MÄRKTE USA/Prinzip Hoffnung dominiert - Nachrichtenlage bleibt diffus
Werte in diesem Artikel
Von Steffen Gosenheimer
DOW JONES--Diplomatische Bemühungen um einen Waffenstillstand im Nahen Osten haben am Mittwoch an den US-Börsen für vorsichtigen Optimismus gesorgt. Die USA haben dem Iran laut Regierungsvertretern einen 15-Punkteplan zur Beendigung des Krieges übermittelt, in dem der Iran unter anderem aufgefordert wird, Atomanlagen abzubauen, die Arbeit an ballistischen Raketen einzustellen, die Unterstützung für regionale Milizen einzuschränken und die Straße von Hormus vollständig wieder zu öffnen.
Allerdings lehnte der Iran dies laut dem iranischen Sender Press TV nicht nur ab, sondern stellte seinerseits Bedingungen für einen Waffenstillstand auf. Zwar kamen die Kurse darauf von den Hochs zurück, es überwog aber die positive Tatsache, dass es überhaupt diplomatische Initiativen gibt. Der Iran fordert ein Ende der Angriffe sowie Garantien, um ein erneutes Aufflammen des Krieges zu verhindern; außerdem die Anerkennung der iranischen Souveränität über die Straße von Hormus und finanzielle Entschädigungen.
In diesem Umfeld schloss Dow-Jones-Index 0,7 Prozent höher bei 46.429 Punkten. Der breite S&P-500 verbesserte sich um 0,5 Prozent, die Nasdaq-Indizes kamen um bis zu 0,8 Prozent voran. "Kriege müssen selten enden, bevor die Märkte ihren Tiefpunkt erreichen. Investoren neigen dazu, aktiv zu werden, sobald die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Eskalation zu sinken beginnt", kommentierte Analystin Charu Chanana von Saxo Bank.
Unterstützung kam von den Ölpreisen. Sie gaben um bis zu 1,5 Prozent nach, Brent-Öl kostete zuletzt rund 102,50 Dollar. Im Tagesverlauf hatten die Ölpreise schon deutlich stärker nachgegeben. Dass sich die Rohöllagerbestände in den USA in der Woche zum 20. März wider Erwarten ausgeweitet haben, wurde lediglich zur Kenntnis genommen, spielte für die Preisfindung aber keine Rolle.
Die Renditen der US-Staatsanleihen gaben mit den sinkenden Ölpreisen kräftig nach, weil sich mit fallenden Ölpreisen Inflations- und Zinserhöhungssorgen verringern. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen sank um 7 Basispunkte auf 4,32 Prozent. Stärker als erwartet gestiegene US-Importpreise im Februar gingen in der aktuellen Gemengelage unter.
Der Dollar zog an, der Euro fiel auf 1,1560 zurück. Beim Gold kam es nach den jüngsten Verlusten zu einer Gegenbewegung, unterstützt von den sinkenden Marktzinsen. Die Feinunze verteuerte sich um 1,5 Prozent auf 4.539 Dollar.
Arm-Ziele sorgen für Zuversicht im Chipsektor
Am Aktienmarkt schossen Arm Holdings um 16,4 Prozent nach oben. Treiber waren ehrgeizige Umsatzziele mit einem eigenen KI-Datenzentrumschip. Das zog auch die Kurse anderer Chiphersteller nach oben. AMD legten um über 7 Prozent zu, Intel ebenso. Für Nvidia ging es um 2,0 Prozent aufwärts.
Terns Pharmaceuticals wurden 5,7 Prozent höher gehandelt, nachdem der Pharmariese Merck angekündigt hatte, das Onkologieunternehmen übernehmen zu wollen - entsprechend einem ungefähren Eigenkapitalwert von 6,7 Milliarden Dollar. Mecrk stiegen um 2,6 Prozent.
Robinhood Markets sprangen um 5,0 Prozent nach oben. Das Brokerhauses hat ein Aktienrückkaufprogramm im Umfang von bis zu 1,5 Milliarden Dollar aufgesetzt.
Paychex machten 3,0 Prozent gut, angetrieben von gut ausgefallenen Geschäftszahlen des Spezialisten für das Outsourcing von Dienstleistungen. Chewy reagierten mit einem Sprung um gut 13 Prozent auf besser als erwartet ausgefallene Geschäftszahlen des Online-Händlers für Haustierbedarf.
KB Home verbilligten sich um 1,5 Prozent. Der Hausbauer hatte seine Jahresprognose gesenkt und gewarnt, dass der Konflikt im Nahen Osten die Unsicherheit auf dem Immobilienmarkt erhöhen könnte. Gamestop gewannen 1,2 Prozent. Der Videospielhändler hatte einen geringeren Gewinn und Umsatz gemeldet, wobei der Überschuss dennoch die Markterwartungen übertraf.
Meta Platforms schlossen 0,3 Prozent höher. Die Mutter von Facebook und Instagram hat Anreize für Führungskräfte eingeführt, die an das Erreichen einer Marktkapitalisierung von 9 Billionen Dollar bis 2031 geknüpft sind. Zum Börsenschluss am Dienstag lag sie bei 1,5 Billionen.
INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
DJIA 46.428,57 +0,7 +304,51 46.124,06
S&P-500 6.591,94 +0,5 +35,57 6.556,37
NASDAQ Comp 21.929,83 +0,8 +167,93 21.761,89
NASDAQ 100 24.162,98 +0,7 +160,53 24.002,45
US-Treasuries Rendite +/- Tageshoch Tagestief
2 Jahre 3,88 -0,05 3,91 3,85
5 Jahre 3,97 -0,06 3,99 3,94
10 Jahre 4,32 -0,07 4,36 4,31
DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Di, 17:59
EUR/USD 1,1560 -0,4 -0,0047 1,1607 1,1583
EUR/JPY 184,37 +0,1 0,1900 184,18 184,0800
EUR/CHF 0,9151 +0,0 0,0003 0,9148 0,9161
EUR/GBP 0,8648 -0,0 -0,0003 0,8651 0,8652
USD/JPY 159,47 +0,5 0,7900 158,68 158,9100
GBP/USD 1,3363 -0,3 -0,0046 1,3409 1,3380
USD/CNY 6,9011 +0,1 0,0093 6,8918 6,8918
USD/CNH 6,904 +0,2 0,0130 6,8910 6,8974
AUS/USD 0,6948 -0,6 -0,0045 0,6993 0,6966
Bitcoin/USD 70.800,87 +1,1 739,08 70.061,79 69.444,30
ROHOEL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
WTI/Nymex 91,14 -1,3 -1,21 92,35
Brent/ICE 102,95 -1,5 -1,54 104,49
Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
Gold 4.538,76 +1,5 65,18 4.473,59
Silber 72,08 +1,2 0,86 71,22
Platin 1.931,81 -0,1 -2,87 1.934,68
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/DJN/gos
(END) Dow Jones Newswires
March 25, 2026 16:08 ET (20:08 GMT)
Übrigens: AMD (Advanced Micro Devices) und andere US-Aktien sind bei finanzen.net ZERO sogar bis 23 Uhr handelbar (ohne Ordergebühren, zzgl. Spreads). Jetzt kostenlos Depot eröffnen und Neukunden-Bonus sichern!
Ausgewählte Hebelprodukte auf AMD (Advanced Micro Devices)
Mit Knock-outs können spekulative Anleger überproportional an Kursbewegungen partizipieren. Wählen Sie einfach den gewünschten Hebel und wir zeigen Ihnen passende Open-End Produkte auf AMD (Advanced Micro Devices)
Der Hebel muss zwischen 2 und 20 liegen
| Name | Hebel | KO | Emittent |
|---|
| Name | Hebel | KO | Emittent |
|---|
