MÄRKTE USA/Trump-Rally dürfte weitergehen

01.04.26 14:19 Uhr

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DOW JONES--Die Trump-Rally dürfte am Mittwoch noch ein Stückchen weiterlaufen. Mit der Hoffnung auf ein baldiges Ende des Iran-Kriegs hatte die Wall Street bereits am Vortag mit deutlichen Aufschlägen geschlossen. Der Aktienterminmarkt lässt nun auf einen freundlichen Handelsbeginn am Kassamarkt schließen. Laut US-Präsident Donald Trump könnten die US-Streitkräfte den Iran in zwei bis drei Wochen verlassen. Sein Ziel, die nukleare Bedrohung des Landes zu beseitigen, sei erreicht worden. Der Präsident sagte, die USA brauchten kein Abkommen mit dem Iran, um sich aus dem Land zurückzuziehen. Trump wird in der Nacht zum Donnerstag zudem eine Rede zum Iran-Krieg halten. Laut Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, wird es sich um eine "wichtige Rede" handeln. Sie ist für Donnerstag um 3.00 Uhr MESZ angesetzt.

"Wenn man das Gesamtbild betrachtet, ist es eindeutig noch zu früh, um schon jetzt 'Entwarnung' zu geben. Marktteilnehmer werden konkrete Fortschritte in Richtung Deeskalation sehen wollen, und nicht nur positiv klingende Rhetorik, bevor sie das Risikoniveau wesentlich erhöhen", warnt Marktstratege Michael Brown von Pepperstone vor übertriebener Euphorie. Die bestehende Skepsis kann man auch an der Ölpreisentwicklung ablesen. Der marktführende Kontrakt für Brent rutscht im Verlauf deutlicher unter die Marke von 100 Dollar, notiert aktuell aber nur noch 2,2 Prozent im Minus bei 101,65 Dollar je Barrel. Allerdings war der am Vortag ausgelaufene Mai-Kontrakt zuletzt mit über 118 Dollar gehandelt worden. Wie das Wall Street Journal berichtet, bereiten sich die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) darauf vor, den USA und anderen Verbündeten zu helfen, die Straße von Hormus mit Gewalt zu öffnen.

Die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen geben um 2 Basispunkte auf 4,29 Prozent nach. Die Hoffnung auf eine Beruhigung bei den Ölpreisen und in der Folge bei den Inflationserwartungen drücken die Renditen. Allerdings bleibt die Wiederöffnung der Straße von Hormus für eine längerfristige Beruhigung entscheidend. Eine Wiedereröffnung wäre wahrscheinlich erforderlich, um stärkere Verluste des Dollar auszulösen, mutmaßt ING-Analyst Francesco Pesole. "Wir sind der Meinung, dass mehr Klarheit und ein Zeitplan für eine Wiederöffnung der Straße eine notwendige Bedingung dafür sind, dass der Dollar-Index wieder auf die Tiefststände vom 23. März zurückfällt", so Pesole. Doch büßt der Dollar-Index mit den Deeskalationssignalen schon jetzt 0,5 Prozent ein - der Greenback verliert an Zuspruch als vermeintlich sicherer Anlegerhafen. Gold profitiert von sinkenden Marktzinsen und der Dollar-Schwäche, die Feinunze verteuert sich um 1,6 Prozent.

Ob die zahlreich anstehenden Konjunkturdaten vor dem geopolitischen Hintergrund Impulse setzen, dürfte fraglich sein. Veröffentlich werden der ADP-Arbeitsmarktbericht, der Einzelhandelsumsatz, der Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes sowie der ISM-Index des verarbeitenden Gewerbes und die Lagerbestände - hier aber aus dem Januar.

Unter den Einzelwerten knickt die Nike-Aktie vorbörslich um 11 Prozent ein. Der Sportartikelhersteller hat im dritten Geschäftsquartal einen niedrigeren Gewinn verzeichnet, da die Umsätze in China weiter zurückgingen. Der Konzern erwartet zudem bis Ende 2026 einen Umsatzrückgang im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Für das laufende vierte Geschäftsquartal werde ein Rückgang von 2 bis 4 Prozent erwartet. Analysten hatten einen Anstieg von 1,9 Prozent prognostiziert.

Für die Microsoft-Aktie geht es um 1,2 Prozent nach oben - der Konzern will bis 2029 insgesamt 5,5 Milliarden US-Dollar in Cloud- und KI-Infrastruktur in Singapur investieren, da die Nachfrage nach KI-Kompetenzen und Rechenleistung in dem Stadtstaat weiter wächst.

RH brechen um 19,5 Prozent ein, der Heimausstatter verschreckt mit schwachen Viertquartalszahlen unter Markterwartung - belastet durch Zölle und schlechtem Wetter. NCino springen um 24,6 Prozent nach oben, der Entwickler von Bankensoftware überzeugt mit starken Viertquartalszahlen und einem ebensolchen Ausblick. Beyond Meat sinken um 6,2 Prozent, der Fleischersatzanbieter verbucht gesunkene Viertquartalsumsätze und teilte Verzögerungen beim Jahresbericht aufgrund von Schwächen der internen Kontrolle über die Finanzberichterstattung mit.

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US-Treasuries Rendite +/- Tageshoch Tagestief

2 Jahre 3,76 -0,04 3,78 3,74

5 Jahre 3,91 -0,03 3,93 3,88

10 Jahre 4,29 -0,02 4,31 4,26

DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Di, 17:20 Uhr

EUR/USD 1,1604 +0,5 0,0052 1,1552 1,1531

EUR/JPY 183,74 +0,2 0,3800 183,36 183,2200

EUR/CHF 0,919 -0,5 -0,0043 0,9233 0,9248

EUR/GBP 0,8711 -0,2 -0,0021 0,8732 0,8725

USD/JPY 158,37 -0,2 -0,3400 158,71 158,9500

GBP/USD 1,3319 +0,7 0,0097 1,3222 1,3209

USD/CNY 6,8736 -0,4 -0,0244 6,8980 6,8980

USD/CNH 6,8752 -0,2 -0,0119 6,8871 6,9008

AUS/USD 0,6952 +0,8 0,0052 0,69 0,6861

Bitcoin/USD 68.497,38 +0,4 301,83 68.195,55 67.093,52

ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

WTI/Nymex 98,57 -2,8 -2,81 101,38

Brent/ICE 101,65 -2,2 -2,32 103,97

Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

Gold 4.742,32 +1,6 72,76 4.669,56

Silber 74,93 -0,2 -0,18 75,11

Platin 1.962,06 +0,7 13,27 1.948,79

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf/uxd

(END) Dow Jones Newswires

April 01, 2026 08:19 ET (12:19 GMT)

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