Geopolitische Risikoprämie treibt Ölaktien wie Shell und BP an - Chevron und Exxon mit neuen Rekorden

Steigende Ölpreise und geopolitische Spannungen sorgen zum Wochenstart für Rückenwind bei Energieaktien. Anleger setzen verstärkt auf die großen Ölkonzerne als Profiteure der aktuellen Lage.
Werte in diesem Artikel
• Ölpreise treiben Energieaktien weiter nach oben
• Geopolitische Risiken sorgen für Risikoprämie
• OPEC-Politik bleibt entscheidender Faktor
Aktien aus dem Ölsektor bleiben auch zum Wochenstart gefragt: Shell-Titel gewannen an der Börse in London letztlich 2,05 Prozent auf 35,54 GBP, BP-Aktien legten daneben 3,06 Prozent auf 6,02 GBP zu, während im NYSE-Handel bei Chevron (-0,2 Prozent auf 210,72 US-Dollar) und Exxon (+0,3 Prozent auf 171,50 US-Dollar) auf unterschiedlichen Seiten notierten. Auch Occidental Petroleum zeigten sich stark und legten 1,39 Prozent auf 66,23 US-Dollar zu.
Chevron und Exxon mit neuen Höchstständen
Besonders die Chevron-Aktie zieht am heutigen Montag die Aufmerksamkeit auf sich. Erst in der vergangenen Woche hatte die Aktie des Ölkonzerns bei 212,46 US-Dollar ein neues Allzeithoch erreicht, das am Montag bereits wieder überschritten wurde. Auch Exxon hat sein jüngstes Allzeithoch, das am 27. März bei 171,23 US-Dollar markiert wurde, überschritten.
Die Konzerne überzeugen den Markt mit einer robusten Eigenkapitalquote, trotz einer vergleichsweise hohen Bewertung bleibt das Kaufinteresse ungebrochen, da Anleger verstärkt auf die hohe Dividendenkontinuität des Unternehmens setzen.
Geopolitische Spannungen als Kurstreiber
Der entscheidende Faktor für die anhaltende Stärke der Ölwerte bleibt die angespannte Lage im Nahen Osten. Nachdem die Ölpreise auch am Montag erneut zulegen und Brent zeitweise 116,07 US-Dollar je Barrel kostete, während WTI für einen Preis von 101,53 US-Dollar gehandelt wurde, verbleibt eine deutliche Risikoprämie im Markt.
Sorgen über mögliche Versorgungsengpässe in der Straße von Hormus halten die Notierungen auf hohem Niveau. Davon profitieren insbesondere die US-Riesen ExxonMobil und Chevron, die aufgrund ihrer starken Präsenz im heimischen Markt und geringerer Abhängigkeit von direkten Exportwegen aus der Krisenregion von Investoren derzeit als stabilere Häfen innerhalb des Sektors geschätzt werden.
Blick auf die kommenden OPEC+-Entscheidungen
Die weitere Richtung für den Sektor wird maßgeblich von der anstehenden Förderpolitik der OPEC+ abhängen. Marktbeobachter diskutieren laut, ob das Bündnis angesichts der hohen Preise eine Produktionsausweitung ab April in Erwägung ziehen könnte. Eine solche Entscheidung könnte den aktuellen Höhenflug der Ölaktien vorübergehend dämpfen. Solange jedoch keine fundamentale Entspannung der geopolitischen Lage eintritt, dürfte das Interesse an den großen Energietiteln als wirksamer Inflationsschutz und Profiteure hoher Rohstoffpreise das Marktgeschehen dominieren.
Claudia Stephan, Julia Walter, Redaktion finanzen.net
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