Hier stimmt was nicht! Endspiel bei Joyou

An der deutschen Börse notierte chinesische Firmen haben keinen guten Ruf. Windige Geschäftsmodelle, diverse Pleiten und zumeist eine katastrophale Aktienkursentwicklung sind der Grund.
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von Jörg Lang, Euro am Sonntag
Darunter leidet auch Joyou. Unter Umständen zu Unrecht. Das Unternehmen, das Komplettlösungen für Badezimmer anbietet, ist von Beteiligungsfirmen mehrfach durchleuchtet worden. Das Risiko, dass Joyou ein Unternehmen ohne nachhaltiges Geschäftsmodell ist, dürfte gering sein. Im Gegenteil: Nun deutet sich durch die japanische Lixil Group ein neues Übernahmeangebot an. Das dürfte deutlich über dem aktuellen Kurs liegen. Joyou kam im Jahr 2010 an die Börse. Die Aktie ist im Prime Standard gelistet, dem Börsensegment mit den höchsten Transparenzkriterien.
Das Unternehmen hat seine Veröffentlichungstermine immer eingehalten. Joyou ist Marktführer in China. Das macht das Unternehmen interessant für Wettbewerber. So hatte sich die asiatische Tochter des weltbekannten deutschen Armaturenherstellers Grohe mit mehr als 30 Prozent an Joyou beteiligt. Da die Firmengründer von Joyou zudem ihre Anteile gegen Aktien von Grohe tauschten, stieg dessen Anteil an den Chinesen auf über 72 Prozent. Damals unterbreitete Grohe ein Übernahmeangebot in Höhe von 13,50 Euro, das vom Streubesitz weitgehend ignoriert wurde. Im Herbst 2013 übernahm wiederum die japanische Baumarktkette Lixil Group 87 Prozent der Aktien von Grohe. Der Deal löste automatisch eine freiwillige Pflichtofferte für Joyou aus. Dabei zahlte Lixil den Mindestpreis von 12,16 Euro.
Im Herbst 2014 gab es die nächste Veränderung. Die Firmengründer von Joyou, die ihre Anteile gegen Grohe-Anteile getauscht hatten, verkauften ihre restlichen Papiere an Lixil. Damit halten die Japaner alle Grohe-Aktien, bleiben bei Jouyou aber unter 75 Prozent. Das könnte sich bald ändern. Die Japaner dürften nämlich kein Interesse daran haben, dass die chinesische Tochter in Deutschland über ein Börsenlisting verfügt. Spätestens wenn die Übernahme der restlichen Grohe-Aktien abgewickelt ist, wird Lixil die Aktionärsvereinbarung ändern wollen. Lixil käme im Moment nur über Ausschüttungen in Deutschland an die Gewinne der chinesischen Tochter heran.
Das ist mühsam. Deshalb wird Lixil versuchen, die freien Aktionäre von Joyou etwa durch einen Gewinnabführungsvertrag aus dem Unternehmen zu drängen. Klar ist: Lixil muss dazu noch einmal ein Übernahmeangebot unterbreiten, das durch ein Wertgutachten unterlegt sein muss. Dabei werden Wirtschaftsprüfer neben den verbesserten Erträgen von Joyou auch Transaktionswerte der Vergangenheit heranziehen. Wird beispielsweise der gerade erfolgte Verkauf der Grohe-Aktien der Joyou-Firmengründer auf deren ursprüngliches Aktienpaket hochgerechnet, ergibt sich ein Börsenwert von 24 Euro pro Aktie. Das sind 65 Prozent mehr, als sie heute kostet.
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Der Hebel muss zwischen 2 und 20 liegen
Name | Hebel | KO | Emittent |
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Datum | Rating | Analyst | |
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27.09.2013 | Joyou kaufen | DZ-Bank AG | |
02.06.2011 | Joyou outperform | Macquarie Research | |
08.10.2010 | Joyou kaufen | Der Aktionär | |
07.06.2010 | Joyou Tipp des Tages | Der Aktionär-online |
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