dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 03.04.2025 - 17.30 Uhr

03.04.25 17:34 Uhr

Trumps Zollhammer belastet Finanzmärkte - Ölpreis auf Talfahrt

FRANKFURT - Das gewaltige Zollpaket der US-Regierung und damit verbundene Konjunktursorgen haben die Finanzmärkte am Donnerstag kräftig unter Druck gesetzt. Am Frankfurter Aktienmarkt fiel der DAX zum Handelsauftakt auf den tiefsten Stand seit Anfang Februar. Im Nachmittagshandel ging es um etwa zwei Prozent auf knapp 22.000 Punkte nach unten. Zuvor gab es bereits deutliche Kursverluste an den Aktienbörsen in Asien. Starke Verluste gab es auch bei den Ölpreisen, während die Flucht in sicherer Anlagehäfen den Goldpreis auf ein weiteres Rekordhoch trieb.

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ROUNDUP: US-Autozölle in Kraft - Hersteller erwarten hohe Belastung

WASHINGTON/BERLIN - In den USA sind die von Präsident Trump angekündigten Autozölle in Kraft getreten. Seit Mitternacht gelten 25 Prozent Aufschlag. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) rechnet mit großen Belastungen für die Branche und steigenden Preisen, zunächst in den USA. Die Folgen der 25 Prozent-Zölle seien derzeit aber noch schwer einzuschätzen.

ROUNDUP/Ifo: 'Ein bitterer Tag für die Weltwirtschaft'

MÜNCHEN - Das Münchner Ifo-Institut hat scharfe Kritik an den US-Zöllen geübt. "Wenn die USA bei den angekündigten Zöllen bleiben, ist das der größte Angriff auf den Freihandel seit dem 2. Weltkrieg", sagt Ifo-Präsident Clemens Fuest. Schon im laufenden Jahr könnten die Zölle das deutsche Bruttoinlandsprodukt um 0,3 Prozent schmälern und das Wirtschaftswachstum damit "unter die Nulllinie drücken".

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USA: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe geben nach

WASHINGTON - In den USA ist die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gefallen. In der vergangenen Woche fiel sie um 6.000 auf 219.000, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt mit 225.000 Anträge gerechnet. Die Daten signalisieren nach wie vor einen robusten Arbeitsmarkt in der größten Volkswirtschaft der Welt.

ROUNDUP: Europäisches Lieferkettengesetz kann verschoben werden

BRÜSSEL - Das Europaparlament hat den Weg für eine Verschiebung des europäischen Lieferkettengesetzes freigemacht. Eine breite Mehrheit der Abgeordneten stimmte in Straßburg dafür, dass erste Regelungen des umstrittenen Vorhabens ein Jahr später in Kraft treten sollen.

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Frankreich: 'Wir sind für diesen Handelskrieg bereit'

PARIS - Frankreich will auf die durch US-Präsident Donald Trump verkündeten Strafzölle mit Verhandlungen und Gegenschlägen reagieren. Frankreich werde gemeinsam mit Europa antworten, sagte Regierungssprecherin Sophie Primas dem Sender RTL. "Wir sind für diesen Handelskrieg bereit." Es gebe keinen anderen Hebel als das Kräfteverhältnis, um auf Trump Einfluss zu nehmen.

USA: Stimmung im Dienstleistungssektor sinkt auf Neunmonatstief

TEMPE - Die Stimmung unter den Dienstleistern in den USA ist im März auf den tiefsten Stand seit neun Monaten gefallen. Der Einkaufsmanagerindex des Instituts for Supply Management (ISM) fiel zum Vormonat um 2,7 Punkte auf 50,8 Punkte, wie das Institut am Donnerstag in Tempe mitteilte. Dies ist der niedrigste Stand seit Juni 2023. Volkswirte hatten im Schnitt mit einem geringeren Rückgang auf 52,9 Punkten gerechnet.

ROUNDUP: Unternehmensstimmung verbessert sich stärker als erwartet

LONDON - Die Unternehmensstimmung im Euroraum hat sich im März stärker aufgehellt als erwartet. Der von S&P Global ermittelte Einkaufsmanagerindex legte um 0,7 Punkte auf 50,9 Punkte zu, wie S&P am Montag in London nach einer zweiten Schätzung mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit einer Bestätigung der Erstschätzung von 50,4 Punkte gerechnet. Damit liegt der Indikator ein wenig deutlicher über der Expansionsschwelle von 50 Punkten, was auf eine etwas zunehmende wirtschaftliche Aktivität hindeutet.

Großbritannien: Unternehmensstimmung verbessert sich weniger als erwartet

LONDON - Die Stimmung in den Unternehmen Großbritanniens hat sich im März nicht so stark wie erwartet verbessert. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) von S&P Global stieg im Vergleich zum Vormonat um 1,0 Punkte auf 51,5 Punkte, wie S&P am Donnerstag in London laut einer zweiten Schätzung mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt mit einer Bestätigung der Erstschätzung von 52,0 Punkten gerechnet. Der Indikator signalisiert damit aber weiterhin Anstieg der wirtschaftlichen Aktivität, da er über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten liegt.

Eurozone: Erzeugerpreise steigen etwas weniger als erwartet

LUXEMBURG - In der Eurozone sind die Erzeugerpreise im Februar etwas weniger als erwartet gestiegen. Die Preise legten im Monatsvergleich um 0,2 Prozent zu, wie das Statistikamt Eurostat am Donnerstag in Luxemburg mitteilte. Volkswirte hatten mit einem Zuwachs um 0,3 Prozent gerechnet. Der Anstieg im Vormonat wurde allerdings von 0,8 Prozent auf 0,7 Prozent nach unten revidiert.

Kundenhinweis:

ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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