BYD-Aktie stark: E-Autobauer erhöht Tempo bei Expansion in Deutschland

Die beiden chinesischen Autobauer BYD und MG wollen ihre Vertriebs- und Verkaufsnetzwerke in Deutschland deutlich ausweiten, um neue Kunden zu gewinnen und ihre Marktposition zu stärken.
Werte in diesem Artikel
• Verstärkter Expansionskurs bei BYD und MG
• Händlernetz soll kräftig wachsen
• Kritische Masse für bessere Wettbewerbsposition voraus
Die Pläne der beiden chinesischen Unternehmen sind ambitioniert und spiegeln einen strategischen Wandel wider: So will etwa der chinesische Hersteller von Elektroautos und Plug-in-Hybriden BYD sein Händlernetz in Deutschland bis Ende 2026 nahezu verdoppeln, berichtet das "Handelsblatt": Ziel des Tesla-Rivalen sei es, bis Ende des Jahres über 350 Standorte in Deutschland zu verfügen, so dass alle Kunden innerhalb von 20 Minuten den nächstgelgenen Standort erreichen könnten.
Auch die Automarke MG, die zum chinesischen Konzern SAIC gehört, geht einen ähnlichen Weg: Hier soll laut "Ad-hoc News" eine Expansion auf 210 Standorte bis Mitte 2026 stattfinden, mittelfristig seien etwa 250 Standorte vorgesehen. Gleichzeitig soll das Vertriebssystem laut der Nachrichtenseite bis Januar 2027 von einem Agenturmodell auf ein klassisches Händlermodell umgestellt werden.
Erreichen von "kritischer Masse" angestrebt
Beide Hersteller verstärken damit ihr Engagement auf dem deutschen Automobilmarkt deutlich und bringen sich in eine bessere Position im Wettbewerb mit der etablierten Konkurrenz. "Ab einem Händlernetz mit ungefähr 250 Standorten kann man bereits von einer kritischen Masse in Deutschland sprechen, um seinen Absatz ordentlich steigern zu können", zitiert das "Handelsblatt" Philipp Kranich, der bei der Unternehmensberatung rpc den Automobilhandel berät.
Doch der Fokus der Konzerne liegt bei ihrer Händler-Offensive nicht nur auf quantitativen Zielen. So dürfte ein dichteres Händlernetz auch dabei helfen, Unsicherheiten über Marke, Service und Restwerte zu verringern - klassische Hemmnisse beim Kauf von Fahrzeugen chinesischer Anbieter auf dem deutschen Markt, wie laut "VISION Mobility" eine Umfrage des ADAC aus dem Jahr 2024 aufzeigte. Der deutsche Verbraucher zeigt sich gegenüber chinesischen Marken noch skeptisch, was unter anderem an der vergleichsweise jungen Präsenz dieser Hersteller und an der noch überschaubaren Basis an Servicestandorten liegt.
Automarkt im Wandel
Die neue Vertriebs-Offensive fällt nun in eine Phase, in der chinesische Autohersteller in Deutschland und Europa allgemein stärker wahrgenommen werden. So zeigen aktuelle Statistiken deutliche Wachstumsraten bei den Neuzulassungen von BYD und MG. Laut "Ad-hoc News" steigerte beispielsweise MG seine Neuzulassungen in Deutschland im Jahr 2025 um über 26 Prozent und erreichte einen Marktanteil von 0,9 Prozent. BYD kam im vergangenen Jahr laut "Handelsblatt" auf knapp über 23.000 Neuzulassungen und will im laufenden Jahr die Marke von 30.000 Neuzulassungen knacken.
An der Börse kommen die Pläne zum Wochenstart gut an: Die BYD-Aktie legt in Hongkong zeitweise um 1,35 Prozent auf 93,55 HKD zu, Papiere von SAIC Motor zeigten sich in Shanghai letztlich 0,35 Prozent fester bei 14,50 CNY.
Redaktion finanzen.net
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