MÄRKTE USA/Leichter - Anleger vor wichtigen Preisdaten zurückhaltend
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Von Steffen Gosenheimer
DOW JONES--Die Gewinne vom Vortag an den US-Börsen sind am Donnerstag wieder verlorengegangen. Unter dem Strich setzte sich damit die Seitwärtstendenz der vergangenen Handelstage fort. Etwas auf die Stimmung drückten geopolitische Spannungen im Nahen Osten, worauf die Ölpreise weiter anzogen auf die höchsten Stände seit Sommer 2025. Laut US-Präsident Donald Trump werden die USA innerhalb der nächsten zehn Tage über Schritte entscheiden, wenn der Iran sich nicht auf ein Atomabkommen einlasse.
Daneben dürften viele Marktteilnehmer auch im Hinblick auf wichtige Preisdaten am Freitag zurückhaltend agiert haben. Dann wird der PCE-Index der persönlichen Konsumausgaben veröffentlicht, ein bevorzugtes Maß der US-Notenbank bei der Steuerung ihrer Zinspolitik.
Die Konjunkturdaten des Tages fielen derweil überwiegend besser aus als erwartet und stützten die zuletzt bereits wieder gestiegene Konjunkturzuversicht.
Der Dow-Jones-Index büßte 0,5 Prozent auf 49.395 Punkte ein. Der breite S&P-500 gab um 0,3 Prozent nach, die techniklastigen Nasdaq-Indizes sanken um bis zu 0,4 Prozent nach. Ersten Angaben zufolge gab es 1.258 (Mittwoch: 1.544) Kursgewinner an der Nyse und 1.488 (1.203) -verlierer. Unverändert schlossen 63 (59) Titel.
Am Anleihemarkt verharrten die Renditen auf dem am Vortag etwas erhöhten Niveau, im Zehnjahresbereich bei 4,08 Prozent. Der Dollar profitierte von seinem Ruf als sicherer Hafen. Der Euro kam auf 1,1766 Dollar zurück, den niedrigsten Stand seit vier Wochen.
Die Ölpreise legten nach dem rund 5-proztentigen Anstieg vom Vortag um weitere gut 2 Prozent zu. Preistreibend wirkten neben der Entwicklung im Nahen Osten auch überraschende Rückgänge der wöchentlichen US-Ölvorräte. Gold verteuerte sich um 0,4 Prozent auf 4.998 Dollar je Feinunze.
Deere von Ausblick gestützt
Am Aktienmarkt gehörten erneut Energiewerte zu den Gewinnern, der S&P-500-Branchenindex stieg mit den weiter anziehenden Ölpreisen um 0,6 Prozent, während Technologieaktien nach der Erholung am Vortag am Ende rangierten mit einem Minus von 1,4 Prozent.
Das Papier des Landmaschinenherstellers Deere verteuerte sich nach einem überzeugenden Geschäftsausweis und einer Erhöhung der Gewinnerwartung um 10,3 Prozent. Caterpillar gewannen im Sog 1,1 Prozent. Carvana rutschten um 8,5 Prozent ab, nachdem der Gebrauchtwagenhändler ergebnisseitig enttäuscht hatte. Noch stärker unter die Räder kamen Avis Budget mit einem Kurseinbruch von 21,5 Prozent. Der Autovermieter muss Abschreibungen auf seine Elektroautoflotte vornehmen und schreibt rote Zahlen bei sinkenden Umsätzen.
Für die Walmart-Aktie ging es um 1,3 Prozent nach unten, allerdings nahe am Allzeithoch. Der Einzelhandelsriese steigerte in seinem jüngsten Quartal zwar den Umsatz stark, der Ausblick fiel aber eher verhalten aus und verfehlte die Marktschätzungen.
Etsy sprangen um 9,3 Prozent nach oben mit dem Verkauf der Secondhand-Modeplattform Depop für etwa 1,2 Milliarden Dollar an Ebay. Zusätzlich trieben aber auch gute Etsy-Geschäftszahlen den Kurs. Der bereinigte Gewinn von Ebay übertraf derweil die Prognosen der Wall Street. Dazu erhöht der Online-Marktplatz die Dividende und hat intern den Weg für ein Aktienrückkaufprogramm im Wert von 2 Milliarden Dollar freigemacht. Die Aktie legte um 3,1 Prozent zu.
Der Lieferdienst Doordash berichtete durchwachsene Geschäftszahlen, der Bruttobestellwert schnellte aber um 39 Prozent nach oben. Die Aktie zog um 1,7 Prozent an. Die Reiseagentur Booking übertraf im Berichtsquartal Gewinn- und Umsatzerwartungen knapp. Für die Aktie ging es dennoch um 6,1 Prozent südwärts. Für Marktteilnehmer, die eine Verdrängung von Online-Reisebüros durch KI befürchteten, seien die Zahlen möglicherweise nicht überzeugend genug ausgefallen, so die Analysten von Truist. Dazu habe das Management in seinem Ausblick auch die Beschleunigung der technischen Entwicklung thematisiert.
Klarna knickten um rund 27 Prozent ein. Der vorsichtige Ausblick des Anbieters von "Buy now, pay later"-Dienstleistungen enttäuschte und überlagerte solide ausgefallene Quartalszahlen. Occidental Petroleum wurden nach durchwachsen ausgefallenen Geschäftszahlen 9,4 Prozent höher gehandelt, weil der zuversichtliche Ausblick gut ankam.
INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
DJIA 49.395,16 -0,5 -267,50 49.662,66
S&P-500 6.861,89 -0,3 -19,42 6.881,31
NASDAQ Comp 22.682,73 -0,3 -70,91 22.753,64
NASDAQ 100 24.797,34 -0,4 -101,53 24.898,87
DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
EUR/USD 1,1769 -0,1 -0,0013 1,1782
EUR/JPY 182,5 +0,1 0,0900 182,41
EUR/CHF 0,9123 +0,2 0,0017 0,9106
EUR/GBP 0,8742 +0,1 0,0012 0,873
USD/JPY 155,05 +0,2 0,2300 154,82
GBP/USD 1,3459 -0,2 -0,0032 1,3491
USD/CNY 6,908 +0,1 0,0070 6,9080
USD/CNH 6,8977 +0,1 0,0072 6,8905
AUS/USD 0,7055 +0,2 0,0014 0,7041
Bitcoin/USD 67.090,88 +1,2 766,64 66.324,24
ROHOEL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
WTI/Nymex 66,73 +2,4 1,54 65,19
Brent/ICE 71,92 +2,2 1,57 70,35
Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
Gold 5.000,13 +0,4 21,06 4.979,07
Silber 78,29 +1,4 1,11 77,18
Platin 2.072,25 +0,1 1,25 2.071,00
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/DJN/gos
(END) Dow Jones Newswires
February 19, 2026 16:19 ET (21:19 GMT)
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