer Technologietitel sehr schwach. Der Rechnerkonzern hat zwar besser als gedacht ausgefallene Viertquartalszahlen vorgelegt, enttäuscht aber zugleich mit dem Ausblick auf die laufende Periode. Autodesk (+1,3 Prozent) plant die Streichung von 9 Prozent der Belegschaft, die Software-Gesellschaft verdiente zudem laut vorgelegten Quartalszahlen bereinigt mehr als prognostiziert.
HP Inc büßen 3,5 Prozent ein, der Drucker- und Rechnerhersteller weiß mit seinen Erstquartalszahlen durchaus zu gefallen, doch auch hier liegt die Prognose zum laufenden Quartal unter Markterwartung. Das Unternehmen will im Rahmen eines laufenden Kostensenkungsplans bis zu 2.000 weitere Mitarbeiter entlassen.
Soundhound AI ziehen um 2 Prozent an, der Anbieter stimmengesteuerter KI-Anwendungen hob seinen Ausblick an. Rocket Cos werden 6,6 Prozent fester gehandelt, die Mutter von Rocket Mortgage profitierte von einem höheren Kreditvolumen. Rocket Lab USA stürzen nach einem schwachen Ausblick des Raumfahrtunternehmens um 15,9 Prozent ab.
Mit 14,5 Prozent geht es für NetApp in ähnlicher Größenordnung talwärts, der Datenspeicherspezialist verschreckt mit schwachen Drittquartalszahlen und einem ebenso enttäuschenden Ausblick. Der Datenanalytiker Elastic (+12,1%) erfreut Anleger dagegen mit überzeugenden Geschäftszahlen zur dritten Periode.
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Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 4,04 -0,9 4,05 -19,6
5 Jahre 4,06 -2,0 4,08 -32,3
7 Jahre 4,15 -1,9 4,17 -32,7
10 Jahre 4,25 -1,4 4,26 -32,3
30 Jahre 4,53 -0,2 4,53 -25,1
DEVISEN zuletzt +/- % Fr, 08:07 Do, 17:07 % YTD
EUR/USD 1,0408 +0,1% 1,0388 1,0408 +0,5%
EUR/JPY 156,83 +0,7% 155,87 156,05 -3,7%
EUR/CHF 0,9388 +0,4% 0,9349 0,9359 +0,1%
EUR/GBP 0,8258 +0,1% 0,8257 0,8246 -0,2%
USD/JPY 150,68 +0,6% 150,04 149,94 -4,2%
GBP/USD 1,2604 +0,0% 1,2581 1,2621 +0,7%
USD/CNH (Offshore) 7,2881 -0,2% 7,2931 7,2985 -0,6%
Bitcoin
BTC/USD 81.573,70 -3,6% 79.729,00 85.456,85 -13,8%
ROHÖL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 69,55 70,35 -1,1% -0,80 -1,9%
Brent/ICE 73,14 74,04 -1,2% -0,90 -1,7%
GAS VT-Settlem. +/- EUR
Dutch TTF 44,83 45,25 -0,9% -0,42 -9,4%
METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 2.852,69 2.873,60 -0,7% -20,91 +8,7%
Silber (Spot) 31,10 31,28 -0,6% -0,18 +7,7%
Platin (Spot) 941,93 956,50 -1,5% -14,58 +3,9%
Kupfer-Future 4,52 4,58 -1,2% -0,06 +12,4%
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/DJN/flf/kla
(END) Dow Jones Newswires
February 28, 2025 09:02 ET (14:02 GMT)
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Name | Hebel | KO | Emittent |
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Nachrichten zu NVIDIA Corp.
Analysen zu NVIDIA Corp.
Datum | Rating | Analyst | |
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27.02.2025 | NVIDIA Kaufen | DZ BANK | |
27.02.2025 | NVIDIA Buy | UBS AG | |
27.02.2025 | NVIDIA Outperform | Bernstein Research | |
27.02.2025 | NVIDIA Overweight | JP Morgan Chase & Co. | |
19.02.2025 | NVIDIA Buy | UBS AG |
Datum | Rating | Analyst | |
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27.02.2025 | NVIDIA Kaufen | DZ BANK | |
27.02.2025 | NVIDIA Buy | UBS AG | |
27.02.2025 | NVIDIA Outperform | Bernstein Research | |
27.02.2025 | NVIDIA Overweight | JP Morgan Chase & Co. | |
19.02.2025 | NVIDIA Buy | UBS AG |
Datum | Rating | Analyst | |
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10.01.2025 | NVIDIA Hold | Deutsche Bank AG | |
21.11.2024 | NVIDIA Halten | DZ BANK | |
21.11.2024 | NVIDIA Hold | Deutsche Bank AG | |
29.08.2024 | NVIDIA Hold | Deutsche Bank AG | |
11.06.2024 | NVIDIA Halten | DZ BANK |
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24.02.2017 | NVIDIA Underperform | BMO Capital Markets | |
23.02.2017 | NVIDIA Reduce | Instinet | |
14.01.2016 | NVIDIA Underweight | Barclays Capital | |
26.07.2011 | NVIDIA underperform | Needham & Company, LLC |
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